Studien – Hier finden Leser aktuelle Studien zu den Themen Payment & E Commerce. Unternehmen aus den Bereichen E-Commerce und Payment stellen Auswertungen aus aktuellen Befragungen zur VerfĂŒgung. now.digital by Patrick Upmann â Interim Manager und agiles Projektmanagement
E-Commerce – Im Rahmen der Studie âGlobal Powers of Retailing 2019â hat das Beratungsunternehmen Deloitte ein Ranking der 250 umsatzstĂ€rksten Einzelhandelsunternehmen erstellt. Die Branche verzeichnet insgesamt ein respektables Wachstum. Gerade die Online-HĂ€ndler fahren Erfolge ein. Ăsterreich ist mit Spar und XXXLutz unter den Top 250 vertreten. Spar konnte sich sogar um beachtliche acht PlĂ€tze steigern.
Laut dem Deloitte Report kommen die 250 umsatzstÀrksten Einzelhandelsunternehmen im Finanzjahr 2017 auf einen Gesamtumsatz von 4,53 Billionen US-Dollar. Das bedeutet ein Umsatzwachstum von 5,7 %. Europa dominiert das Ranking mit 87 Unternehmen. EinzelhÀndler mit Sitz in Deutschland, UK und Frankreich sind besonders stark vertreten.
E-Commerce – Ob dieses Wachstum aber weiter anhalten wird, ist aktuell fraglich. âDie Weltwirtschaft befindet sich an einem Wendepunkt. Das Wachstum in wichtigen MĂ€rkten wie Europa und China hat sich 2018 deutlich verlangsamtâ, analysiert Orsolya HegedĂŒs, Partnerin bei Deloitte Ăsterreich. âDer AbwĂ€rtstrend wird uns auch 2019 begleiten und am Einzelhandel nicht spurlos vorĂŒbergehen. Dennoch ist der private Konsum unverĂ€ndert stark. Das bewahrt den Handel bisher vor einem gröĂeren Einbruch.â
Amazon kratzt an Top 3
E-Commerce – mit einem Umsatz von 500,3 Milliarden US-Dollar bleibt der US-Konzern Wal-Mart die unangefochtene weltweite Nummer 1. Die ebenfalls US-amerikanische Costco Corporation liegt mit 129 Milliarden US-Dollar Umsatz auf Platz 2. Mit The Kroger belegt ein weiteres US-Unternehmen Platz 3. Die Supermarktkette erwirtschaftete fast 119 Milliarden US-Dollar. Der Online-HĂ€ndler Amazon folgt mit 118,6 Milliarden US-Dollar auf Platz 4. âDie Jagd nach der Spitze geht in die nĂ€chste Runde. Im Vergleich zum Vorjahr konnte Amazon zwei PlĂ€tze aufholen. Ein Platz am Stockerl mit den gröĂten EinzelhĂ€ndlern rĂŒckt in greifbare NĂ€heâ, so Orsolya HegedĂŒs.
E-Commerce – Aktuelles E-Shopper Barometer von DPD zeigt: 44 Prozent der deutschen E-Shopper, die in auslĂ€ndischen Shops einkaufen, haben schon einmal bei Online-HĂ€ndlern aus China bestellt. 79 Prozent der Deutschen legen Wert darauf, welche Lieferoptionen ihr Webshop anbietet.Ăber zwei Dritteln ist es wichtig, den genauen Zeitpunkt der Paketzustellung mit einem Zeitfenster von einer Stunde zu wissen.
Aschaffenburg, 17. Januar 2019 â Das Einkaufserlebnis der deutschen E-Shopper endet nicht an LĂ€ndergrenzen. Trotz lĂ€ngerer Lieferzeiten folgen dennoch immer mehr Deutsche dem aktuellen Trend, ihre Online-Bestellungen bei auslĂ€ndischen Webshops zu tĂ€tigen.
So betrĂ€gt der Anteil der Online-EinkĂ€ufe auf auslĂ€ndischen Websites am gesamten deutschen Online-Einkaufsvolumen mittlerweile 16,6 Prozent. Insbesondere Online-HĂ€ndler aus China erfreuen sich zunehmender Beliebtheit (44 Prozent Anteil an auslĂ€ndischen Online-EinkĂ€ufen, +33 Prozent ggĂŒ. 2016).
Dies ist das Ergebnis des aktuellen E-Shopper Barometers von DPD, fĂŒr das ĂŒber 24.000 Konsumenten in 22 LĂ€ndern (davon 1.550 in Deutschland) befragt wurden. FĂŒr Deutschlands E-Shopper gehört die kundenfreundliche Lieferung ihrer Bestellung inzwischen ebenso zur Shopping-Experience wie das online angebotene Sortiment oder der Shop-Service. 79 Prozent legen Wert darauf, welche Lieferoptionen ihr Webshop anbietet. Rund jeder Dritte bevorzugt dabei vor allem Shops mit kostenfreien Retouren (31 Prozent) und kostenfreiem Versand (29 Prozent). Mehr als zwei Dritteln (73 Prozent) ist es darĂŒber hinaus wichtig, den genauen Zeitpunkt der Paketzustellung mit einem Zeitfenster von einer Stunde zu wissen.
Ungeachtet lĂ€ngerer Lieferzeiten und mitunter komplizierter Retouren bestellen immer mehr Deutsche im Ausland: Knapp jeder zweite deutsche E-Shopper (49 Prozent) hat schon mal auf einer auslĂ€ndischen Website eingekauft, weil die gesuchten Produkte nicht in Deutschland erhĂ€ltlich sind (55 Prozent) oder sie im Ausland zu einem weitaus gĂŒnstigeren Preis zu haben sind (47 Prozent). Im Trend liegen dabei vor allem Shops aus China (44 Prozent), den USA (32 Prozent) und GroĂbritannien (29 Prozent). Im Warenkorb auslĂ€ndischer Shop-Anbieter landen in erster Linie Produkte aus der Kategorie âHigh Tech/Electronicsâ (15 Prozent), gefolgt von âDVD/CD/Video Gamesâ (14 Prozent) und âFashionâ (12 Prozent). 39 Prozent der deutschen E-Shopper, die bereits einmal online im Ausland eingekauft haben, wollen darauf in Zukunft verzichten. LĂ€ngere Lieferzeiten sind ein wichtiger Grund dafĂŒr.
Das E-Shopper Barometer zeigt auch: Deutschlands E-Shopper haben eine klare Vorstellung davon, wie der Versand bei einem Online-HĂ€ndler auszusehen hat. Gefragt sind vor allem kundenfreundliche Lieferoptionen wie âNext Day Deliveryâ oder eine Sendungsverfolgung in Echtzeit (jeweils 79 Prozent).
E-Commerce – Mehr als zwei Drittel von ihnen (73 Prozent) ist es zudem besonders wichtig, den genauen Zeitpunkt der Paketzustellung zu wissen (1h-Zustellprognose). 67 Prozent wĂŒrden eher zu einem anderen Webshop wechseln, wenn er das gleiche Produkt mit 1-Stunden-Lieferung anbietet. Generell legen mehr als drei Viertel der deutschen E-Shopper (78 Prozent) groĂen Wert darauf, den Paketdienstleister vorher zu kennen. 37 Prozent wollen sich den Paketdienst mit dem besten Service vor der Bestellung selbst aussuchen.
Digitale Plattformen bringen verschiedene Anbieter, Partner und Kunden auf den unterschiedlichsten MĂ€rkten zusammen.
Weltweit werden so MilliardenumsĂ€tze erzielt und ganze Branchen grundlegend verĂ€ndert. Nach Ansicht der groĂen Mehrheit der BundesbĂŒrger profitieren davon alle Beteiligten: Plattformbetreiber ebenso wie die Anbieter von Produkten und Dienstleistungen auf den Plattformen sowie ihre Kunden. Das ist das Ergebnis einer reprĂ€sentativen Befragung von 1.003 BundesbĂŒrgern ab 16 Jahre im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.
Demnach sagen 3 von 5 (60 Prozent), dass die Kunden profitieren. In der Altersgruppe zwischen 16 und 49 Jahre betrĂ€gt der Anteil sogar 70 Prozent. Dass die Anbieter von den Plattformen profitieren, sagen mehr als drei Viertel (77 Prozent) aller Befragten und sogar 82 Prozent unter 50 Jahren. Und 95 Prozent aller Befragten sehen Vorteile fĂŒr die Plattformbetreiber.
âDigitale Plattformen sind in allen Branchen deshalb so erfolgreich, weil sie einen konkreten Nutzen und enorme Mehrwerte etwa durch die Vergleichsmöglichkeiten fĂŒr die Kunden bieten. Anbieter haben so einen neuen, sehr effizienten Vertriebsweg und können neue Kundengruppen erreichenâ, sagt Bitkom-PrĂ€sident Achim Berg.
âWir sollten in Deutschland alles unternehmen, um international erfolgreiche Plattformen zu etablieren. Dazu mĂŒssen wir verstĂ€rkt eine Diskussion ĂŒber die Chancen der Plattform-Ăkonomie fĂŒhren und dĂŒrfen nicht bei Verbots-Debatten und dem Ruf nach mehr Regulierung stehenbleiben.â
Bekannte Beispiele fĂŒr digitale Plattformen, die sich an Privatkunden richten, sind etwa Airbnb, Amazon, Ebay, Flixbus, Netflix, Spotify oder die App-Stores von Apple oder Google. Dazu zĂ€hlen aber ebenso Angebote, die zum Beispiel ArbeitsauftrĂ€ge vermitteln, Bewertungsportale oder Partnerschafts-Börsen. DarĂŒber hinaus gibt es zahlreiche Plattformen, die GeschĂ€ftskunden zusammenbringen oder bei der Finanzierung von Startups helfen.
Drei Viertel der JĂŒngeren nutzen digitale Plattformen
Digitale Plattformen – Mehr als die HĂ€lfte der BundesbĂŒrger (57 Prozent) gibt an, selbst aktiv digitale Plattformen zu nutzen. Dabei kaufen 3 von 5 Befragten (57 Prozent) auf Plattformen ein oder buchen Dienstleistungen. Jeder Vierte (27 Prozent) verkauft selbst Produkte ĂŒber Plattformen oder bietet Dienstleistungen an.
Dabei nutzen JĂŒngere Plattformen deutlich hĂ€ufiger. So sagen unter den 16- bis 29-JĂ€hrigen 78 Prozent, dass sie Plattformen als Kunden nutzen, 39 Prozent sind dort als Anbieter unterwegs. Unter den 30- bis 49-JĂ€hrigen liegen die Anteile mit 76 Prozent Kunden und 36 Prozent Anbietern nur leicht darunter. Unter den 50- bis 64-JĂ€hrigen nutzt dagegen nur eine Minderheit von 43 Prozent Plattformen, unter denjenigen ab 65 Jahre sind es mit 30 Prozent nochmals deutlich weniger.
Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgefĂŒhrt hat. Dabei wurden 1.003 BundesbĂŒrger ab 16 Jahren telefonisch befragt. Die Fragestellungen lauteten: âNutzen Sie selbst digitale Plattformen?â und âWie stark profitieren Ihrer Meinung nach die folgenden Akteure von digitalen Plattformen?â
Digitale Plattformen machen als GeschĂ€ftsstrategie Schule in Deutschland. Fast jedes zweite fĂŒr eine Studie befragte Unternehmen steckt mitten im Aufbau, jedes fĂŒnfte ist bereits Betreiber einer digitalen Plattform. Als Vorbild fĂŒr die strategische Ausrichtung als Plattform stehen unter anderem groĂe Internetkonzerne und Vergleichsportale. FĂŒr 93 Prozent der befragten Experten werden digitale Plattformen in Zukunft eine bedeutende Rolle im GeschĂ€ftsmodell-Mix spielen, fĂŒr 50 Prozent ist es das Modell der Zukunft. Das ergibt die Studie âDigital Platform Managementâ von Sopra Steria Consulting, in Kooperation mit Forschern des Hamburger Informatik Technologie-Centers (HiTeC).
âInsgesamt zeigen die Experteninterviews PlattformaktivitĂ€ten in vielen Branchen und Unternehmen. Das Thema geht jede Entscheiderin und jeden Entscheider an.â, sagt Prof. Dr. Tilo Böhmann vom Hamburger Informatik-Technologiezentrum (HITeC) und der UniversitĂ€t Hamburg.
FĂŒr viele Manager geht es bei der strategischen Entscheidung nicht mehr um das ob, sondern nur noch um das wie. Sie suchen die passende Rolle im Plattformuniversum. âEinige einflussreiche Akteure wollen sich komplett neu als digitale Plattform ausrichten. Andere haben gesehen, dass Plattformpartner wie Paypal und Dropbox erfolgreich sein können und wollen sich als Nischenanbieter auf bestehenden Plattformen einklinkenâ, so Prof. Dr. Paul Drews von der Leuphana UniversitĂ€t LĂŒneburg.
Digitale Plattformen Made in Germany
Digitale Plattformen von Unternehmen in Deutschland finden sich in nahezu allen Branchen. Bekannt sind vor allem Vergleichsportale wie AutoScout24, Check24, FinanzScout24 und Verivox. Im Handel wandelt sich Otto aktuell mit dem Plattformumbau zum Marktplatz. DarĂŒber hinaus wĂ€chst die Zahl der Plattformen in der Industrie und der Fertigung. Siemens bietet mit MindSphere eine Art Betriebssystem fĂŒr das industrielle Internet der Dinge (IoT), Unternehmen können hier Produkte, Anlagen, Systeme und Maschinen vernetzen und die Plattform fĂŒr die Datenanalyse nutzen. Bosch betreibt mit Bosch IoT eine Plattform, die Entwicklern die Arbeit an neuen IoT-Anwendungen erleichtert. Im Finanzsektor entwickelt sich beispielsweise der Versicherer Allianz zum Softwareanbieter. Die offene Plattform Allianz Business System soll grundsĂ€tzlich allen Marktteilnehmern zur VerfĂŒgung stehen, um beispielsweise Tarife und neue Apps zu entwickeln und zu vermarkten.
BCG und Zalando befragten fĂŒr neue Studie 90 globale Fashion-Marken // PlattformgeschĂ€ft treibt E-Commerce-Wachstum in Westeuropa // Unternehmen investieren deutlich mehr in Onlinemarketing
MĂŒnchen/Berlin â Mehr Konsumenten denn je kaufen Mode im Internet. Bereits jetzt entfallen 20 Prozent des gesamten HandelsÂvolumens der befragten Marken auf das OnlinegeschĂ€ft. Bis 2020 wird dieser Anteil auf 25 Prozent anwachsen â mit weiter steigender Tendenz. Entsprechend wandert auch das Marketingbudget der Unternehmen verstĂ€rkt in den Onlinebereich. Das zeigt die gemeinsame Studie Dressed For Digital: The Next Evolution In Fashion Marketing der Strategieberatung Boston Consulting Group (BCG) und von Zalando Marketing Services (ZMS), der Marketingeinheit von Zalando, Europas fĂŒhrender Online-Plattform fĂŒr Mode und Lifestyle. Befragt wurden dafĂŒr 90 globale Fashion-Marken.
âSchon heute wĂ€chst der Onlinehandel der befragten Unternehmen dreimal so schnell wie der herkömmliche Handel. Dieser Trend ist ungebrochen,â, resĂŒmiert Jessica Distler, Partnerin und Fashion-Expertin bei BCG.
Plattformen werden im E-Commerce unverzichtbar
Derzeit ist das UmsatzverhĂ€ltnis zwischen unternehmenseigenen OnlineÂkanĂ€len und Plattformen noch ausgeglichen, doch bis 2020 wird das meiste Geld im PlattformgeschĂ€ft erwirtschaftet. Die UmsĂ€tze auf den Online-MarktplĂ€tzen wachsen mit jĂ€hrlich zwölf Prozent besonders stark. In den eigenen OnlineÂshops hingegen legen sie um ein Drittel weniger zu. âVor allem Firmen mit einem bereits jetzt hohen E-Commerce-Wachstum eröffnen verstĂ€rkt eigene Shops auf Plattformen und erzielen dort knapp zwei Drittel ihrer gesamten OnlineumsĂ€tzeâ, erlĂ€utert Dr. Andreas Antrup, Managing Director Zalando Marketing Services.
Multichannel Handel. Fast die HĂ€lfte der deutschen eBay-HĂ€ndler sind Multichannel-HĂ€ndler und eBay erweitert die âCity-Initiativeâ â eine Initiative zur UnterstĂŒtzung des lokalen Einzelhandels. Expertentipps und verkaufsunterstĂŒtzende MaĂnahmen am POS sollen bei der VerknĂŒpfung der On- und OfflinekanĂ€le helfen
Dreilinden/Berlin 10. Januar 2019 â 48 Prozent der deutschen eBay-HĂ€ndler betreiben neben ihrem eBay Shop auch ein lokales LadengeschĂ€ft und fallen damit unter die Kategorie der Multichannel-HĂ€ndler. Mit dieser Strategie entsprechen sie generell dem Einkaufsverhalten vieler Kunden, die sich heute kanalĂŒbergreifend bewegen und sowohl online als auch offline kaufen. Eine aktuelle Studie von Roland Berger zeigt jedoch, dass 80 Prozent der Unternehmen in Deutschland, die im Online-Handel aktiv sind, noch keine klare Kanal- und Omnichannel-Strategie haben.
Multichannel Handel. Fast die HĂ€lfte der deutschen eBay-HĂ€ndler sind Multichannel-HĂ€ndler und eBay erweitert die âCity-Initiativeâ â eine Initiative zur UnterstĂŒtzung des lokalen Einzelhandels. Expertentipps und verkaufsunterstĂŒtzende MaĂnahmen am POS sollen bei der VerknĂŒpfung der On- und OfflinekanĂ€le helfen. Vor diesem Hintergrund unterstĂŒtzt eBay ab sofort unter dem Schirm von âlokal & digitalâ, der eBay-Initiative zur StĂ€rkung des lokalen Einzelhandels, VerkĂ€ufer bei der VerknĂŒpfung ihres lokalen GeschĂ€fts mit ihrem eBay Shop, um auf diesem Wege neue Kunden zu gewinnen und ihr GeschĂ€ft auszubauen.
2017 hat eBay nach erfolgreichen Piloten in Mönchengladbach und Diepholz âlokal & digital: die eBay City-Initiativeâ gestartet, um StĂ€dten und Kommunen den Weg in den Online-Handel zu erleichtern. Diese Initiative weitet eBay nun aus und unterstĂŒtzt mit lokal & digital lokale EinzelhĂ€ndler bei der VerknĂŒpfung von Online- und Offline-Handel. Teilnehmende HĂ€ndler erhalten Experten-Tipps sowie Sticker und Anzeigetafeln fĂŒr ihr Schaufenster und ihr LadengeschĂ€ft, die auf ihren eBay Shop aufmerksam machen, in dem Kunden jederzeit und von ĂŒberall einkaufen können.
In einer gemeinsamen Studie identifizieren DHL und Euromonitor die vier wesentlichen Trends fĂŒr die Zustellung an Endkunden in Ballungsgebieten.
Im Zuge der zunehmenden Urbanisierung wird die Logistik auf der letzten Meile immer komplexer und wichtiger fĂŒr den Erfolg von E-Commerce-Unternehmen.
Höhere AnsprĂŒche an Lieferzeit und -komfort und wachsende Zahl stĂ€dtischer Konsumenten in Industrie- und SchwellenlĂ€ndern stellen HĂ€ndler und ihre Logistikpartner vor neue Herausforderungen
Unternehmen, die flexible Transportnetze bereitstellen und die Automatisierung und Datennutzung vorantreiben, haben die Nase vorn
Bonn – E-Commerce – DHL-Studie fĂŒr die Logistik auf der letzten Meile auf. Im Zuge der zunehmenden Urbanisierung wird die Logistik auf der letzten Meile immer komplexer und wichtiger fĂŒr den Erfolg von E-Commerce-Unternehmen, so das Ergebnis einer neuen gemeinsamen Studie von DHL und dem Marktforschungsunternehmen Euromonitor.
Bis 2030 werden voraussichtlich nochmals ĂŒber 600 Millionen mehr Menschen in BallungsrĂ€umen leben als heute. Gleichzeitig eröffnen neue Technologien Möglichkeiten fĂŒr eine Verbesserung des Serviceangebots und disruptive Neuerungen.
Vor diesem Hintergrund mĂŒssen die Online-HĂ€ndler und ihre Logistikpartner völlig neue AnsĂ€tze verfolgen, um am Markt zu bestehen und wettbewerbsfĂ€hig zu bleiben. In ihrer Studie Shortening the Last Mile: Winning Logistics Strategies in the Race to the Urban Consumer identifizieren DHL und Euromonitor die vier wesentlichen Trends fĂŒr die Zustellung an Endkunden in Ballungsgebieten – die lokalisierte Lieferung, flexible Zustellnetze, die saisonale Logistik und neue Technologien – sowie AnsĂ€tze, wie Unternehmen ihre Lieferketten auf die neuen Marktgegebenheiten ausrichten und Wettbewerbsvorteile erlangen können.
Prognose: E-Commerce-Anteil am Einzelhandelsumsatz wird bis 2024 nochmals deutlich steigen
E-Commerce – Anteil der Online-UmsĂ€tze am Einzelhandel steigt bis zum Jahr 2024 auf 17,0 Prozent. Bereits zum fĂŒnften Mal legen die Forscher von ibi research an der UniversitĂ€t Regensburg eine Prognose zur Entwicklung des Online-Handels in den nĂ€chsten Jahren vor. Demnach könnte der Anteil der Online-UmsĂ€tze am Einzelhandel bis zum Jahr 2024 auf 17,0 Prozent ansteigen. Diese Zahl basiert auf dem sogenannten âprogressiven Szenarioâ der Untersuchung.
Im Jahr 2017 lag der Anteil noch bei 9,6 Prozent. Im âBasisszenarioâ â also dem wahrscheinlicheren Fall â wird der E-Commerce-Anteil etwas moderater steigen und 2024 bei 15,0 Prozent liegen. Das entspricht einem durchschnittlichen jĂ€hrlichen Anstieg von 6,6 Prozent. Im Vergleich zu den Prognosen der Vorjahre rechnen die Regensburger Experten also mit einem etwas langsameren Wachstum der E-Commerce-UmsĂ€tze.
Mit der Studie âEâCommerce-Strategien fĂŒr den mittelstĂ€ndischen Einzelhandelâ zeigte das Regensburger Forschungsinstitut ibi research an der UniversitĂ€t Regensburg im Herbst 2014 im Auftrag des bayerischen Wirtschaftsministeriums mittelstĂ€ndischen EinzelhĂ€ndlern strategische Optionen im Umgang mit der Digitalisierung im Handel auf und gab Handlungsempfehlungen. Im Rahmen der Studie wurde auch eine Prognose der Entwicklung des E-Commerce ĂŒber fĂŒnf Jahre erstellt und seither jĂ€hrlich aktualisiert. Jetzt liegt die neue Prognose der Experten bis zum Jahr 2024 vor.
Weiterhin hohes, aber etwas langsameres EâCommerce-Wachstum
Die Dynamik im EâCommerce ist demnach unverĂ€ndert hoch. Die UmsĂ€tze im Online-Handel wuchsen zwischen 2010 und 2017 jĂ€hrlich um durchschnittlich 18,1 Prozentâ und das, obwohl die UmsĂ€tze des gesamten Einzelhandels, also inklusive des stationĂ€ren Handels, im selben Zeitraum nur um 2,7 Prozent pro Jahr (preisbereinigt gar nur um 1,4 Prozent p. a.) zulegten. Diese relativ magere Entwicklung des (stationĂ€ren) Handels geht vor allem zulasten der mittelstĂ€ndischen FachhĂ€ndler. Deren Marktanteil hat sich von 2000 bis 2017 nahezu halbiert.
Online-Marktanteil am Einzelhandel im Jahr 2024 könnte ĂŒber 15 Prozent betragen
Der Anteil des EâCommerce an den EinzelhandelsumsĂ€tzen betrug 2017 noch 9,6 Prozent. Bis zum Jahr 2024 soll er bis auf 15,0 Prozent ansteigen (Basisszenario), wobei im progressiven Szenario sogar ein Anstieg bis auf 17,0 Prozent erwartet wird. âBerĂŒcksichtigt man, dass im Lebensmitteleinzelhandel der Online-Verkauf in der Breite noch kaum eine Rolle spielt, ergibt sich fĂŒr den restlichen Einzelhandel (ohne Lebensmittel) bereits heute ein Online-Anteil am Umsatz von rund 15 Prozentâ, weiĂ Holger Seidenschwarz, Handelsexperte bei ibi research und fĂŒr die Studie verantwortlich.
Im Vergleich zu den Prognosen der Vorjahre wird aber ein langsamerer Anstieg erwartet. Im letzten Jahr etwa hatten die Forscher bereits fĂŒr 2023 einen Anteil von 15,5 Prozent im Basisszenario erwartet. Dieser Wert wird nun voraussichtlich erst einige Zeit spĂ€ter erreicht. âDennoch ist aus unserer Sicht noch kein Ende des Online-Booms absehbarâ, so Seidenschwarz weiter.
GroĂe Unternehmen starten durchschnittlich 29 verschiedene Initiativen zur Digitalisierung vor der Anwendung, ganze 86 Prozent haben letztlich nicht eine davon skaliert.
now.digital – Patrick Upmann. Berlin, 2. Januar 2019 â Es klafft eine deutliche LĂŒcke zwischen Erwartungen und RealitĂ€t bei der Digitalisierung von Lieferketten, wie die Studie âThe digital supply chainâs missing link: focusâ des Capgemini Research Institute zeigt. WĂ€hrend genau die HĂ€lfte der befragten Unternehmen die Digitalisierung der Lieferkette zu den Top Drei ihrer PrioritĂ€ten zĂ€hlt, kĂ€mpfen die meisten von ihnen immer noch damit, Projekte ĂŒber die Testphase hinauszubringen (86 Prozent).
Oberstes Ziel: Kosteneinsparungen und neue Umsatzmöglichkeiten
Digitalisierung – Mehr als drei Viertel (77 Prozent) der Unternehmen geben an, dass ihre Investitionen in die Lieferkette von dem Wunsch nach Kosteneinsparungen getrieben werden, wobei steigende UmsĂ€tze (56 Prozent) und die UnterstĂŒtzung neuer GeschĂ€ftsmodelle (53 Prozent) ebenfalls hĂ€ufig genannt werden. Unternehmen, insbesondere in GroĂbritannien (58 Prozent), Italien (56 Prozent), den Niederlanden (54 Prozent) und Deutschland (53 Prozent) nennen die Digitalisierung der Lieferkette eine ihrer höchsten PrioritĂ€ten. Die groĂe Begeisterung fĂŒr die Fokussierung auf Initiativen zur digitalen Lieferkette lĂ€sst sich durch die Aussicht auf Rendite (ROI) erklĂ€ren, die sie bieten. Die Studie ergab, dass der ROI fĂŒr die Automatisierung in der Lieferkette und im Einkauf durchschnittlich 18 Prozent betrug, verglichen mit 15 Prozent fĂŒr Initiativen in der Personalabteilung, 14 Prozent in der Informationstechnologie, 13 Prozent im Kundenservice und 12 Prozent im Finanz- und Rechnungswesen sowie in Forschung und Entwicklung. Dem Bericht zufolge dauert die Amortisation fĂŒr die Automatisierung der Lieferkette im Schnitt nur zwölf Monate.
Investitionen zu dĂŒnn gestreut, Skalierung von Pilotprojekten schwierig
Digitalisierung – Die befragten Unternehmen haben durchschnittlich 29 digitale Lieferkettenprojekte in der Ideen-, Proof-of-Concept- oder Pilotphase. Nur 14 Prozent haben es geschafft, eine ihrer Initiativen auf den Einsatz an mehreren Standorten oder in vollem Umfang zu skalieren.  Von denen, die eine gewisse GröĂenordnung erreicht haben, berichten 94 Prozent, dass ihre BemĂŒhungen direkt zu einer Steigerung der Einnahmen gefĂŒhrt haben. Die Ergebnisse derjenigen, die zur Umsetzung ĂŒbergegangen sind, deuten darauf hin, dass Unternehmen sich zuviel vornehmen und nicht ausreichend auf strategische PrioritĂ€ten konzentrieren. Die Unternehmen, die erfolgreich Initiativen skaliert haben, hatten durchschnittlich sechs Projekte in Machbarkeitsstudien, wĂ€hrend diejenigen, die nicht skaliert haben, durchschnittlich elf Projekte verfolgten.
Es gibt auch eine deutliche LĂŒcke in Bezug auf Verfahren und Methodik zwischen Unternehmen, die Initiativen zur digitalen Lieferkette in groĂem MaĂstab umgesetzt hatten und den anderen. Die ĂŒberwiegende Mehrheit der erfolgreich skalierten Unternehmen sagt, dass sie ĂŒber ein klares Verfahren zur Bewertung des Erfolgs von Pilotprojekten (87 Prozent vs. 24 Prozent) und klare Richtlinien fĂŒr die Priorisierung der Projekte verfĂŒgten, die Investitionen erforderten (75 Prozent vs. 36 Prozent).
Ralph Schneider-Maul, Leiter Supply Chain Management bei Capgemini Invent, DACH ergĂ€nzt: âWĂ€hrend die meisten groĂen Unternehmen die Potenziale der digitalen Lieferkette deutlich erkennen, scheinen nur wenige die notwendigen Mechanismen und Verfahren implementiert zu haben, um aus dem Versuchsstadium in die operative Skalierung zu kommen. Unternehmen fĂŒhren in der Regel viele Projekte durch, ohne die notwendige IT- und physische Infrastruktur aufgebaut zu haben und ohne den nötigen fokussierten, wertorientierten Ansatz. Dabei macht dieser den Erfolg der MarktfĂŒhrer erst möglich. Die Digitalisierung der Supply Chains ist dagegen nur möglich, wenn die derzeitigen Investitionen rationalisiert und Fortschritte bei denjenigen erzielt werden, die nachweislich den gröĂten Wertbeitrag erzielen. Dabei mĂŒssen grundlegende Voraussetzungen geschaffen werden, um eine Skalierung erfolgreicher PoC sicherzustellen. DarĂŒber hinaus mĂŒssen Lieferanten und anderen externen Partner in den Prozess des Wandels einbezogen werden.â
Schritte zur erfolgreichen Supply Chain Transformation
Die Studie rÀt, von erfolgreichen Unternehmen zu lernen und sich auf drei Kernbereiche zu konzentrieren:
Beraten und auf Linie bringen: Stellen Sie sicher, dass die Transformation von FĂŒhrungskrĂ€ften der C-Suite und dem Senior Management gesteuert werden. Die Digitalisierung der Lieferkette ist ein komplexer Prozess, der Planung, Beschaffung, IT und Personal umfasst und daher nicht von einer einzigen GeschĂ€ftseinheit geleitet werden kann, sondern von oben gesteuert werden muss, um erfolgreich zu sein. Die FĂŒhrung muss sich fĂŒr diese Transformation einsetzen und strategisch auf die Ziele und PrioritĂ€ten konzentrieren. Die Digitalisierung der Lieferkette ist ein wesentlicher Bestandteil der Erreichung der Unternehmensziele und muss auch mit gröĂeren Anstrengungen in Einklang gebracht werden, wie mehr Kundenzufriedenheit, so dass nicht nur die Sparpotenziale betrachtet werden.
Aufbauen: Damit die Digitalisierung der Lieferkette erfolgreich ist, mĂŒssen sowohl vor- als auch nachgelagerte Partner wie Lieferanten und Distributoren bzw. Logistikdienstleister eingebunden werden und Teil der DigitalisierungsbemĂŒhungen werden. Die Silos zwischen den verschiedenen Lieferkettenfunktionen und den Technologieteams aufzubrechen ist ebenfalls entscheidend fĂŒr den Erfolg der Initiativen.
Aktivieren: WĂ€hrend die oben genannten MaĂnahmen beim Start der Digitalisierung helfen, mĂŒssen Unternehmen auch in SchlĂŒsselbereiche investieren, um sie am Laufen zu halten. Dazu zĂ€hlt, eine kundenorientierte Denkweise aufzubauen und AnsĂ€tze zu entwickeln, um ihre Mitarbeiter zu gewinnen, zu halten und weiterzubilden.
Rob Burnett, CIO Global Supply Chain & Engineering bei GE Transportation, kommentiert diesen Ansatz wie folgt: âDie UnterstĂŒtzung des Managements ist enorm wichtig zur Identifizierung und Investition in die richtigen Projekte, die wirklich zu Verbesserungen fĂŒhren können. Statt einer Kostenstelle kann die Lieferkette eine Quelle der Innovation und Effizienz fĂŒr das gesamte Unternehmen sein. DafĂŒr ist es wichtig, sich weiterhin stark auf Projekte mit PrioritĂ€t zu konzentrieren, um den Ball ins Rollen zu bringen. Es sollte eine gröĂere WertschĂ€tzung dafĂŒr geben, dass weniger manchmal mehr ist.â
Mehr Anwendungen mit robototerbasierter Prozessautomatisierung (RPA) und Internet der Dinge (IoT)
Die Studie von Capgemini untersuchte die 25 hĂ€ufigsten AnwendungsfĂ€lle und analysiert jeden einzelnen auf eine einfache Implementierung und den tatsĂ€chlichen Nutzen, um diejenigen zu identifizieren, die einen strategischen Gewinn bringen. In diesen sind RPA und IOT hĂ€ufiger im Einsatz, sei es in der Auftragsabwicklung, mit intelligenten Sensoren zur Ăberwachung des Produktzustands sowie zur Aktualisierung und Wartung angeschlossener Produkte. Basierend auf Arbeitsbeispielen aus der gesamten heutigen Lieferkette konnten AnwendungsfĂ€lle gefunden werden, die Zeit und Geld bei den Lieferkettenprozessen sparen.
Eine Kopie der Studie kann hier heruntergeladen werden.
Forschungsmethodik
Das Capgemini Research Institute befragte Supply-Chain-FĂŒhrungskrĂ€fte aus 1001 Unternehmen aus der KonsumgĂŒter-, Einzelhandels- und Fertigungsbranche zu ihren bestehenden digitalen Lieferketteninitiativen. 80 Prozent dieser Unternehmen verzeichneten im GeschĂ€ftsjahr 2017 einen Umsatz von mehr als einer Milliarde US-Dollar. Die Umfrage wurde von April bis Mai 2018 durchgefĂŒhrt. Das Team fĂŒhrte auch Interviews mit Supply Chain Managern.
Berlin, 17. Dezember 2018 â Wieviel ist KĂŒnstliche Intelligenz (KI) im Handel wert und wo liegen die Wachstumschancen?
Eine neue Studie des Capgemini Research Institute errechnet ein 300+ Milliarden US-Dollar Potenzial fĂŒr HĂ€ndler, die ihre aktuellen KI-Anwendungen skalieren und erweitern. Bisher ist das allerdings nur bei 1 Prozent der beobachteten AnwendungsfĂ€lle möglich. Im Rahmen der Studie âRetail superstars: How unleashing AI across functions offers a multi-billion dollar opportunityâ wurden 400 global tĂ€tige Handelsunternehmen befragt, die KI-Anwendungen bereits in unterschiedlichen Reifegraden einsetzen und gemeinsam 23 Prozent des Umsatzes im globalen Einzelhandelsmarkt reprĂ€sentieren.
Achim Himmelreich, globaler Leiter Customer Engagement fĂŒr KonsumgĂŒter und Handel bei Capgemini, meint: âDie HĂ€ndler weltweit scheinen nun zu wissen, wie wichtig KI fĂŒr ihre zukĂŒnftige WettbewerbsfĂ€higkeit sein wird. Das Bewusstsein ist da und erste Schritte wurden eigeleitet. Der groĂflĂ€chige Einsatz in der Praxis ist jetzt der nĂ€chste Meilenstein. Vor allem aber sollten HĂ€ndler der Versuchung widerstehen, nur kurzfristige Renditeziele zu verfolgen und dabei Kunden â vor allen Dingen im Sinne langfristiger Kundenbindndung â aus dem Blick zu verlieren. Laut unserer Studie legt der GroĂteil der Unternehmen bei KI vor allem Wert auf Kosten, Daten und Return on Invest (ROI), statt zu beobachten, welche Steine sie ihren Kunden damit in den Weg legen. Langfristig werden sich loyale Kunden wesentlich nachhaltiger in finanziellen Kennziffern niederschlagen.â
Wesentliche Erkenntnisse der Studie sind:
Mehr als ein Viertel (28 Prozent) der HĂ€ndler verwenden heutzutage KI: Dies entspricht einem deutlichen Anstieg von 17 Prozent im Jahr 2017, seit 2016 hat sich dieser Prozentsatz versiebenfacht (4 Prozent).
KI schafft ArbeitsplĂ€tze, die Verluste sind bisher ĂŒberschaubar: 71 Prozent der HĂ€ndler geben an, dass KI heute ArbeitsplĂ€tze schafft, wobei sich ĂŒber zwei Drittel (68 Prozent) dieser Jobs auf einem recht erfahrenen Niveau bewegen. Dagegen erklĂ€rten 75 Prozent, dass KI bislang keinerlei ArbeitsplĂ€tze in ihrer Organisation ersetzt habe. Diejenigen die sagten, dass ArbeitsplĂ€tze eingespart wurden, schĂ€tzen die Zahl auf 25 oder weniger.
KI fĂŒhrt zu weniger Kundenbeschwerden und höheren UmsĂ€tzen: HĂ€ndler sind sich bemerkenswert einig bezĂŒglich des Einflusses von KI auf die Kundenbeziehung und UmsĂ€tze: WĂ€hrend die Erwartungen seit 2017 sanken, erwarten 98 Prozent der Befragten, die KI in kundennahen Funktionen einsetzen, bis zu 15 Prozent weniger Kundenbeschwerden, wĂ€hrend 99 Prozent der Befragten einen Anstieg der UmsĂ€tze von bis zu 15 Prozent erwarten. Das ist ein bedeutender Sprung seit 2017, als die Antworten von âNullâ ĂŒber â15 Prozent Wachstumâ bis hin zu âich weiĂ es nichtâ reichten.
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Um die Chancen fĂŒr zukĂŒnftiges Wachstum, wie den erwarteten Nutzen und eine realistische Umsetzung, zu berechnen, analysierte das Capgemini Research Institute 43 AnwendungsfĂ€lle fĂŒr KI mit folgendem Ergebnis:
Nur wenige Handelsunternehmen können tatsĂ€chlich Milliarden einsparen: Laut der Studie können EinzelhĂ€ndler in der Zukunft 300+ Milliarden US-Dollar einsparen, indem sie die KI-Anwendungen ĂŒber die gesamte Lieferkette hinweg skalieren. Bei der PrĂŒfung aller aktiven KI-Anwendungen zeigte sich jedoch, dass nur 1 Prozent dieser Projekte fĂŒr eine Implementierung an mehreren Standorten oder bei einer vollstĂ€ndigen, flĂ€chendeckenden Implementierung geeignet ist.
Mangelnder Fokus auf einfache, kundenorientierte Implementierungen: Diese mangelnde Skalierbarkeit beruht wahrscheinlich darauf, dass HĂ€ndler sich auf komplexere Projekte mit höherer Rendite konzentrieren. EinzelhĂ€ndler, die KI anwenden, arbeiten acht Mal hĂ€ufiger an Projekten mit hoher KomplexitĂ€t als an âquick winsâ, die einfacher zu skalieren sind. Bei den bisherigen Implementierungen fehlt zudem der Fokus auf die Benutzerfreundlichkeit: Treibende KrĂ€fte hinter den derzeitigen KI-Implementierungen sind Kosten (62 Prozent) und ROI (59 Prozent), wĂ€hrend die Kundenerfahrung (10 Prozent) und die bekannten Kunden âpain pointsâ (7 Prozent) erheblich niedrigere PrioritĂ€t haben.
Enormes Potenzial fĂŒr die KI im Betrieb: Heute sind nur 26 Prozent der KI-AnwendungsfĂ€lle auf den Betrieb ausgelegt, die aber hinsichtlich der Renditen zu den profitabelsten gehören. Zu den herausragenden Beispielen zĂ€hlen die Verwendung von AI fĂŒr Beschaffungsaufgaben (rund 7,9 Prozent ROI), die Verwendung von Bilderkennungsalgorithmen zur Diebstahlerfassung im GeschĂ€ft (7,9 Prozent) und die Optimierung der Supply-Chain-Routenplanung (7,6 Prozent). Eine digitale und optimierte Lieferkette bietet groĂe Chancen, da KI hier deutlich mehr Effizienz bringt.
EinzelhĂ€ndler sind realistischer in Bezug auf ihre Bereitschaft fĂŒr KI
Nun, wo KĂŒnstliche Intelligenz in der Praxis angekommen ist, sind auch die Unternehmen realistischer, was ihre eigene Bereitschaft dafĂŒr angeht. WĂ€hrend im Jahr 2017 noch 78 Prozent behaupteten, dass sie ĂŒber die fĂŒr die Implementierung der KI erforderlichen FĂ€higkeiten verfĂŒgen, sind es heute nur noch 53 Prozent. Mehr als acht von zehn EinzelhĂ€ndlern waren 2017 zuversichtlich, dass ihr Datenökosystem fĂŒr die Implementierung der KI bereit ist. In der aktuellen Studie ist dieser Wert auf 55 Prozent gefallen. Der Anteil von Organisationen, die angeblich eine Roadmap fĂŒr die KI-Implementierung haben, ist von 81 Prozent im Jahr 2017 auf nur noch 36 Prozent gesunken.
Das Capgemini Research Institute befragte im August 2018 400 FĂŒhrungskrĂ€fte von EinzelhĂ€ndlern in den USA, GroĂbritannien, Frankreich, Deutschland, China, Indien, Italien, Spanien, Schweden und den Niederlanden. Alle Befragten gaben an, dass sie KI-AnwendungsfĂ€lle in verschiedenen Reifegraden ĂŒber eine Reihe von Einzelhandelssektoren und LĂ€ndern hinweg implementieren. Im Oktober 2018 fĂŒhrte Capgemini eine umfangreiche SekundĂ€rforschung durch, die sich auf die 250 umsatzstĂ€rksten EinzelhĂ€ndler konzentrierte. Die Umsatzzahlen wurden aus den bei Bloomberg fĂŒr 2017 veröffentlichten Einnahmen ermittelt.Die Stichprobe stellt eine Mischung aus EinzelhĂ€ndlern dar, die in mehreren Teilbereichen und Regionen des Einzelhandels tĂ€tig sind.
Ăber Capgemini
Capgemini ist einer der weltweit fĂŒhrenden Anbieter von Management- und IT-Beratung, Technologie-Services und Digitaler Transformation. Als ein Wegbereiter fĂŒr Innovation unterstĂŒtzt das Unternehmen seine Kunden bei deren komplexen Herausforderungen rund um Cloud, Digital und Plattformen. Auf dem Fundament von 50 Jahren Erfahrung und umfangreichem branchenspezifischen Know-how hilft Capgemini seinen Kunden, ihre GeschĂ€ftsziele zu erreichen. HierfĂŒr steht ein komplettes Leistungsspektrum von der Strategieentwicklung bis zum GeschĂ€ftsbetrieb zur VerfĂŒgung. Capgemini ist ĂŒberzeugt davon, dass der geschĂ€ftliche Wert von Technologie durch Menschen entsteht. Die Gruppe ist ein multikulturelles Unternehmen mit 200.000 Mitarbeitern in ĂŒber 40 LĂ€ndern, das 2017 einen Umsatz von 12,8 Milliarden Euro erwirtschaftet hat.
Das Capgemini Research Institute[1] ist Capgeminis hauseigener Think-Tank in digitalen Angelegenheiten. Das Institut veröffentlicht Forschungsarbeiten ĂŒber den Einfluss digitaler Technologien auf groĂe Unternehmen. Das Team greift dabei auf das weltweite Netzwerk von Capgemini-Experten zurĂŒck und arbeitet eng mit akademischen und technologischen Partnern zusammen. Das Institut hat Forschungszentren in GroĂbritannien, Indien und den USA.
Quelle: Capgemini Research
[1] Das âDigital Transformation Instituteâ wurde kĂŒrzlich in âCapgemini Research Instituteâ umbenannt.