Neue OnlinemarktplÀtze wecken Interesse deutscher Konsumenten
E-Commerce – die Ergebnisse des neuen Consumer Barometers von KPMG und dem Kölner Institut fĂŒr Handelsforschung, fĂŒr das 500 Konsumenten online befragt wurden, zeigen das wachsende Interesse an den gĂŒnstigen neuen Anbietern.
OnlinemarktplĂ€tze sind bei deutschen Online-Shoppern etabliert. Bei der aktuellen Befragung fĂŒr das Consumer Barometer von IFH Köln und KPMG gaben sieben von zehn der befragten Konsumenten an, schon bei eBay und Amazon-Marketplace gekauft zu haben. eBay hat mit 73 Prozent leicht die Nase vorn.
Neuere OnlinemarktplÀtze aus dem Ausland wie Wish und AliExpress sind hingegen noch deutlich unbekannter. Allerdings haben immerhin 15 Prozent der Befragten schon einmal etwas bei Wish gekauft, etwa ebenso viele haben zumindest die Website oder App bereits besucht.
OnlinemarktplĂ€tze – neben jenen, die neuere MarktplĂ€tze bereits einmal genutzt haben, können sich 23 Prozent der Konsumenten vorstellen, kĂŒnftig bei neuen Anbieter einzukaufen. Weitere 26 Prozent sind noch unentschlossen, ob sie Wish und Co. in Zukunft nutzen werden. Das zeigen die Ergebnisse des Consumer Barometers von IFH Köln und KPMG, fĂŒr das 500 Konsumenten befragt wurden.
âZwar werden die etablierten OnlinemarktplĂ€tze in Deutschland noch klar bevorzugt, aber die neuen Anbieter stoĂen mit ihrem Fokus auf SchnĂ€ppchenangebote auch hierzulande auf nennenswertes Interesse. Der Discounter-Ansatz funktioniert also auch bei Onlineplattformen. Entscheidend fĂŒr die weitere Entwicklung wird sein, wie gut Bedenken insbesondere bezĂŒglich der VertrauenswĂŒrdigkeit und der QualitĂ€tsstandards beim Konsumenten ausgerĂ€umt werden könnenâ, so Mark Sievers, Head of Consumer Markets bei KPMG.
Wie wichtig diese Aspekte aus Sicht der Konsumenten sind, zeigt ein Blick auf die Kaufkriterien: Vertrauen bzw. SeriositĂ€t (74 %) und eine gute QualitĂ€t (71 %) liegen mit Abstand vorne. Erst an dritter Stelle folgt mit knapp 50 Prozent ein gĂŒnstiger Preis. Aber auch mit dem Preis können Marktplatzanbieter punkten: FĂŒr viele Befragte ist dieser wichtiger als ein bequemer Einkauf oder die schnelle Lieferung. Die gröĂte Barriere fĂŒr den Kauf bei einem auslĂ€ndischen Anbieter ist der Zoll. Sieben von zehn Befragten vermeiden es, Produkte im EU-Ausland zu erwerben, um den Zoll zu umgehen.
Aktuell werden etablierte Anbieter fĂŒr alle Warengruppen â von Geschenkartikeln ĂŒber Kosmetikprodukte bis hin zu CE & Elektro â deutlich bevorzugt. Am ehesten können sich die befragten Konsumenten vorstellen, bei einem neueren Anbieter Geschenk- oder Modeartikel zu ordern.
âVor allem, wenn es um Lebensmittel oder auch ElektrogerĂ€te geht, sinkt die Bereitschaft aller Konsumenten, neuere und unbekanntere Anbieter zu nutzen â hier fehlt das Vertrauen. Dennoch stehen einzelne Nutzergruppen â allen voran die zukunftsweisenden Smart Consumer â neuen Anbietern insgesamt offen gegenĂŒber. Damit könnten sie fĂŒr neue OnlinemarktplĂ€tze durchaus zu einer interessanten Zielgruppe werdenâ, so Dr. Kai Hudetz, GeschĂ€ftsfĂŒhrer des IFH Köln.
Auf Basis vierteljĂ€hrlicher gemeinsamer Konsumentenbefragungen von KPMG und dem IFH Köln werden neueste Trends im Handel und Konsumentenverhalten analysiert. Im Fokus dieser Ausgabe steht das Thema Onlineplattformen. FĂŒr die Kurzstudie wurden 500 Konsumenten reprĂ€sentativ online befragt. Die ausfĂŒhrlichen Ergebnisse können unter www.kpmg.de/consumerbarometer heruntergeladen werden â auĂerdem ist eine Anmeldung fĂŒr den Newsletter möglich.
Quelle: KMPG
Patrick Upmann
Interim Manager E-Commerce
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