EHI und Statista erfassen Top 250 Onlineshops in ĂsterreichÂ
Die 250 umsatzstĂ€rksten Onlineshops von Ăsterreich können sich ĂŒber ein zweistelliges Wachstum freuen. âDie Player auf den zehn vordersten PlĂ€tzen des Rankings verbuchen fast die HĂ€lfte des Gesamtumsatzes der Top-250-Onlineshopsâ, so Nina Langer, Autorin und Projektleiterin E-Commerce ĂŒber ein Ergebnis der aktuellen Studie âE-Commerce-Markt Ăsterreich 2020â von EHI und Statista, die die 250 umsatzstĂ€rksten B2C Onlineshops fĂŒr physische GĂŒter in Ăsterreich analysiert. âDie Studie zeigt, dass der österreichische Handel einen fundamentalen strukturellen VerĂ€nderungsprozess durchlĂ€uft, der von einer exponentiellen technologischen Entwicklung angetrieben wirdâ, so Rainer Will, GeschĂ€ftsfĂŒhrer des Handelsverband Ăsterreich. âDie Covid-Krise wirkt als Urknall der Digitalisierung und als Turboboost fĂŒr den E-Commerce. Am Ende des Jahres wird unser Land erstmals einen E-Commerce-Anteil am gesamten Einzelhandelsumsatz von mehr als 11 Prozent erreichen.â
Top 10 marktbestimmend
Mit einem Umsatzplus von 13,5 Prozent gegenĂŒber 2018 wĂ€chst der E-Commerce Markt in Ăsterreich von einem Gesamtumsatz der Top-250-Onlineshops von 3,17 Mrd. Euro auf 3,60 Mrd. Euro in 2019. Die Marktkonzentration ist weiterhin hoch, die Top 10 machen mit 49,7 Prozent in diesem Jahr knapp die HĂ€lfte des Gesamtumsatzes aus. Bei den vorderen PlĂ€tzen gab es gegenĂŒber den Vorjahreserhebungen keine Ănderungen. Nach wie vor wird das Ranking von amazon.de** (834,3 Mio. Euro), zalando.at (346,8 Mio. Euro) und universal.at (111,9 Mio. Euro) angefĂŒhrt. Im Unterschied zum deutschen Markt schafft es neben den Generalisten, Bekleidungs- und Unterhaltungselektronikanbietern auch ein Unternehmen mit dem Hauptproduktsegment Drogerie und Gesundheit unter die Top 10: shop-apotheke.at konnte seinen Platz im Ranking von vormals sechs nun auf Platz vier verbessern. Die Shops auf den PlĂ€tzen 11 bis 100 liegen bei 37,4 Prozent des Gesamtumsatzes und den kleinsten Anteil haben auch in diesem Jahr wieder die Shops auf den PlĂ€tzen 101 bis 250 mit 12,9 Prozent.
Inlandspotenzial
Die Studie erscheint bereits im zehnten Jahr. In diesem Zeitraum hat sich das Marktvolumen mehr als verdoppelt. 2010 lagen die UmsĂ€tze bei 1,64 Mrd. Euro. Insgesamt zeigen die Daten der letzten zehn Jahre ein erhebliches Wachstum der Top Player und damit verbunden eine starke Zunahme der Marktkonzentration am E-Commerce-Markt. Hon. Prof.(FH) Prof. Dr. Anton Salesny vom Institut fĂŒr Handel und Marketing an der WirtschaftsuniversitĂ€t Wien und Kooperationspartner der Studie kommentiert das Potenzial: âEin GroĂteil der österreichischen Internetausgaben flieĂt nach wie vor in den internationalen Online-Handel. Auch Versuche, durch Einrichtung österreichischer und regionaler Plattformen diese AbflĂŒsse in das Ausland wesentlich zu reduzieren, zeigten in den letzten Jahren noch nicht den gewĂŒnschten Erfolg.â

Beliebte Touchpoints
Immer mehr Handelsunternehmen im E-Commerce nutzen neben dem Onlineshop weitere VertriebskanĂ€le. Die Verbreitung der stationĂ€ren LadengeschĂ€fte im deutschsprachigen Raum als zusĂ€tzlicher Vertriebskanal zum Onlineshop bleibt annĂ€hernd konstant (2020: 69,2 Prozent, 2019: 68,0 Prozent). Bei den digitalen Touchpoints stellen sich die Handelsunternehmen breiter auf als im Vorjahr. Insbesondere im Corona-Jahr 2020 waren zeitweise digitale Touchpoints die ersten Anlaufstellen fĂŒr Shopper. Dass neben dem Onlineshop MarktplĂ€tze wie Ebay und Amazon als zusĂ€tzliche VertriebskanĂ€le vermehrt genutzt werden, zeigt insbesondere der Anstieg bei Amazon von 30,4 Prozent im Vorjahr auf 35,2 Prozent in diesem Jahr. Bei Ebay war der Anstieg etwas moderater: Von 27,2 Prozent der Top-250-Onlineshops 2019 ist der Anteil 2020 auf 29,6 Prozent gestiegen. Spannend bleibt auch die Entwicklung bei Instagram und wie sich das Thema Social Commerce und die Möglichkeiten des Check-Out direkt auf der sozialen Plattform durchsetzen werden. Die Studie konnte zeigen, dass noch mehr Shops als im Vorjahr ein Profil auf Instagram haben: Der Anteil stieg von 68,0 Prozent auf 74,0 Prozent.
Die Studie ist im EHI-Shop und ĂŒber Statista erhĂ€ltlich.
Interaktive Grafik und Tabelle mit den Top-30-Onlineshops in Ăsterreich
Die 30 umsatzstĂ€rksten Onlineshops in Ăsterreich stehen als interaktive Grafik zur VerfĂŒgung. Die Top-30-Onlineshops lassen sich jeweils nach Branche filtern. AuĂerdem lĂ€sst sich ĂŒber die untere MenĂŒleiste der Grafik ĂŒber den Punkt âFreigebenâ ein Einbettungscode abrufen, mit dem die Infografik in die eigene Website eingebettet werden kann, sodass Nutzer hier selbst verschiedene Ansichten wĂ€hlen können. Das Ranking der 30 umsatzstĂ€rksten Onlineshops in Ăsterreich steht auf unserer Webseite zur VerfĂŒgung.
*Anmerkungen und Methodik
Die Angaben der Studie beruhen auf einer HĂ€ndler-Befragung (EHI) und Statista-Hochrechnungen auf Basis einer Regressionsanalyse sowie Unternehmensangaben aus GeschĂ€ftsberichten, Pressemitteilungen sowie Unternehmenswebsites und ergĂ€nzt um SekundĂ€rdaten. Schwerpunkt der Untersuchung waren B2C-Onlineshops mit Ausnahme von MarktplĂ€tzen. BerĂŒcksichtigt wurde der Umsatz mit physischen GĂŒtern. Der Umsatz mit digitalen GĂŒtern wie Apps und Streaming-Diensten von Shops, z.B. Apple iTunes und Spotify, wurde nicht berĂŒcksichtigt. Durch die permanente Anpassung der Umsatzmodellierung kommt es teilweise zu VerĂ€nderungen bei den Umsatzzahlen der modellierten Shops.
Betreibt ein Unternehmen mehrere Onlineshops, so wurde jeder Shop separat betrachtet.
Definition E-Commerce-Umsatz: Nettoumsatz des jeweiligen Onlineshops in Ăsterreich im Jahr 2019, bereinigt von Retouren, exkl. Umsatzsteuer und nur aus der reinen GeschĂ€ftstĂ€tigkeit des Onlineshops (ohne sonstige betriebliche ErtrĂ€ge des Unternehmens).
** Amazon
Umsatzermittlung: Der Gesamtumsatz fĂŒr Deutschland betrĂ€gt laut GeschĂ€ftsbericht 19,9 Mrd. Euro. Dieser inkludiert jedoch Service- und Subscription-UmsĂ€tze (Provisionen fĂŒr Angebote Dritter auf dem Marktplatz, Prime-Mitgliedschaften, audible.de etc.) sowie alle KĂ€ufe auf Amazon in Deutschland, die auĂerhalb Deutschlands getĂ€tigt wurden. Nach Abzug der Service-UmsĂ€tze sowie der UmsĂ€tze weiterer Amazon-Angebote ergibt sich der Produktumsatz fĂŒr amazon.de, fĂŒr den der Umsatzanteil fĂŒr österreichische Endkonsumenten ermittelt wurde.
Quelle: EHI/ Statista







