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Bitkom – E-Commerce und Payment News, Berichte und Studien. now.digital by Patrick Upmann – Interim Manager und agiles Projektmanagement.

  • Cloud-Computing – Datenschutz und IT-Sicherheit Top-Kriterien bei Anbieterwahl

    Cloud-Computing – Datenschutz und IT-Sicherheit Top-Kriterien bei Anbieterwahl

    Bitkom Research und KPMG veröffentlichen Cloud-Monitor 2020.
    Drei von vier Unternehmen nutzen Cloud-Computing


    Cloud-Computing bleibt auf Wachstumskurs: Drei von vier Unternehmen (76 Prozent) nutzten im Jahr 2019 Rechenleistungen aus der Cloud – im Vorjahr waren es 73 Prozent und im Jahr 2017 erst 66 Prozent. Das ist das Ergebnis einer reprĂ€sentativen Umfrage von Bitkom Research im Auftrag der KPMG AG unter 555 Unternehmen ab 20 Mitarbeitern in Deutsch-land. Weitere 19 Prozent planen oder diskutieren den Cloud-Einsatz. Nur 6 Prozent wollen auch kĂŒnftig auf die Cloud verzichten. „Cloud-Anwendungen haben sich in der gesamten Wirtschaft durchgesetzt. Die Unternehmen haben verstanden, dass Cloud-Computing eine grundlegende Technologie fĂŒr das GeschĂ€ft von morgen ist“, sagt Dr. Axel Pols, GeschĂ€ftsfĂŒhrer von Bitkom Research. Cloud-Computing bezeichnet aus Sicht der Anwender die bedarfsgerechte Nutzung von IT-Leistungen wie beispielsweise Software, Speicherplatz oder Rechenleistung ĂŒber Datennetze. Das Datennetz kann ein unternehmens- bzw. organisationsinternes Intranet (Private-Cloud-Computing) oder das öffentliche Internet (Public-Cloud-Computing) sein. So nutzten im vergangenen Jahr fast drei von fĂŒnf der Unternehmen (58 Prozent) Private-Cloud-Anwendungen, zwei von fĂŒnf (38 Prozent) setzten auf Public-Cloud-Lösungen. Jedes dritte Unternehmen (32 Prozent) betrieb bereits Multi-Cloud-Computing.

    Die Cloud wird zum Motor der Digitalisierung

    FĂŒr die meisten Unternehmen bedeutet Cloud-Computing mehr als nur skalierbare Rechenleistungen abrufen zu können. Mehr als drei Viertel der Cloud-Nutzer (77 Prozent) sehen im Cloud-Einsatz einen großen Beitrag zur Digitalisierung des Unternehmens insgesamt. FĂŒr die Digitalisierung interner Prozesse sagen dies 69 Prozent und zwei von fĂŒnf (38 Prozent) geben an, dass Cloud-Computing einen großen Beitrag fĂŒr die Entwicklung neuer GeschĂ€ftsmodelle leistet. „Cloud-Computing hat sich zur Kerntechnologie der Digitalisierung entwickelt. Die besonderen Herausforderungen der Covid-19-Krise haben uns die StĂ€rken des Cloud-Computing vor Augen gefĂŒhrt“, sagt Peter Heidkamp, Head of Technology bei KPMG.

    Wer Cloud-Anwendungen nutzt oder damit plant, macht verschiedene Kriterien bei der Auswahl eines Cloud-Dienstleisters zur Voraussetzung. Die KonformitĂ€t mit der Daten-schutz-Grundverordnung ist dabei am wichtigsten, fast alle Unternehmen (96 Prozent) geben dies an. FĂŒr 88 Prozent ist eine transparente Sicherheitsarchitektur eine Grundvoraussetzung, mehr als drei Viertel (77 Prozent) bestehen auf die Möglichkeit, Cloud-Daten verschlĂŒsseln zu können. Auch der Datenspeicherort ist fĂŒr viele Cloud-Nutzer und -Planer ein wichtiges Thema. FĂŒr zwei Drittel (65 Prozent) darf das Rechenzentrum des Anbieters ausschließlich im Rechtsgebiet der EU stehen. Ähnliche viele (63 Prozent) wollen, dass der Hauptsitz des Cloud-Anbieters eben dort ist (63 Prozent). „Datenschutz und Sicherheit sind die Top-Kriterien bei der Anbieterauswahl. Wer zusĂ€tzlich eine einfache Systemintegration und auch Exit-Strategien vereinbart, punktet bei Cloud-Anwendern“, so Pols.

    Mobiler Zugriff auf IT ist grĂ¶ĂŸter Vorteil

    Die allermeisten Unternehmen mit einer Public-Cloud im Einsatz machen positive Erfahrungen. Fast acht von zehn (78 Prozent) unterstreichen, dass der mobile Zugriff auf IT-Ressourcen erleichtert wird. Ähnlich viele (77 Prozent) berichten von einer schnelleren Ska-lierbarkeit ihrer IT-Leistungen. Jeder zweite Public-Cloud-Anwender (50 Prozent) beobachtet eine Zunahme der Datensicherheit und ein Viertel (24 Prozent) konnte seine IT-Kosten ins-gesamt ĂŒber die Public-Cloud senken. FĂŒr drei von zehn Anwendern (30 Prozent) hat der IT-Administrationsaufwand durch die Public-Cloud aber auch zugenommen.

    Über die Public-Cloud greifen viele Unternehmen auch gezielt auf neue digitale Technologien zu. Fast ein Viertel dieser Anwender (23 Prozent) setzt auf Lösungen fĂŒr das Internet der Dinge oder Industrie 4.0 aus der Public-Cloud. Weitere 30 Prozent planen einen solchen Einsatz. Data-Lake-Anwendungen sind bei jedem siebten Public-Cloud-Nutzer (17 Prozent) in Betrieb, 8 Prozent geben dies fĂŒr den Bereich Spracherkennung an. Eher wenige Unternehmen greifen auf Anwendungen mit KĂŒnstlicher Intelligenz (KI) aus der Public-Cloud zurĂŒck, auf 7 Prozent trifft dies zu und weitere 20 Prozent planen den Einsatz von KI aus der Cloud. Erst 2 Prozent nutzen Blockchain-Lösungen aus der Public-Cloud.

    Sicherheitsbedenken als Hemmschuh

    Warum zögern Unternehmen, die Public-Cloud zu nutzen? Unternehmen ohne Public-Cloud-Lösungen haben vor allem Sicherheitsbedenken. Sieben von zehn Nichtnutzern (70 Prozent) fĂŒrchten einen unberechtigten Zugriff auf sensible Unternehmensdaten. FĂŒr 60 Prozent ist die Rechtslage unklar, Ă€hnlich viele (59 Prozent) zweifeln an der Integration einer Public-Cloud in bestehende Lösungen. Und zwei von fĂŒnf Nichtnutzern (43 Prozent) fehlen die Ressourcen im Personal. „Wer mit seinem digitalen Business durch Nutzung der Public-Cloud Gas geben will, benötigt eben auch gute Bremsen. Ein tragfĂ€higes Sicherheitskonzept mit einer flexiblen Absicherung der Cloud-Services schafft die Grundlage fĂŒr die vertrauensvolle Cloud-Nutzung“, sagt Marko Vogel, Partner Cyber Security bei KPMG.

    Dabei ist die Public-Cloud laut der Befragten weniger anfĂ€llig fĂŒr SicherheitsvorfĂ€lle als die eigene IT im Unternehmen und wird auch zunehmend sicherer. Gut ein FĂŒnftel (22 Prozent) der Public-Cloud-Nutzer gibt an, dass es in den letzten zwölf Monaten zu SicherheitsvorfĂ€llen in den von ihnen genutzten Cloud-Lösungen gekommen ist. FĂŒr weitere 36 Prozent be-stand ein solcher Verdacht. Zum Vergleich: Von SicherheitsvorfĂ€llen in der unternehmensinternen IT berichteten drei von zehn Unternehmen (28 Prozent), zwei von fĂŒnf (40 Prozent) hatten einen entsprechenden Verdacht. Die große Mehrheit verfĂŒgt ĂŒber Sicherheitskonzepte fĂŒr die Cloud, gleich ob Public oder Private: Gut drei Viertel der Cloud-Anwender (77 Prozent) geben dies an.

    Weitere Informationen zum Thema Cloud-Computing sowie der vollstĂ€ndige Bericht „Cloud-Monitor 2020“ sind verfĂŒgbar unter: www.kpmg.de/cloud

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    Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag der KPMG AG WirtschaftsprĂŒfungsgesellschaft durchgefĂŒhrt hat. Dabei wurden 555 Unternehmen aller Branchen ab 20 Mitarbeitern in Deutschland telefonisch befragt. Die Interviews wurden mit GeschĂ€fts-fĂŒhrern, IT-Leitern, CTOs und CIOs gefĂŒhrt. Die Umfrage ist reprĂ€sentativ fĂŒr die Gesamtwirtschaft.

    Quelle: Bitkom

    https://now.digital/interim-manager-digitale-transformation/it-security-news/it-sicherheitsgesetz-2-0-bitkom-fordert-nachbesserungen/
  • Digitalisierung findet mehr Zuspruch

    Digitalisierung findet mehr Zuspruch

    Digitalisierung – Studie zu digitaler Teilhabe zeigt grĂ¶ĂŸere Offenheit seit Corona-Krise


    Digitalisierung – Die Corona-Krise hat bei vielen Menschen ihr VerhĂ€ltnis zur Digitalisierung geĂ€ndert. Jeder Dritte (32 Prozent) steht der Digitalisierung seither offener gegenĂŒber, jeder FĂŒnfte (21 Prozent) kritischer. Das ist das zentrale Ergebnis einer Studie im Auftrag der Initiative „Digital fĂŒr alle“ anlĂ€sslich des ersten bundesweiten Digitaltags am 19. Juni 2020. Befragt wurden mehr als 1.000 Personen in Deutschland ab 16 Jahren. Demnach bezeichnen rund drei von vier Befragten (73 Prozent) die Digitalisierung als Chance. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Plus von 5 Prozentpunkten. DemgegenĂŒber sieht jeder Vierte (25 Prozent) die Digitalisierung als Gefahr. Das sind 6 Prozentpunkte weniger als 2019. Auch digitalen Technologien stehen die Deutschen offener gegenĂŒber als im Vorjahr. Die große Mehrheit (87 Prozent, +6 Prozentpunkte) sieht sie positiv, jeder Neunte (11 Prozent, -5 Prozentpunkte) negativ. Mehr als die HĂ€lfte (53 Prozent) gibt an, dass sich ihre Einstellung zum Thema Digitalisierung nach dem Ausbruch der Corona-Pandemie verĂ€ndert hat – fĂŒr die meisten zum Positiven. FĂŒr 44 Prozent hat sich hingegen nichts geĂ€ndert.

    Jeder FĂŒnfte hat Vorbehalte und Bedenken

    Digitalisierung – Auf die offene Frage nach spontanen Assoziationen zum Thema Digitalisierung nennt jeder FĂŒnfte (22 Prozent) Vorbehalte und Bedenken wie etwa die Sorge um Datensicherheit oder Angst vor einem Job-Verlust. Ebenfalls jeweils 22 Prozent verbinden mit Digitalisierung technische GerĂ€te wie Computer, Smartphone oder Sensoren beziehungsweise stellen einen Zusammenhang zur Corona-Krise her, zum Beispiel die Möglichkeit, Kontakt zu halten oder digitale Hilfsangebote wahrzunehmen. Dahinter folgen unter anderem Assoziationen mit dem Alltag (17 Prozent), der Wirtschafts- und Arbeitswelt (12 Prozent) und allgemeinen Vorteilen der Digitalisierung wie mehr Komfort (10 Prozent).

    „Die große Mehrheit sieht die Digitalisierung positiv und betont vor allem die Chancen und Vorteile, die digitale Technologien bieten. Aber rund ein Viertel der Menschen kann mit der Digitalisierung nichts anfangen, kann mit der Entwicklung nicht schritthalten oder lehnt sie schlicht ab – obwohl gerade die Corona-Krise gezeigt hat, wie wir digitale Technologien zum Wohle aller nutzen können“, sagte Bitkom-PrĂ€sident Achim Berg bei der Vorstellung der Studie. Petra BentkĂ€mper, PrĂ€sidentin des Deutschen LandFrauenverbandes, erklĂ€rte: „In den letzten Wochen haben wir erlebt, wie Zusammenhalt ĂŒber digitale Medien gestaltet werden kann – Ehrenamtliche in ganz Deutschland haben hier viel geleistet und Engagement und FlexibilitĂ€t bewiesen. Der Digitaltag macht noch einmal deutlich: Digitalisierung funktioniert nur gemeinsam! Damit das gelingt, braucht es eine digitale Infrastruktur, die auch den lĂ€ndlichen Raum miteinschließt. Außerdem mĂŒssen wir den Prozess der Digitalisierung demokratisch gestalten: Auch jene Menschen, die Sorge vor der Digitalisierung haben und denen der Zugang dazu fehlt, mĂŒssen gehört werden.“

    Landrat Reinhard Sager, PrĂ€sident des Deutschen Landkreistages, sagte fĂŒr die Bundesvereinigung der kommunalen SpitzenverbĂ€nde: â€žIn den StĂ€dten, Landkreisen und Gemeinden können erhebliche Digitalisierungspotenziale gehoben werden, sowohl fĂŒr die Wirtschaft als auch fĂŒr die Verwaltung. Die kommunalen SpitzenverbĂ€nde begrĂŒĂŸen die Verabredungen der Koalitionsparteien, die Digitalisierung von Verwaltungsdienstleistungen sowie den Mobilfunk- und Glasfaserausbau mit MilliardenbetrĂ€gen zu beschleunigen. Es ist nicht nur wichtig, gut durch die Krise, sondern daran anschließend auch weitere Schritte voran zu kommen. Corona hat uns in den letzten Monaten gerade die digitalen Bedarfe ĂŒberdeutlich vor Augen gefĂŒhrt. Davon profitieren BĂŒrgerinnen und BĂŒrger sowie Unternehmen und Handwerksbetriebe in entscheidendem Maße. Im Bereich der Daseinsvorsorge kann Digitalisierung die Behörden agiler und Apps das Leben der Menschen leichter machen. Von entscheidender Bedeutung ist die Nutzerfreundlichkeit solcher Angebote. Digitale Dienste sind damit auch ein wesentlicher Baustein fĂŒr gleichwertige LebensverhĂ€ltnisse und zur kraftvollen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung ĂŒberall in Deutschland.“

    Dorothee BĂ€r MdB, Staatsministerin bei der Bundeskanzlerin und Beauftragte der Bundesregierung fĂŒr Digitalisierung, erklĂ€rte: „Die Digitalisierung berĂŒhrt inzwischen fast alle unsere Lebensbereiche – warum brauchen wir da einen Digitaltag? Nun, die Digitalisierung ist zwar schon tief in unser Leben vorgedrungen, aber vieles davon nehmen wir gar nicht wahr. Digitalisierung ist mehr als Smartphone und Internet – der Digitaltag weckt hierfĂŒr VerstĂ€ndnis und gibt Einblicke, was Digitalisierung noch alles bedeutet und welche Chancen fĂŒr BĂŒrgerinnen und BĂŒrger in der Digitalisierung liegen. Ob Bildung, Arbeitswelt oder in der MobilitĂ€t, durch den Digitaltag soll Digitalisierung greifbarer werden und die Menschen ermutigen, die digitale Zukunft unseres Landes mitzugestalten.“ Die Beauftragte der Bundesregierung fĂŒr Digitalisierung lĂ€dt im Rahmen des Digitaltags zu einem Online-Barcamp ein, um mit LehrkrĂ€ften, SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern, Eltern und allen Interessierten ĂŒber die Schule von Morgen zu diskutieren.

    Senioren messen Digitalisierung geringere Bedeutung bei

    Im Alltag der allermeisten Menschen hat die Digitalisierung einen festen Platz. Allerdings unterscheidet sich die individuelle Bedeutung je nach Einsatzgebiet. Auch das Alter spielt dabei eine entscheidende Rolle. FĂŒr die große Mehrheit der 16- bis 64-JĂ€hrigen haben digitale Technologien persönlich eine große Bedeutung bei Information (89 Prozent), Kommunikation (83 Prozent) und Unterhaltung (80 Prozent). Bei den Senioren ab 65 Jahren fallen die Anteile deutlich geringer aus (Information: 69 Prozent; Kommunikation: 58 Prozent; Unterhaltung: 42 Prozent). Beim Reisen messen die 16- bis 64-JĂ€hrigen den digitalen Technologien zu 74 Prozent eine große Bedeutung bei, in der Generation 65 plus sind es 41 Prozent. Die Unterschiede zwischen JĂŒngeren und Älteren ziehen sich durch alle Bereiche: Einkaufen (64 Prozent/49 Prozent), Gesundheit und Vorsorge (60 Prozent/46 Prozent), MobilitĂ€t (59 Prozent/42 Prozent) und Haushalt (47 Prozent/21 Prozent). Am grĂ¶ĂŸten fallen die Differenzen bei den Themen Schule, Aus- und Weiterbildung (56 Prozent/12 Prozent) und Arbeit (54 Prozent/0 Prozent) aus, also bei Themen, die nicht mehr fĂŒr alle Senioren relevant sind. Unterschiede finden sich auch in Einstellungsfragen wieder. WĂ€hrend acht von zehn der 16- bis 64-JĂ€hrigen (83 Prozent) der Aussage zustimmen, digitale Technologien machen ihr Leben leichter, sind es bei den Senioren nur 56 Prozent. WĂ€hrend jeder neunte JĂŒngere (11 Prozent) lieber in einer Welt ohne digitale Technologien leben wĂŒrde, stimmt dieser Aussage sogar jeder vierte Senior (26 Prozent) zu.

    Fehlende Nutzerorientierung ist grĂ¶ĂŸte HĂŒrde

    Das grĂ¶ĂŸte Problem bei der Nutzung digitaler Technologien stellt fĂŒr die meisten eine unzureichende Nutzerorientierung dar. Zwei Drittel aller Befragten (65 Prozent) nennen mangelnde Nutzerfreundlichkeit als HĂŒrde. Die Mehrheit sieht zudem komplizierte Bedienungsanleitungen (58 Prozent) und fehlende UnterstĂŒtzung bei technischen Fragen oder Problemen (56 Prozent) als Hemmnisse, unverstĂ€ndliche Angaben zum Datenschutz nennt jeder Zweite (53 Prozent). Eine geringere Rolle spielen dagegen fehlendes TechnikverstĂ€ndnis (41 Prozent), unklare Vorstellungen ĂŒber Nutzenvorteile (39 Prozent), mangelndes Interesse an digitalen Technologien (34 Prozent) und hohe Anschaffungskosten (34 Prozent).

    Ihre eigene Digitalkompetenz schÀtzen die Deutschen auf einer Schulnotenskala im Durchschnitt als befriedigend (3,3) ein. Am besten benoten sich die 16- bis 29-JÀhrigen (2,7), am schlechtesten die Senioren ab 65 Jahren (4,3).

    Digitaltag fĂŒr digitale Teilhabe

    Um die digitale Teilhabe quer durch alle Altersklassen zu fördern, findet am 19. Juni 2020 erstmals der bundesweite Digitaltag statt. Unter www.digitaltag.eu/aktionen finden sich mehr als 1.000 Aktionen – von Webcasts, Webinaren und Livestreams ĂŒber Online-Beratungen, virtuelle MuseumsfĂŒhrungen und Programmierkurse bis hin zu Hackathons. Die Veranstaltungen können nach Themenkategorien gefiltert und mit inhaltlicher Beschreibung im Volltext durchsucht werden. TrĂ€gerin des Digitaltags ist die Initiative „Digital fĂŒr alle“, in der 28 Organisationen aus den Bereichen Zivilgesellschaft, Kultur, Wissenschaft, Wirtschaft, Wohlfahrt und öffentliche Hand versammelt sind. Unter dem Hashtag #digitalmiteinander soll der Digitaltag Menschen in ganz Deutschland miteinander verbinden und bietet eine Plattform, um verschiedenste Aspekte der Digitalisierung zu beleuchten, Chancen und Herausforderungen zu diskutieren und einen breiten gesellschaftlichen Dialog anzustoßen. AnlĂ€sslich des Digitaltags wird der mit 30.000 Euro dotierte „Preis fĂŒr digitales Miteinander“ in drei Kategorien verliehen. Die PreistrĂ€ger werden am 17. Juni 2020 bekannt gegeben und am Digitaltag von BundesprĂ€sident Frank-Walter Steinmeier virtuell in Schloss Bellevue empfangen. Die Veranstaltung wird ab 10 Uhr im Livestream ĂŒbertragen.

    Nach der Premiere am 19. Juni 2020 wird der Digitaltag jĂ€hrlich stattfinden. Informationen und HintergrĂŒnde zur Initiative „Digital fĂŒr alle“ sowie zum Digitaltag, zu den Aktionen und Beteiligungsmöglichkeiten, und zum Preis fĂŒr digitales Miteinander gibt es unter www.digitaltag.eu.

    Partner der Initiative „Digital fĂŒr alle“:

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    AWO Bundesverband | Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) | Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) | Bitkom | Bundeselternrat | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) | Deutscher Bibliotheksverband (dbv) | Deutscher Bundesjugendring | Deutscher Caritasverband | Deutscher Kulturrat | Deutscher LandFrauenverband | Deutscher Landkreistag | Deutscher Naturschutzring | Deutscher Olympischer Sportbund (DOSB) | Deutscher StĂ€dtetag | Deutscher StĂ€dte- und Gemeindebund (DStGB) | Deutscher Volkshochschul-Verband (DVV) | Diakonie Deutschland – Evangelisches Werk fĂŒr Diakonie und Entwicklung | Hartmannbund – Verband der Ärzte Deutschlands | Hochschulrektorenkonferenz | Verband der TÜV (VdTÜV) | Verband kommunaler Unternehmen (VKU) | Verbraucherzentrale Bundesverband | Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) | VOICE – Bundesverband der IT-Anwender | Wissenschaft im Dialog | Zentralverband des deutschen Handwerks (ZdH) | Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland

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    Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgefĂŒhrt hat. Im Mai 2020 wurden dabei 1.005 Personen in Deutschland ab 16 Jahren telefonisch befragt. Die Umfrage ist reprĂ€sentativ.

    Quelle: bitkom

  • DS-GVO – Bitkom zieht durchwachsene Bilanz

    DS-GVO – Bitkom zieht durchwachsene Bilanz

    DS-GVO – 8 von 10 Unternehmen sehen Datenschutz als grĂ¶ĂŸte HĂŒrde fĂŒr Einsatz neuer Technologien

    DS-GVO – Seit knapp zwei Jahren gilt die EU-Datenschutz-Grundverordnung. Unternehmen und Organisation haben dadurch u.a. erweiterte Informationspflichten, mĂŒssen Verarbeitungsverzeichnisse fĂŒr Personendaten erstellen sowie Datenschutz schon in Produktionsprozessen berĂŒcksichtigen.

    Dazu erklÀrt Bitkom-PrÀsident Achim Berg:

    „Die Corona-Krise zeigt, welche herausragende Bedeutung der Datenschutz in Deutschland inzwischen hat. Dabei dominiert der Datenschutz selbst in dieser Krisensituation viele weitere Rechte wie das Recht auf körperliche Unversehrtheit, Versammlungsfreiheit, Gewerbefreiheit oder den Zugang zu schulischer Bildung. So werden einerseits weitgehende EinschrĂ€nkungen von Grundrechten akzeptiert, gleichzeitig scheiterte die Veröffentlichung einer von vielen EinschrĂ€nkungen befreienden Tracing-App an Datenschutzbedenken. Schulen können ihren Unterrichtsbetrieb nicht wieder aufnehmen und verlieren zu vielen SchĂŒlern einen funktionierenden Kontakt, gleichzeitig wird Lehrern der Einsatz vieler gut funktionierender Videoplattformen mit Hinweisen auf Datenschutzprobleme kategorisch verboten. Offenkundig ist das bislang gut ausbalancierte System an Freiheits- und Schutzrechten mit der DS-GVO aus den Fugen geraten.

    DS-GVO – Das Gesetzgebungsverfahren zur Datenschutz-Grundverordnung war eines der aufwĂ€ndigsten in der Geschichte der EuropĂ€ischen Union. Die Bilanz der DS-GVO ist hingegen bestenfalls bescheiden. Das allgemeine Bewusstsein fĂŒr das Thema Datenschutz hat stark zugenommen, und das ist in jedem Fall positiv. Von einem EU-weit einheitlichen Datenschutzniveau sind wir in der Praxis aber noch weit entfernt – dafĂŒr ist die Auslegung in den Mitgliedsstaaten zu unterschiedlich. Auch zwei Jahre nach Geltungsbeginn der DS-GVO haben viele Unternehmen noch nicht alle Anforderungen umgesetzt. Nicht wenige sind der Meinung, eine komplette Umsetzung der DS-GVO sei nicht möglich. Die Aufsichtsbehörden sind ihrerseits mit einer nicht zu bewĂ€ltigenden Flut an Anfragen konfrontiert. Im Ergebnis stehen auf allen Seiten hohe personelle und finanzielle AufwĂ€nde.

    Nach der geplanten Evaluierung der Datenschutzregeln muss die EU den grundsĂ€tzlichen Geburtsfehler beseitigen: Die DS-GVO reglementiert jeden einzelnen Datenverarbeitungsvorgang und jede Datenerhebung. Vereine, Startups und Großkonzerne werden ĂŒber denselben Kamm geschoren und nicht differenziert behandelt. Die in der DS-GVO vorgesehenen Ausnahmen fĂŒr kleinere Unternehmen kommen in der Praxis so gut wie nie zum Tragen. Dabei sollten Art und Umfang der Datenverarbeitungen ausschlaggebend fĂŒr die Verpflichtungen sein, auch sollte man die Regeln grundsĂ€tzlich vereinfachen. In der Forschung sollten der Datennutzung weniger HĂŒrden in den Weg gestellt werden – insbesondere fĂŒr EU-weite Projekte im Gesundheitsbereich.“

    Die Wirtschaft nimmt Datenschutzregeln zunehmend als Herausforderung war. So sehen derzeit acht von zehn Unternehmen (79 Prozent) Datenschutzanforderungen als die grĂ¶ĂŸte HĂŒrde beim Einsatz neuer Technologien. Im Vorjahr sagten dies erst drei Viertel (74 Prozent), im Jahr 2018 nicht einmal zwei Drittel (63 Prozent). Das ist das Ergebnis einer reprĂ€sentativen Bitkom-Unternehmensbefragung aus dem April 2020.

    Zur geplanten Evaluierung der DS-GVO durch die EU-Kommission hat Bitkom Empfehlungen erarbeitet. Aus Bitkom-Sicht sollte es vor allem eine beschleunigte Abstimmung auf EU-Ebene geben, um die Auslegung der DS-GVO stĂ€rker zu harmonisieren. Die Bitkom-Empfehlungen sind zum Download verfĂŒgbar unter https://www.bitkom.org/Recommendations-EU-Data-Protection-Framework

    Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverband Bitkom durchgefĂŒhrt hat. Dabei wurden 603 Unternehmen mit 20 und mehr BeschĂ€ftigten telefonisch befragt. Die Umfrage ist reprĂ€sentativ fĂŒr die Gesamtwirtschaft.

    Quelle: Bitkom

    https://now.digital/interim-manager-digitale-transformation/datenschutz-news/datenschutz-edsa-aktualisiert-leitlinien-zur-einwilligung-bei-internetseiten/

  • IT-Sicherheitsgesetz 2.0 – Bitkom fordert Nachbesserungen

    IT-Sicherheitsgesetz 2.0 – Bitkom fordert Nachbesserungen

    Berg: „Unklarheiten im Gesetz belasten 5G-Aufbau.“

    IT-Sicherheitsgesetz 2.0 – Der Digitalverband Bitkom begrĂŒĂŸt, dass der Gesetzgebungsprozess zum neuen IT-Sicherheitsgesetz weitergeht und fordert Nachbesserungen am jĂŒngsten Entwurf. „Die Neuauflage des IT-Sicherheitsgesetzes wird bereits seit einigen Jahren diskutiert. Der jĂŒngste Entwurf lĂ€sst noch viele kritische Themen im Unklaren. FĂŒr Unternehmen bedeutet dies vor allem Unsicherheit ĂŒber kĂŒnftige Auflagen und damit verbundene Investitionen in Technik und Personal“, sagt Bitkom-PrĂ€sident Achim Berg. Das geplante Zweite Gesetz zur Erhöhung der Sicherheit informationstechnischer Systeme sieht unter anderem eine starke Kompetenzerweiterung fĂŒr das Bundesamt fĂŒr Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) vor, etwa im Bereich Verbraucherschutz und Zertifizierungen. „Mit dem Gesetz wĂŒrde das BSI zu einer Art Superbehörde mit sehr weitreichenden Befugnissen aufsteigen. Dabei ist fraglich, ob die vorgesehenen Aufgaben bei einer Behörde richtig aufgehoben sind oder nicht besser durch qualifizierte vertrauenswĂŒrdige Unternehmen erbracht werden sollten. Das gilt etwa fĂŒr geplante Dienstleistungen im Bereich der IT-Architekturen und IT-Sicherheitsberatungen“, so Berg. ZusĂ€tzliche Weisungsbefugnisse wĂŒrden den Wettbewerb im Markt stark beeintrĂ€chtigen. Unklar sei auch, ob der geplante Stellenzuwachs fĂŒr die vielfĂ€ltigen neuen Aufgaben ausreichend ist.

    Zusammenarbeit mit Sicherheitsbehörden prĂŒfen

    IT-Sicherheitsgesetz 2.0 – Kritisch sieht Bitkom die geplante stĂ€rkere Zusammenarbeit des BSI mit Sicherheitsbehörden wie dem Bundeskriminalamt oder dem Verfassungsschutz. So sollten laut Bitkom die vom BSI aufgespĂŒrten Software-SicherheitslĂŒcken auch weiterhin direkt an betroffene Hersteller ĂŒbermittelt und nicht Ermittlungsbehörden zur VerfĂŒgung gestellt werden. Berg: „Software-Hersteller mĂŒssen unverzĂŒglich nach Bekanntwerden ĂŒber SicherheitslĂŒcken in ihren Produkten informiert werden, um die Schwachstellen schnellstmöglich beheben zu können.“ Ein Bruch mit diesem Grundsatz wĂŒrde einen massiven Vertrauensverlaust der Wirtschaft in das BSI nach sich ziehen.

    Netzbetreibern fehlt weiterhin Investitionssicherheit

    Auch bei den formulierten Sicherheitsanforderungen fĂŒr den kĂŒnftigen 5G-Netzaufbau ist der Gesetzesentwurf aus Bitkom-Sicht an entscheidenden Stellen zu unkonkret. Neben einer technischen Zertifizierung kritischer Netzkomponenten verlangt der Entwurf auch eine GarantieerklĂ€rung der NetzausrĂŒster auf Basis politischer Kriterien „Es ist immer noch offen, wie die Bundesregierung kritische Komponenten einstuft. Die Kostenfrage bei einem nachtrĂ€glichen RĂŒckbau solcher Komponenten ist ebenfalls nicht geregelt“, so Berg. Netzbetreibern drohe damit eine den Ausbau bremsende Rechts- und Investitionsunsicherheit. „So verspielt Deutschland seine gute Ausgangsposition fĂŒr einen schnellen Gigabitausbau.“

    Ein Kabinettsbeschluss der Regierung und die anschließende parlamentarische Behandlung des IT-Sicherheitsgesetzes 2.0 werden fĂŒr die zweite JahreshĂ€lfte 2020 erwartet.

    Quelle: Bitkom

    https://now.digital/interim-manager-digitale-transformation/it-security-forscher-finden-schwachstellen-in-e-mail-signaturpruefung/

  • eCommerce und die Corona Krise

    eCommerce und die Corona Krise

    eCommerce – Jeder FĂŒnfte shoppt seither mehr im Internet

    • Jeder Zweite sagt: Der Online-Handel nimmt eine zentrale Versorgungsfunktion ein

    eCommerce – Seit wenigen Tagen hat der Einzelhandel wieder geöffnet – wenn auch mit Auflagen und BeschrĂ€nkungen. In den Wochen davor waren die BundesbĂŒrger fĂŒr den Kauf vieler Produkte auf das Internet angewiesen – haben dies aber höchst unterschiedlich genutzt:

    So gibt jeder fĂŒnfte Verbraucher (20 Prozent) an, seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie und den damit verbundenen EinschrĂ€nkungen grundsĂ€tzlich mehr im Internet zu bestellen als zuvor. 29 Prozent bestellen hingegen weniger. Etwas mehr als jeder Vierte (27 Prozent) gibt an, genau so viel im Internet zu kaufen wie vor dem Ausbruch des Coronavirus in Deutschland. Das sind die Ergebnisse einer reprĂ€sentativen Befragung des Digitalverbands Bitkom unter 1.003 Personen in Deutschland ab 16 Jahren, die im Zeitraum von Ende April bis Anfang Mai 2020 durchgefĂŒhrt wurde. „Fast jeder Internetnutzer (94 Prozent) ab 16 Jahren bestellt Waren im Internet. Somit wirkt sich eine generelle Konsumflaute kurzfristig auch auf einzelne Bereiche im Online-Handel aus. Viele große und kleine HĂ€ndler mussten online wie offline schnell Antworten auf die Corona-Krise finden“, sagt Bitkom-HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer Dr. Bernhard Rohleder. „Jene HĂ€ndler, die ein digitales Angebot fĂŒr ihre Kunden bereithalten, kommen definitiv besser durch die Krise.“

    So ist auch mehr als jeder Zweite (55 Prozent) der Meinung, dass der Online-Handel in Zeiten der Corona-Pandemie eine zentrale Versorgungsfunktion einnimmt. Zwei Drittel (66 Prozent) kaufen insbesondere bei EinzelhĂ€ndlern in ihrer Region online ein, um ihnen die Treue zu halten – sofern sie ihre Waren im Internet anbieten. Fast ebenso viele (65 Prozent) wĂŒnschen sich in diesem Zusammenhang auch, dass mehr EinzelhĂ€ndler in ihrer Region ein Online-Angebot machen.

    Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgefĂŒhrt hat. Im April und Mai 2020 wurden dabei 1.003 Personen in Deutschland ab 16 Jahren telefonisch befragt. Die Umfrage ist reprĂ€sentativ. Die Fragen lauteten: „Wie hat sich Ihr Online-Einkaufsverhalten seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie und den damit verbundenen EinschrĂ€nkungen des öffentlichen Lebens in Deutschland verĂ€ndert?“ und „Bitte sagen Sie mir, inwieweit die folgenden Aussagen zum Einkaufsverhalten auf Sie bzw. Ihr Umfeld zutreffen oder nicht zutreffen (Angaben fĂŒr ‚Trifft voll und ganz zu‘ und ‚Trifft eher zu‘)“.

    Quelle: Bitkom

    https://now.digital/payment-news/payment-experten-prognosen-fuer-e-commerce/

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  • KĂŒnstliche Intelligenz – ERP-Systeme als der digitale Prozess- und Datenhub in Unternehmen

    ERP Lösungen – EchtzeitĂŒbersetzung ĂŒber vorausschauende Wartung bis zur Vorhersage von Kundenzufriedenheit

    HĂ€ufig fehlen aber noch ausreichende Daten fĂŒr KI-Lösungen – und es gibt keine Out-of-the-Box-Lösungen. Bitkom veröffentlicht Positionspapier „KĂŒnstliche Intelligenz und ERP“

    KĂŒnstliche Intelligenz ist eine Querschnitts- und SchĂŒsseltechnologie, die zunehmend auch im Enterprise Resource Planning (ERP) an Bedeutung gewinnt. Allerdings sammeln sowohl mittelstĂ€ndischen Anwendern als auch ERP-Anbieter gerade erst erste Erfahrungen mit der Technologie. Dabei können mit KI-Hilfe in ERP-Systemen zum Beispiel Echtzeit-Übersetzungen fĂŒr den Kundenkontakt erfolgen, die den jeweiligen Kontext der Unterhaltung berĂŒcksichtigen, oder aber Projekt-Daten ĂŒberwacht werden, um mögliche Kundenbeschwerden vorherzusagen. Oder es lassen sich mit Hilfe von KI und ERP durch die Analyse von Maschinendaten die optimalen Wartungszeitpunkte bestimmen, die zugleich auch noch den bestehenden Auftragseingang berĂŒcksichtigen, um den Produktionsprozess so wenig wie möglich zu stören. Das sind nur einige Beispiele, die der Digitalverband Bitkom in seinem aktuellen Positionspapier „KĂŒnstliche Intelligenz und ERP“ zusammengetragen hat. „ERP-Systeme als der digitale Prozess- und Datenhub in Unternehmen werden immer stĂ€rker mit KI-Technologien angereichert“, sagt Dr. Frank Termer, Bereichsleiter Software beim Bitkom. „Aktuell ist das Angebot der ERP-Anbieter noch ĂŒberschaubar und die Zahl der Use Cases auf Kundenseite noch eher klein. Dennoch ist absehbar, dass kĂŒnftig KI tief in den Kernprozessen verankert sein und auch zu vollautomatisierten Prozessen fĂŒhren wird“.

    Kleinen Unternehmen fehlt es oft an Daten fĂŒr KI-Systeme

    Neben den Use Cases geht das Papier aber auch auf die Herausforderungen ein, mit denen interessierte Unternehmen aktuell konfrontiert sind. So benötigen KI-Systeme möglichst viele Daten, mit denen die Algorithmen trainiert werden. Gerade kleine und mittelstĂ€ndische Unternehmen, die vielleicht nur auf 100 Kundendaten zurĂŒckgreifen können, stehen hier vor Problemen. Zudem sind KI-Lösungen heute keine Out-of-the-Box-Lösungen und mĂŒssen individuell konzipiert und programmiert werden, was angesichts der Kosten gerade kleinere Unternehmen zögern lĂ€sst. Schließlich fehlt es in den Unternehmen an KI-Know-how und KI-Experten und je komplexer die KI-Lösung wird, desto mehr stellen sich auch Haftungsfragen, etwa wenn die Nachvollziehbarkeit von Entscheidungen fehlt. „KI bietet enorme Chancen. Zur Optimierung einzelner Aufgaben und Prozesse sind die Lösungen heute schon relativ gut“, so Termer. „Von einem selbststeuernden ERP-System, das eigenstĂ€ndig komplexe Unternehmensprozesse managt, sind wir aber sicherlich noch Jahre, wenn nicht Jahrzehnte entfernt.“

    Das Papier „KĂŒnstliche Intelligenz und ERP“ bietet abschließend eine Reihe von Hinweisen, wie gerade kleine und mittelstĂ€ndische Unternehmen eigene KI-Projekte angehen sollten. Dabei geht es etwa um Verantwortlichkeiten im Unternehmen, aber auch um das Trainingsdatenmanagement, also um die Frage, wie sichergestellt werden kann, dass ausreichend viele und gute Daten fĂŒr das KI-System bereitgestellt werden. Termer: „Unternehmen sollten in einer KI-Governance relevante Rollen und Verantwortlichkeiten im KI-Kontext definieren, einen KI-Strategieprozess etablieren und Vorgaben zum Monitoring und Reporting der laufenden KI-AktivitĂ€ten machen.“

    Anwendungsmöglichkeiten von KI zeigt der Big-Data.AI-Summit in Berlin

    Welche Anwendungsmöglichkeiten fĂŒr KI sich schon heute in Unternehmen bieten zeigt auch der Big-Data.AI-Summit am 10. und 11. April in Berlin. Mehr als 5.000 Experten aus der Datenwirtschaft und der KĂŒnstlichen Intelligenz werden in ĂŒber 100 VortrĂ€gen und Workshops aktuelle KI-Anwendungen und Lösungen diskutieren. Im Mittelpunkt stehen dabei konkrete Technologien und Trends, um die Digitalisierung der Unternehmen in allen Branchen voranzutreiben. DarĂŒber hinaus werden ethische und politische Fragestellungen rund um Big Data und KI debattiert. Alle Informationen unter www.big-data.ai und auf der Partnerveranstaltung hub.berlin.

    Das Positionspapier „Digitale Plattformen und ERP“ steht zum kostenlosen Download bereit unter www.bitkom.org/Bitkom/Publikationen/Kuenstliche-Intelligenz-und-ERP

    Aktuelle Informationen aus der Bitkom ERP-Welt bietet auch der Blog „Digital ERP“: http://digital-erp.de/ 

    Quelle: Bitkom

    https://now.digital/digitalwirtschaft/kuenstliche-intelligenz-im-handel-neue-ki-studie/

    Patrick Upmann

    Interim manager

    Digitale Transformtion

  • Curated Shopping – E-Commerce Kunden mögen Beratung

    Curated Shopping – E-Commerce Kunden mögen Beratung

    Jeder vierte KĂ€ufer hat schon einmal eine Beratung im Online-Shop genutzt

    Curated Shopping – Online-Shops sind alles andere als unpersönlich: Eine individuelle Beratung ist auch digital möglich – per Telefon, Mail, Chat oder Social Media. Jeder vierte Online-KĂ€ufer (23 Prozent) hat sich schon einmal von den Mitarbeitern eines Online-Shops zu seinem Einkauf beraten lassen. Vor drei Jahren waren es noch 19 Prozent. Von dieser Gelegenheit machen ĂŒberdurchschnittlich hĂ€ufig MĂ€nner Gebrauch. 27 Prozent der mĂ€nnlichen Befragten und 19 Prozent der weiblichen haben diese Möglichkeit schon einmal genutzt.

    Curated Shopping – Das hat eine reprĂ€sentative Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter 1.086 Internetnutzern ab 14 Jahren ergeben. Außerdem lassen sich JĂŒngere online eher beraten als Ältere. Bei den 14- bis 29-JĂ€hrigen haben 26 Prozent schon einmal von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, sich telefonisch, per Chat oder Social Media beraten zu lassen. In der Altersgruppe der 30- bis 49-JĂ€hrigen sind es 25 Prozent, bei den 50- bis 64-JĂ€hrigen 18 Prozent und bei der Generation 65 Plus 20 Prozent. „Immer mehr Online-Shops suchen nach Möglichkeiten, um sich von der Masse abzugrenzen und einen besonderen Service fĂŒr die Kunden anzubieten.

    Die Beratung ist dabei ein wichtiger Faktor, um in die Gunst der Konsumenten zu kommen und diese noch intensiver an sich zu binden“, sagt Bitkom-Handelsexpertin Julia Miosga. Ein Trend sei außerdem das sogenannte Curated Shopping. „Curated Shopping kombiniert die Bequemlichkeit von Online-Shopping mit der persönlichen Beratung des Fachhandels“, so Miosga. „Der Kunde muss vor dem Kauf Fragen zu seinen persönlichen Vorlieben beantworten und bekommt dann – nach einer individuellen Beratung etwa durch einen Stilberater oder einen Sommelier – eine personalisierte Auswahl an dazu passenden Produkten wie zum Beispiel Kleidung oder Wein zugesandt. Was nicht gefĂ€llt, kann unkompliziert zurĂŒckgeschickt werden.“

    Beratung von Online-Shops schneidet gut ab

    Sechs von zehn Online-KĂ€ufern (60 Prozent, 2016: 55 Prozent), die eine persönliche Beratung des Online-Shops schon einmal genutzt haben, haben dies telefonisch gemacht. Beinahe ebenso viele Befragte, aber deutlich weniger als noch vor drei Jahren (59 Prozent, 2016: 70 Prozent) nutzten dafĂŒr das Kontaktformular oder taten dies per Mail. Zugenommen hat dafĂŒr der Text-Chat, den 53 Prozent der Befragten schon einmal dafĂŒr verwendet haben (2016: 46 Prozent). Auch per Video-Chat oder –Telefonat (14 Prozent) und in den sozialen Netzwerken (10 Prozent, 2016: 13 Prozent) werden die Online-Shops zur Beratung kontaktiert.

    Die Zufriedenheitswerte mit der Beratungsleistung der Online-Shops bleiben auf einem sehr hohen Niveau. So sagen vier von zehn Befragten, (40 Prozent, 2016: 40 Prozent), dass sie mit der Beratung sehr zufrieden waren. 54 Prozent (2016: 55 Prozent) geben an, dass sie eher zufrieden waren. Lediglich 5 Prozent waren weniger zufrieden.

    Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgefĂŒhrt hat. Dabei wurden 1.086 Internetnutzer ab 14 Jahren, darunter 1.054 Online-KĂ€ufer, befragt. Die Umfrage ist reprĂ€sentativ. Die Fragestellungen lauteten: „Haben Sie sich schon einmal von den Mitarbeitern eines Online-Shops zu Ihrem Online-Einkauf beraten lassen?“, „Welche der folgenden Kontaktmöglichkeiten haben Sie zur persönlichen Beratung im Online Shop genutzt?“ und „Wie zufrieden waren Sie mit der Beratungsleistung durch den Online-Shop?“

    Quelle: bitkom

    https://now.digital/digitalwirtschaft/ecommerce-news/digitale-plattformen-57-prozent-der-deutschen-shoppen-auf-plattformen/

    Patrick Upmann

    Interim manager e-Commerce

    Curated Shopping

  • Click & Collect – Die Zukunft des Handel

    Click & Collect – Die Zukunft des Handel

    Click & Collect – jeder vierte Online-KĂ€ufer hat Web-Warenkorb schon im Laden abgeholt

    Click & Collect – Alternative Zustellmöglichkeit werden in Deutschland immer beliebter. Das hat eine reprĂ€sentative Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter 1.086 Internetnutzern ab 14 Jahren ergeben. Demnach hat mehr als jeder vierte Online-KĂ€ufer (26 Prozent) den Service Click & Collect schon einmal genutzt.

    Vor zwei Jahren waren es erst 22 Prozent. Ein weiteres FĂŒnftel (18 Prozent, 2017: 21 Prozent) will diesen Service in Zukunft gerne nutzen. Mit dem Angebot Click & Collect haben Kunden die Möglichkeit, Produkte online zu bestellen und diese dann im Laden abzuholen. 29 Prozent der Frauen und 23 Prozent der MĂ€nner haben das bereits gemacht. In den jĂŒngeren Altersgruppen hat rund ein Drittel den Service genutzt: Im Alter von 14 bis 29 Jahren sind es 32 Prozent, bei den 30- bis 49-JĂ€hrigen 33 Prozent.

    Weniger beliebt ist das Angebot im Alter. Von den 50- bis 65-JĂ€hrigen haben 18 Prozent den Service genutzt, in der Altersgruppe 65 Plus sind es 13 Prozent. „Click & Collect bietet dem Kunden die volle FlexibilitĂ€t: Die Ware kann – zum Beispiel in Verbindung mit anderen Besorgungen – zu den bekannten GeschĂ€ftsöffnungszeiten abgeholt und gleich begutachtet oder anprobiert werden. Außerdem entfallen fĂŒr die Kunden Versandkosten oder Wartezeit bei der Post“, sagt Bitkom-Handelsexpertin Julia Miosga.

    Noch stĂ€rker durchgesetzt hat sich unter den neuen Zustellarten nur die Lieferung zum Wunschtermin. Knapp jeder Zweite (46 Prozent) hat bei seiner Online-Bestellung schon einmal ein Wunschfenster angegeben, in dem die Ware zu Hause zugestellt werden soll. 28 Prozent wĂŒrden diese Möglichkeit gerne in Zukunft nutzen.

    Eher wenig verbreitet sind dagegen noch die Möglichkeiten von Same Day Delivery und Same Hour Delivery. Lediglich 14 beziehungsweise 6 Prozent haben dieses Angebot schon einmal wahrgenommen. Je rund ein Drittel (36 Prozent Same Day Delivery, 30 Prozent Same Hour Delivery) wĂŒrde diese Zustellarten aber gern in Zukunft nutzen – etwa, wenn das Angebot am Wohnort oder fĂŒr die entsprechend bestellten Waren verfĂŒgbar ist. Allerdings sagt auch jeder Zweite (50 Prozent), dass er an der Zustellung innerhalb von zwei Stunden nach der Online-Bestellung kein Interesse hat. Bei Same Day Delivery, also der Zustellung am selben Tag der Bestellung, geben dies vier von zehn Befragten (39 Prozent) an.

    Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgefĂŒhrt hat. Dabei wurden 1.086 Internetnutzer ab 14 Jahren, darunter 1.054 Online-KĂ€ufer, befragt. Die Umfrage ist reprĂ€sentativ. Die Fragestellung lautete: „Welche der folgenden Zustellarten haben Sie bereits genutzt bzw. wĂŒrden Sie gerne nutzen? “

    Quelle:bitkom

    https://now.digital/digitalwirtschaft/ecommerce-news/digitale-plattformen-57-prozent-der-deutschen-shoppen-auf-plattformen/

    Patrick Upmann

    Interim Manager E-Commerce

    Click & Collect

  • Online Vergleichsportale: Jeder Vierte wechselt hĂ€ufiger die Versicherung

    Online Vergleichsportale: Jeder Vierte wechselt hÀufiger die Versicherung

    Internet steigert Transparenz auf dem Versicherungsmarkt

    • Viele BundesbĂŒrger sind online auf bessere oder gĂŒnstigere Angebote aufmerksam geworden
    • Vor allem JĂŒngere haben gute Erfahrungen mit Online-Vergleichsportalen gemacht

    E-Commerce News –Online Vergleichsportale – Im Internet ist das nĂ€chste Versicherungsangebot nur einen Klick entfernt. Und diese Möglichkeit, sich schnell einen Überblick ĂŒber verschiedene Angebote zu machen, nutzen inzwischen viele BundesbĂŒrger. So sagt mehr als jeder Dritte (38 Prozent), dass er im Internet bereits auf bessere Versicherungsangebote als seine bestehenden gestoßen ist. Und mit 45 Prozent geben sogar noch etwas mehr an, dass sie dort gĂŒnstigere Angebote gefunden haben. Das ist das Ergebnis einer telefonischen Umfrage unter 1.003 BundesbĂŒrgern ab 16 Jahren im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

    Vor allem JĂŒngere sehen Vorteile bei der Versicherungs-Suche im Internet. Unter den 16- bis 29-JĂ€hrigen geben sogar 45 Prozent an, dass sie online bessere Angebote gefunden haben, 52 Prozent sind so auf gĂŒnstigere Angebote gestoßen. „Wer sich im Internet auf die Suche nach einer neuen Versicherung macht, sucht dort lĂ€ngst nicht mehr nur nach dem besten Preis. Die oftmals schwer verstĂ€ndlichen und gedruckten Versicherungsbedingungen lassen sich online schnell und kundenfreundlich vergleichen“, sagt Fabian Nadler, Referent Digital Insurance & InsurTech beim Digitalverband Bitkom.

    Online-Vergleichsportale: Jeder Vierte wechselt hÀufiger die Versicherung

    Eine besondere Bedeutung bei der Auswahl der Versicherung haben Online-Vergleichsportale. So geben 43 Prozent der BundesbĂŒrger an, dass sie mit diesen Portalen gute Erfahrungen gemacht haben. Unter den JĂŒngeren bis 30 Jahren sind es sogar 54 Prozent. Eine Folge davon: Rund jeder vierte BundesbĂŒrger (23 Prozent) sagt, dass er seine Versicherungen hĂ€ufiger wechselt, seit es Online-Vergleichsportale gibt. Bei den JĂŒngeren liegt der Anteil mit 29 Prozent noch etwas darĂŒber. „Die meisten Versicherungen haben sich lĂ€ngst auf diesen transparenten Markt eingestellt. Wichtig ist, dass auch die Portale ihre GeschĂ€ftsmodelle noch transparenter gestalten“, so Nadler. „Versicherungen stehen vor der Herausforderung, dem potenziellen Kunden, der bei seiner Online-Suche auf das eigene Angebot aufmerksam geworden ist, online auch einen einfachen und komfortablen Prozess anzubieten, der ihn zum Abschluss fĂŒhrt“, so Nadler. Dazu seien einheitliche Schnittstellen (APIs) erforderlich.

    Am 6. MĂ€rz veranstaltet Bitkom einen Round Table zum Thema „Customer first – wie können Versicherer wirklich aus der Sicht des Kunden denken?“. Der Round Table soll aufzeigen, wie Versicherer mit Hilfe digitaler Technologien einen echten Mehrwert fĂŒr den Kunden schaffen können.

    Grafik

    Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverband Bitkom durchgefĂŒhrt hat. Dabei wurden 1.003 BundesbĂŒrger ab 16 Jahren telefonisch befragt. Die Fragestellung lautete: „Nun lese ich Ihnen einige Aussagen zum Thema Versicherungen vor. Bitte sagen Sie mir, inwieweit die folgenden Aussagen auf Sie zutreffen oder nicht zutreffen.“

    Quelle: Bitkom

    https://now.digital/digitalwirtschaft/ecommerce-news/digitale-plattformen-57-prozent-der-deutschen-shoppen-auf-plattformen/

    Patrick Upmann

    Interim Manager E-Commerce

    +49 178 777 0 800

  • DSGVO – Datenschutzexperten fehlen in Unternehmen

    DSGVO – Datenschutzexperten fehlen in Unternehmen

    Datenschutzexperten sind die Ausnahmen in Unternehmen

    • Nur jedes dritte Unternehmen hat eine Vollzeitstelle fĂŒr Datenschutz eingeplant
    • 2019 wird wichtiges Jahr fĂŒr den Datenschutz

    DSGVO – Seit Inkrafttreten der Datenschutz-Grundverordnung mĂŒssen sich Unternehmen verstĂ€rkt mit neuen Regeln im Datenschutz auseinandersetzen. HĂ€ufig fehlt dafĂŒr das passende Personal. So hat derzeit fast jedes dritte Unternehmen in Deutschland (31 Prozent) nur eine Vollzeitstelle fĂŒr Mitarbeiter eingeplant, die sich hauptsĂ€chlich mit Datenschutz befasst.
    Das ist das Ergebnis einer reprĂ€sentativen Unternehmensbefragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Sechs von zehn Unternehmen (59 Prozent) haben dafĂŒr weniger als eine Vollzeitstelle zur VerfĂŒgung. „Mit der Datenschutzgrundverordnung ist der Aufwand fĂŒr viele Unternehmen enorm gestiegen“, sagt Susanne Dehmel, Mitglied der Bitkom-GeschĂ€ftsfĂŒhrung fĂŒr Recht und Sicherheit. „Wer qualifiziertes Personal finden konnte, hat dies auch eingestellt. Beim Datenschutz herrscht jedoch deutschlandweit FachkrĂ€ftemangel.“

    DSGVO -nur wenige Unternehmen setzen auf mehr als eine Vollzeitstelle fĂŒr Datenschutzthemen. 4 Prozent haben bis zwei VollzeitĂ€quivalente dafĂŒr eingeplant, nur 1 Prozent bis drei VollzeitĂ€quivalente. Vor allem große Betriebe beschĂ€ftigen mehrere Datenschutzexperten. Jedes dritte Unternehmen ab 500 Mitarbeitern (35 Prozent) hat dafĂŒr bis zu vier Stellen vorgesehen, jedes Vierte (28Prozent) vier oder mehr VollzeitarbeitsplĂ€tze. „Wer die Expertise nicht im eigenen Haus hat, muss auf externe Beratung zurĂŒckgreifen“, so Dehmel. FĂŒr viele Kanzleien und Rechtsberater mit Datenschutz-Knowhow sei das vergangene Jahr deshalb sehr arbeitsintensiv gewesen. Bis heute seien viele  noch damit beschĂ€ftigt, ihre GeschĂ€ftsprozesse an die  DSGVO-Vorgaben anzupassen.

    EU entscheidet ĂŒber die Verordnungen zu E-Privacy und E-Evidence

    FĂŒr das laufende Jahr sind weitere wichtige Entscheidungen fĂŒr neue Datenschutzregeln geplant. So soll die E-Privacy-Verordnung in den kommenden Monaten beschlossen werden. Im Bereich der elektronischen Kommunikation soll sie die DS-GVO ergĂ€nzen und wird derzeit auf EU-Ebene verhandelt. Bitkom kritisiert die geplante Verordnung. „Mit dem derzeitigen Entwurf gefĂ€hrdet die E-Privacy-Verordnung Softwareupdates und schrĂ€nkt werbebasierte GeschĂ€ftsmodelle im Internet ein.“ 

    Außerdem verhandelt die EU momentan die sogenannte E-Evidence-Verordnung. Damit soll der Zugriff von Strafverfolgungsbehörden auf elektronische Beweismittel erleichtert werden. Strafverfolgungsbehörden eines Mitgliedsstaates könnten demnach von Providern verlangen kurzfristig elektronische Beweise herauszugeben, auch wenn diese in einem anderen Mitgliedsstaat ansĂ€ssig sind.  Auch hier sieht Bitkom Nachbesserungsbedarf. „Private Provider sollten keine GrundrechtsprĂŒfungen vornehmen, ohne dass nationale Behörden miteinbezogen werden“, so Dehmel.

    Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angabe ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Bitkom durchgefĂŒhrt hat. Dabei wurden 502 fĂŒr den Datenschutz verantwortliche Personen (Betriebliche Datenschutzbeauftragte, GeschĂ€ftsfĂŒhrer, IT-Leiter) von Unternehmen aller Branchen ab 20 Mitarbeitern in Deutschland telefonisch befragt. Die Umfrage ist reprĂ€sentativ.

    Quelle: Bitkom

    Patrick Upmann

    Interim Manager | Projektmanagement DGSVO

    +49 178 777 0 800