Patrick Upmann

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Schlagwort: Bosch

  • Sensoren von Bosch machen das Leben der Menschen sicherer und komfortabler

    Sensoren von Bosch machen das Leben der Menschen sicherer und komfortabler

    MobilitĂ€t: Neue sensorbasierte Innovationen von Bosch erhöhen Sicherheit im Straßenverkehr.


    Sensoren sind allgegenwĂ€rtig. Sie verleihen Autos, eBikes, Smartphones, Fitnesstrackern oder Kopfhörern Sinne, mit denen sie ihre Umwelt wahrnehmen können. Bosch entwickelt und fertigt smarte Sensoren, die das Leben sicherer und komfortabler machen und durch eine immer höhere Effizienz einen Beitrag zum Schutz unseres Planeten leisten. Bei mikro-elektromechanischen Sensoren (MEMS-Sensoren) – einer der heute wichtigsten und am weitesten verbreiteten Sensortypen – ist Bosch Pionier und MarktfĂŒhrer. „In den vergangenen fĂŒnf Jahren haben wir so viele MEMS-Sensoren produziert wie seit dem Produktionsstart 1995“, sagt Tanja RĂŒckert, GeschĂ€ftsfĂŒhrerin der Robert Bosch GmbH, auf der CES 2023 in Las Vegas. Seit Beginn der Fertigung vor 27 Jahren hat das Technologieunternehmen insgesamt mehr als 18 Milliarden MEMS-Sensoren hergestellt; heute befinden sich in jedem Auto durchschnittlich 22 StĂŒck davon. Bosch steht laut einem Bericht des Marktforschungsinstituts Yole Group* gegenwĂ€rtig an der Spitze der Hersteller von MEMS-Sensoren.

    Der globale Bedarf solcher Sensoren soll bis 2027 von derzeit 33,5 Milliarden auf rund 49 Milliarden StĂŒck jĂ€hrlich wachsen. An diesem Wachstum will auch Bosch partizipieren und rechnet mit einem weiteren, signifikanten Anstieg der Produktionszahlen in den kommenden Jahren. Bosch wolle MarktfĂŒhrer bleiben und seine fĂŒhrende Position noch stĂ€rker ausbauen. Um die wachsende Nachfrage zu bedienen, investiert Bosch massiv in seine Halbleiterwerke in Dresden und Reutlingen. Insgesamt plant das Unternehmen bis 2026 im Rahmen seines Investitionsplans und mit Hilfe des europĂ€ischen Förderprogramms IPCEI Mikroelektronik und Kommunikationstechnologie („Important Project of Common European Interest on Microelectronics and Communication Technologies“) drei Milliarden Euro in sein HalbleitergeschĂ€ft und somit auch in die Sensor-Entwicklung und -Fertigung zu investieren.

    sensoren
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    Sensoren retten Leben und sind Wegbereiter fĂŒr Vernetzung

    Sensoren sind das HerzstĂŒck moderner Technik und das RĂŒckgrat der vernetzten Welt. Sie machen Fahrzeuge sicherer, retten tĂ€glich Menschenleben und leisten einen Beitrag sowohl zum Schutz des Klimas als auch der menschlichen Gesundheit. Damit sind sie fĂŒr alle GeschĂ€ftsfelder von Bosch eine entscheidende technologische Basis – und sie stehen auch bei der Fortsetzung der digitalen Imagekampagne unter dem Motto „Sensor tech #LikeABosch“ im Mittelpunkt. „Mit Hilfe von Sensoren können wir ‚Technik fĂŒrs Leben‘ auf ein neues Level heben. Sie verbessern nicht nur die LebensqualitĂ€t der Menschen, sondern auch den ökologischen Fußabdruck unserer smarten Alltagsbegleiter. Wie das konkret aussieht, zeigt unsere neue #LikeABosch-Kampagne klar“, so Tanja RĂŒckert.

    Breite Anwendung fanden MEMS-Sensoren zunĂ€chst in der Automobilindustrie. Bosch ist bis heute einer der fĂŒhrenden Sensorhersteller fĂŒr diese Branche. Bosch-Sensoren helfen etwa bei der Fahrzeugnavigation, sie steuern Airbags und ESP-Systeme und sie ermöglichen eine Vielzahl an Assistenzfunktionen, die Sicherheit, Komfort und Effizienz beim Fahren erhöhen. Gerade beim automatisierten Fahren sind Sensoren unverzichtbar. Sie sind sozusagen die „Augen“, mit denen Autos „sehen“ und ihre Umgebung wahrnehmen können. Bosch-Sensoren sind ein Wegbereiter fĂŒr das fahrerlose Automobil. Bereits heute bietet das Unternehmen eine Reihe von Radar-, Lidar-, Video- und Ultraschallsensoren fĂŒr das automatisierte Fahren an. Aber auch in der Konsumindustrie spielen MEMS-Sensoren eine zentrale Rolle. Drucksensoren in Smartphones etwa können auf wenige Zentimeter genau erkennen, auf welcher Höhe sich das GerĂ€t befindet. Im Notfall wissen Ersthelfer zum Beispiel sehr schnell, in welchem Stockwerk sich eine Person in Not aufhĂ€lt. Nach SchĂ€tzungen der US-amerikanischen Federal Communications Commission (FCC) retten solche Drucksensoren allein in den USA jĂ€hrlich 10 000 Menschenleben.

    “Mit Hilfe von Sensoren können wir ‚Technik fĂŒrs Leben‘ auf ein neues Level heben. Sie verbessern nicht nur die LebensqualitĂ€t der Menschen, sondern auch den ökologischen Fußabdruck unserer smarten Alltagsbegleiter. Wie das konkret aussieht, zeigt unsere neue #LikeABosch-Kampagne klar”so Tanja RĂŒckert, GeschĂ€ftsfĂŒhrerin der Robert Bosch GmbH, auf der CES 2023 in Las Vegas

    Bosch erhöht mit neuen Innovationen Sicherheit im Straßenverkehr

    Auf der CES 2023 prĂ€sentiert Bosch mehrere neue, sensorbasierte Innovationen fĂŒr die MobilitĂ€t – darunter die mit einem „Best of Innovation Award“ des Branchenverbands CTA ausgezeichnete Lösung RideCare Companion. Der RideCare Companion wird in der vernetzten und automatisierten MobilitĂ€t entscheidend zur Sicherheit aller Fahrzeuginsassen beitragen, so das Unternehmen. Die vernetzte Hard- und Softwarelösung besteht aus einer Kamera, einem drahtlosen SOS-Knopf und cloudbasierten Datendiensten. Damit können Fahrerinnen und Fahrer bei UnfĂ€llen oder in anderen Gefahrensituationen rund um die Uhr mit Bosch-Mitarbeitenden in Kontakt treten. Letztere können bei einem Zwischenfall per Kamera in das Fahrzeug schauen, die Situation beurteilen und falls notwendig schnell UnterstĂŒtzung anfordern. Insbesondere fĂŒr Taxi- oder Fahrservice-Fahrerinnen und -Fahrer bietet der RideCare Companion ein wertvolles Sicherheitsnetz.

    Auch die „Off-Zone Crash Detection“ verspricht mehr Sicherheit im Straßenverkehr: Das System schĂŒtzt Fahrzeuginsassen bei Seitenkollisionen, wie sie hĂ€ufig beim Wechseln der Fahrspur oder Überqueren von Kreuzungen auftreten. Smarte Sensoren verbunden mit einem neuen Software-Algorithmus erkennen bei einer seitlichen Kollision schnell und zuverlĂ€ssig den exakten Aufprallwinkel und lösen den lebensrettenden Airbag rechtzeitig aus, um die Folgen eines Unfalls zu mildern. „Unsere ‚Off-Zone Crash Detection‘ ist ein großartiges Beispiel dafĂŒr, wie wir Software einsetzen, um aus vorhandener Hardware mehr herauszuholen. So schaffen wir einen spĂŒrbaren Mehrwert im Straßenverkehr“, sagt Mike Mansuetti, PrĂ€sident von Bosch in Nordamerika, auf der CES in Las Vegas. 

    Quantensensoren bieten großes Potenzial

    Auch in der Erschließung neuer Sensorfelder wird Bosch seiner Pionierrolle gerecht: Quantensensoren gehören zu den aufstrebenden Innovationsfeldern der nĂ€chsten Jahre. Sie könnten schon bald Messungen ermöglichen, die 1 000-mal prĂ€ziser sind als heutige MEMS-Sensoren. Dadurch wĂ€re beispielsweise eine einfachere und genauere Diagnose neurologischer Krankheiten möglich. Um die Kommerzialisierung von Quantensensoren voranzutreiben und den Markt zu erschließen, hat Bosch im vergangenen Jahr ein eigenes Start-up gegrĂŒndet. Als breit aufgestelltes Technologieunternehmen treibt Bosch die Entwicklung von Zukunftstechnologien in vielen Feldern voran und stellt sich so fĂŒr die Zukunft auf: „Allein in den kommenden drei Jahren fließen zehn Milliarden Euro in die digitale Transformation von Bosch. Auch unsere heutige Belegschaft von 40 000 Softwareingenieurinnen und -ingenieuren wird wachsen“, sagt Tanja RĂŒckert. 

    Nachhaltigkeit treibt technologischen Fortschritt

    FĂŒr Bosch haben Klimaschutz und Nachhaltigkeit oberste PrioritĂ€t. „FĂŒr die Zukunft unseres Planeten ist unser aller Engagement fĂŒr ein immer energieeffizienteres Leben unerlĂ€sslich. Zugleich treibt der Klimawandel bei uns im Unternehmen den technologischen Fortschritt – auch bei den Sensoren“, erklĂ€rt Tanja RĂŒckert. Auf der CES prĂ€sentiert Bosch die nĂ€chste Generation MEMS-Sensoren, die genauer, robuster und stromsparender sind als bisherige Modelle. Der programmierbare und KI-fĂ€hige TrĂ€gheitssensor BHI360/BHI380 etwa, der sich in Fitnesstrackern verbaut auf die individuellen Bewegungen der Sporttreibenden anpasst, ist nur halb so groß und verbraucht nur halb so viel Strom wie sein VorgĂ€nger. Ebenso der neue Partikelsensor BMV080, der die Feinstaubkonzentration und Verschmutzung in der Luft misst und mit seinem platzsparenden Aufbau bis zu 450 Mal kleiner ist als derzeitige Produkte im Markt. Oder der barometrische Drucksensor BMP585, der die HöhenĂ€nderung von wenigen Zentimetern messen und somit einzelne KlimmzĂŒge oder LiegestĂŒtzten erkennen kann: Er benötigt 85 Prozent weniger Energie und steigert seine Robustheit um den Faktor Drei im Vergleich zur VorgĂ€ngergeneration. 

    *Source: Status of the MEMS Industry report, Yole Intelligence, 2022

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  • Fahrerloses Parksystem von Mercedes-Benz und Bosch erhĂ€lt Genehmigung fĂŒr Serieneinsatz

    Fahrerloses Parksystem von Mercedes-Benz und Bosch erhĂ€lt Genehmigung fĂŒr Serieneinsatz

    Automated Valet Parking erhĂ€lt als weltweit erste vollautomatisierte und fahrerlose Parkfunktion (SAE Level 4)[1] die Freigabe der Behörden fĂŒr den Serienbetrieb in Deutschland.

    Vollautomatisiertes und fahrerloses Parksystem holt und bringt das Fahrzeug völlig selbstĂ€ndig. Funktion in KĂŒrze fĂŒr bestimmte Varianten der S-Klasse und des EQS[2] mit der entsprechenden VorrĂŒstung „INTELLIGENT PARK PILOT“ in Deutschland zunĂ€chst im Parkhaus P6 in Stuttgart verfĂŒgbar.

    Mercedes-Benz und Bosch haben einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zum automatisierten Fahren erreicht: FĂŒr ihr vollautomatisiertes Parksystem im von APCOA betriebenen Parkhaus P6 am Flughafen Stuttgart hat das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) die Genehmigung erteilt. Es ist damit die weltweit erste behördlich fĂŒr den Serienbetrieb zugelassene, vollautomatisierte und fahrerlose Parkfunktion nach SAE Level 4[1]. Die technologische Weiterentwicklung des automatisierten Fahrens spielt eine SchlĂŒsselrolle in der MobilitĂ€t der Zukunft. Fahrzeug und Infrastruktur ĂŒbernehmen die Fahr- und Rangieraufgaben: Statt wertvolle Zeit fĂŒr die Parkplatzsuche und das Einparken in engen ParkhĂ€usern aufzuwenden, kann sich der Fahrer direkt anderen Dingen widmen.

    intelligent
    Mercedes-Benz erhĂ€lt fĂŒr das gemeinsam mit seinem Technologiepartner Bosch entwickelte „Automated Valet Parking“ die Freigabe der Behörden fĂŒr den Serienbetrieb. Die weltweit erste vollautomatisierte und fahrerlose Parkfunktion (SAE Level 4) wird fĂŒr bestimmte Varianten der S-Klasse und des EQS mit der entsprechenden VorrĂŒstung „INTELLIGENT PARK PILOT“ verfĂŒgbar sein und in Deutschland zunĂ€chst im Parkhaus P6 am Airport Stuttgart starten. Mercedes-Benz has received official approval for commercial use in Germany for the “automated valet parking” service, which has been developed together with the technology partner Bosch. The world’s first highly automated driverless parking function (SAE Level 4) will be available in Germany for certain S-Class and EQS variants featuring the INTELLIGENT PARK PILOT and will debut in the parking garage P6 at the Airport Stuttgart.

    „Die weltweit erste Genehmigung fĂŒr den Kundenbetrieb unserer gemeinsam mit unserem Technologiepartner Bosch entwickelten vollautomatisierten und fahrerlosen Parkfunktion zeigt: InnovationsfĂŒhrerschaft und „Made in Germany“ gehen Hand in Hand“, so Markus SchĂ€fer, Mitglied des Vorstands der Mercedes-Benz Group AG, Chief Technology Officer verantwortlich fĂŒr Entwicklung & Einkauf. â€žNach der MarkteinfĂŒhrung des Level 3-Systems DRIVE PILOT werden wir in KĂŒrze mit dem INTELLIGENT PARK PILOT ein Level 4-System fĂŒrs Parken anbieten – und das alles in diesem Jahr. Damit zeigen wir unseren Kunden, wie Technologie den Alltag verbessern und unseren Kunden wertvolle Zeit schenken kann.“

    „Fahrerloses Parken ist ein wichtiger Baustein automatisierter MobilitĂ€t. Das gemeinsam mit unserem Partner Mercedes-Benz entwickelte vollautomatisierte Parksystem zeigt, wie weit wir auf diesem Entwicklungspfad bereits gekommen sind. Der Alltag des automatisierten Fahrens beginnt mit dem fahrerlosen Parken“, sagt Dr. Markus Heyn, Bosch-GeschĂ€ftsfĂŒhrer und Vorsitzender des Unternehmensbereichs Mobility Solutions. â€žBosch hat von Anfang an den Ansatz verfolgt, die Infrastruktur in den ParkhĂ€usern intelligent zu machen. Damit haben wir Standards gesetzt. Unser Ziel ist es, kĂŒnftig weitere ParkhĂ€user mit der entsprechenden Infrastrukturtechnik auszustatten – in den kommenden Jahren sollen es weltweit bereits mehrere Hundert sein.“

    „Wir freuen uns außerordentlich, dass es gelungen ist, gemeinsam mit unseren Partnern von Bosch, Mercedes-Benz und dem Flughafen Stuttgart ein vernetztes System fĂŒr das fahrerlose und berĂŒhrungslose Parken zu entwickeln. Unsere digitale Plattform APCOA FLOW ermöglicht dabei die Stellplatzbuchung, den berĂŒhrungslosen Zugang zum Parkhaus und die automatische Abrechnung des Parkvorgangs,“merkt Frank van der Sant, Mitglied des Vorstands und Chief Commercial Officer der APCOA PARKING Group an. â€žFĂŒr unsere Kunden bietet das einen enormen Komfortgewinn: Planungssicherheit, geringen zeitlichen Aufwand, kurze Wege sowie einen berĂŒhrungs- und bargeldlosen Parkprozess.“

    „Als Flughafen sind wir stolz darauf, dass der STR Standort dieser Weltpremiere ist“, sagt Walter Schöfer, Sprecher der GeschĂ€ftsfĂŒhrung der Flughafen Stuttgart GmbH. â€žDas Projekt zeigt, wie stark hier in der Region die Innovationskraft ist. Automated Valet Parking ist ein echter Komfort- und Zeitgewinn fĂŒr unsere FluggĂ€ste. Das gilt ganz besonders, wenn sie in Eile sind und am Flughafen schnell ihr Auto abstellen wollen.“

    Die Technik des fahrerlosen Parkens

    Ins Parkhaus fahren, aussteigen und das Fahrzeug per Klick auf die Smartphone-App zum Parken schicken – der automatisierte Parkservice, auch Automated Valet Parking genannt, kommt ganz ohne den Fahrer aus. WĂ€hrend dieser das Parkhaus bereits verlassen hat und die gewonnene Zeit anderweitig nutzen kann, fĂ€hrt das Fahrzeug selbststĂ€ndig zu einem zugewiesenen Stellplatz und parkt ein. Genauso kommt das Fahrzeug auf Wunsch auch wieder vorgefahren. Dabei spielt die im Parkhaus installierte, intelligente Infrastruktur von Bosch mit der Fahrzeugtechnik von Mercedes-Benz zusammen. Bosch-Sensoren im Parkhaus ĂŒberwachen den Fahrkorridor sowie dessen Umfeld und liefern die Informationen fĂŒr die Steuerung des Fahrzeugs. Die Technik im Fahrzeug setzt die Informationen der Infrastruktur in Fahrmanöver um. Auf diese Weise können die Fahrzeuge auch eigenstĂ€ndig Rampen hoch- und herunterfahren und innerhalb des Parkhauses Stockwerke wechseln. Erkennen die Infrastruktursensoren ein Hindernis, bremst das Fahrzeug in den sicheren Stillstand und nimmt die Fahrt erst dann wieder auf, wenn die Strecke wieder frei ist.

    Bereits 2019 hatten Bosch und Mercedes-Benz fĂŒr Automated Valet Parking die weltweit erste Ausnahmegenehmigung fĂŒr den Betrieb von Entwicklungsfahrzeugen ohne menschliche Überwachung im Alltagsbetrieb des Stuttgarter Mercedes-Benz Museums erhalten. Die jetzt erteilte Genehmigung geht darĂŒber hinaus und ermöglicht den Serieneinsatz mit Privatfahrzeugen im Parkhaus P6 am Stuttgart Airport. Grundlage fĂŒr die nun erteilte Zulassung ist ein in Deutschland im Juli 2021 in Kraft getretenes Gesetz, welches fahrerloses Fahren nach SAE Level 4[1] fĂŒr Kraftfahrzeuge ermöglicht (BMDV – Gesetz zum autonomen Fahren tritt in Kraft). In enger Abstimmung mit dem Bundesministerium fĂŒr Digitales und Verkehr (BMDV) sowie dem KBA wurde dessen Anwendung auf das Parksystem umgesetzt. Die AFGBV (Autonome Fahrzeug-Genehmigungs- und Betriebsverordnung) wurde am 20.05.2022 im deutschen Bundesrat verabschiedet und konkretisiert die Anforderungen an Level 4-Fahrzeuge innerhalb des StVG.

    Die Unternehmen planen ein schrittweises Ausrollen des fahrerlosen Parkservices fĂŒr das Parkhaus P6 am Flughafen Stuttgart: erste Kunden der S-Klasse und des EQS mit Produktionsdatum ab 07.2022, fĂŒr deren Fahrzeugvarianten der Mercedes me connect Dienst INTELLIGENT PARK PILOT2 verfĂŒgbar ist und die diesen aktiviert haben, können die Funktion ab dem Tag der Freischaltung im Alltagsbetrieb im von APCOA betriebenen Parkhaus P6 am Stuttgart Airport nutzen. Nachdem der Fahrer einen Parkplatz per Mercedes me-App im Vorfeld reserviert hat, kann das Fahrzeug innerhalb einer vordefinierten Drop-off-Area abgestellt werden. Der Parkvorgang wird in der Mercedes me-App gestartet, nachdem alle Insassen ausgestiegen sind. Das Parksystem ĂŒberprĂŒft, ob der Fahrweg zum gebuchten Parkplatz frei ist und alle sonstigen technischen Voraussetzungen erfĂŒllt sind. Ist dies der Fall, wird dem Fahrer in der App die Übernahme des Fahrzeuges durch die intelligente Infrastruktur bestĂ€tigt und er kann das Parkhaus verlassen. Anschließend startet das Fahrzeug automatisch und fĂ€hrt automatisiert zu seinem Parkplatz. Will der Fahrer das Parkhaus mit seinem Auto verlassen, kann er sein Fahrzeug per Smartphone-Befehl zu einer vordefinierten Pick-up-Area vorfahren lassen.

    [1]Die SAE J3016 definiert sechs Automatisierungsgrade des Fahrbetriebs von Straßenfahrzeugen (Level 0 bis Level 5). Level 4 sinngemĂ€ĂŸ: Das Fahrzeug kann unter bestimmten Randbedingungen (z. B. im Parkhaus) alle Verkehrssituationen selbststĂ€ndig meistern. Ein Fahrer braucht nicht an Bord zu sein.

    [2]Der Mercedes me connect Dienst INTELLIGENT PARK PILOT wird zunĂ€chst in Deutschland fĂŒr die Mercedes-Benz S-Klasse Limousine, Limousine lang und den Mercedes EQS – jeweils ausgenommen Mercedes-Maybach und AMG – verfĂŒgbar sein, beginnend mit Fahrzeugen ab Produktionsdatum 07.2022. Die Mercedes-Benz S-Klasse Limousine, Limousine lang – ausgenommen Mercedes-Maybach und AMG – mit Produktionsdatum ab 12.2020 folgen zeitnah. Der Mercedes EQS – ausgenommen AMG – mit Produktionsdatum ab 04.2021 folgt zeitnah. Sobald der INTELLIGENT PARK PILOT fĂŒr das jeweilige Fahrzeug verfĂŒgbar ist, erscheint der Dienst in der Diensteverwaltung der Mercedes me App und steht zur Aktivierung bereit. FĂŒr die Nutzung der Mercedes me connect Dienste ist eine persönliche Mercedes me ID sowie die Zustimmung zu den Nutzungsbedingungen fĂŒr die Mercedes me connect Dienste notwendig. ZusĂ€tzlich muss das jeweilige Fahrzeug mit dem Benutzerkonto verknĂŒpft sein. Nach Ablauf der initialen Laufzeit können die Dienste kostenpflichtig verlĂ€ngert werden, sofern diese dann noch fĂŒr das entsprechende Fahrzeug angeboten werden. Die erstmalige Aktivierung der Dienste ist innerhalb von 1 Jahr ab Erstzulassung oder Inbetriebnahme durch den Kunden möglich, je nachdem was zuerst erfolgt.