Patrick Upmann

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Schlagwort: schule wird digital

  • Schule Digital – Bitkom zum nationalen Bildungsbericht Bildung in Deutschland 2020

    Schule Digital – Bitkom zum nationalen Bildungsbericht Bildung in Deutschland 2020

    Schule Digital – PrĂ€sident Berg: Schulen brauchen digitale Infrastruktur, digitale Konzepte und digitales Know-how


    Zur Veröffentlichung des nationalen Bildungsberichts „Bildung in Deutschland 2020“ erklĂ€rt Bitkom-PrĂ€sident Achim Berg:

    Schule Digital – „Die Corona-Krise hat aufgedeckt, dass wir bei der Digitalisierung der Bildung keine Vorreiter sind, sondern NachzĂŒgler. Die meisten von Deutschlands Schulen haben massive digitale Defizite. Um sie aus dem analogen Trott herauszuholen, brauchen wir exzellente digitale Infrastrukturen und EndgerĂ€te, digitale Konzepte und Inhalte und digitales Know-how auf Seiten der Lehrer. FĂŒr den flĂ€chendeckenden Umbau unserer Schulen zu Smart Schools sind Investitionen, Engagement und Tempo gefragt. Dabei muss die Krise ein Anlass sein, nicht einfach nur das Analoge eins zu eins ins Digitale zu ĂŒberfĂŒhren, sondern es muss darum gehen, Bildung ganz grundsĂ€tzlich neu zu denken – und zwar digital.

    Digitale Bildung muss entlang der gesamten Bildungskette, von der schulischen Bildung ĂŒber die UniversitĂ€ten bis zur Weiterbildung, in den Vordergrund treten und unter BerĂŒcksichtigung der individuellen Vorkenntnisse und Ausgangslagen vermittelt werden. Um Informatik- und Digitalkompetenzen im schulischen Bereich ausreichend zu vermitteln, braucht es ein eigenstĂ€ndiges Fach Informatik ab Sekundarstufe I. Denn neben dem Erlernen von Anwenderkompetenzen mĂŒssen SchĂŒler ein technisches GrundverstĂ€ndnis von der Funktionsweise digitaler Anwendungen erlangen.

    Digitale Medien bieten völlig neue Möglichkeiten zur Kollaboration und Kommunikation. Im Umgang mit den neuen Technologien können so wertvolle FĂ€higkeiten fĂŒr die Arbeitswelt fĂŒr morgen erlernt werden, wie etwa Teamwork, KommunikationsfĂ€higkeit oder KreativitĂ€t. Voraussetzung dafĂŒr ist, dass jeder SchĂŒler sowie alle LehrkrĂ€fte mit entsprechender Hard- und Software ausgestattet sind. HierfĂŒr mĂŒssen sowohl die Mittel des Digitalpakts als auch die Corona-Sofortmaßnahmen schnell bei den Schulen ankommen und alle Schulen einen leistungsfĂ€higen Internetanschluss bekommen. Das gilt auch fĂŒr SchĂŒler im Homeschooling. Wirklich alle Kinder und Jugendlichen mĂŒssen zuhause die Möglichkeit haben, am Onlineunterricht teilzunehmen. SchĂŒler aus wirtschaftlich schlecht gestellten Haushalten brauchen dabei auch materielle UnterstĂŒtzung. In der beruflichen Bildung muss zunehmend Bezug auf die transformierte Arbeitswelt genommen werden. Innovations-Hubs und eine enge Kooperation zwischen Berufsschulen und Unternehmen können die Auszubildenden auf die Arbeitswelt 4.0 vorbereiten. Damit Arbeitnehmer mit der zunehmenden Digitalisierung besser umgehen können, sollten Weiterbildungsangebote niedrigschwellig zugĂ€nglich gemacht werden. Hier sind Onlineangebote eine gute Alternative zu PrĂ€senzfortbildungen.“

    „Digitalpakt Deutschland“: Politische VorschlĂ€ge des Bitkom

    FĂŒr den Weg aus der Corona-Krise und die Zeit danach hat der Digitalverband Bitkom mit dem „Digitalpakt Deutschland: Aufschwung fĂŒr Wirtschaft und Innovation“ VorschlĂ€ge fĂŒr die Bildungspolitik und andere Bereiche vorgelegt. Das vollstĂ€ndige Programm ist online abrufbar.

    Quelle: Bitkom

    https://now.digital/datenschutz-an-schulen-fragen-und-antworten/
  • Schule wird digital – Home Schooling: Deutschlands Versetzung in eine erfolgreiche Zukunft ist gefĂ€hrdet. Die aktuelle Schulkrise lĂ€sst sich allerdings lösen.

    Schule wird digital – Home Schooling: Deutschlands Versetzung in eine erfolgreiche Zukunft ist gefĂ€hrdet. Die aktuelle Schulkrise lĂ€sst sich allerdings lösen.

    Schule wird digital – Deutschland ist in Sachen digitale Bildung alles andere als schulreif. Allerdings bietet die aktuelle Krise auch die Chance, das Bildungswesen von Grund auf neu zu gestalten. Das zeigt eine neue Studie der Management- und Technologieberatung BearingPoint.

    Schule wird digital – Familien werden in Deutschland beim Home Schooling oft alleingelassen. Eltern mĂŒssen viele Aufgaben erledigen, fĂŒr die eigentlich die Schulen zustĂ€ndig sind. HauptgrĂŒnde dafĂŒr sind fehlende digitale Konzepte und Infrastrukturen an den Schulen sowie der Zugang zu geeigneter Hard- und Software in Schulen und bei den SchĂŒlern zuhause. Dabei gĂ€be es fĂŒr die Umsetzung des Digitalen Lernens konkrete LösungsansĂ€tze. Das zeigt die neue Studie: „Home Schooling – die Chance fĂŒr das digitale Bildungswesen“ der Management- und Technologieberatung BearingPoint, fĂŒr die 526 Eltern schulpflichtiger Kinder im Zeitraum 17. bis 27. April 2020 befragt wurden und weitere Quellen und Stellungnahmen eingeflossen sind.

    Digitale Schule ist mehr, als nur ArbeitsblÀtter und Lösungen verschicken

    Ein Großteil der Eltern sieht großen Handlungsbedarf fĂŒr einen fĂ€cherĂŒbergreifenden, abgestimmten Wochenplan und bei der Nutzung von virtuellen Klassenzimmern. Ein Drittel der Eltern wĂŒnscht sich mehr Video- bzw. Online-Unterricht fĂŒr ihre Kinder. Das scheitert meist daran, dass es sowohl SchĂŒlern als auch Lehrern sowie den meisten Schulen in Deutschland an der notwendigen IT-Ausstattung und -Ausbildung fehlt.

    Eltern werden stark beim Home Schooling eingebunden

    In fast der HĂ€lfte aller FĂ€lle dienen Eltern als Kommunikator fĂŒr die Schulen (49 Prozent). Nur in rund einem Drittel der FĂ€lle werden die Unterlagen direkt an die SchĂŒler geschickt. Als Hauptkommunikationsmedium dient der Email-Serienbrief an die Eltern (60 Prozent), gefolgt vom Elternportal der Schule (26 Prozent). Somit bleibt ein Großteil der Kommunikation zwischen Schule und SchĂŒlern an den Eltern hĂ€ngen, womit die Vereinbarkeit von Schule, Familie und Beruf schnell an die Grenzen des Machbaren stĂ¶ĂŸt. Durchschnittlich investieren die Eltern wöchentlich 7,4 Stunden in das Home Schooling ihrer Kinder, wobei es Unterschiede zwischen Primarschule (10,2 Stunden) und Sekundarschule (5,8 Stunden) gibt. Meist sind MĂŒtter jĂŒngerer Kinder die Leidtragenden des Home Schooling, wie jĂŒngst auch die Studie des Deutschen Instituts fĂŒr Wirtschaftsforschung e.V. (DIW) gezeigt hat.

    Die COVID-19-Krise zeigt mehr als deutlich, dass unser hochmodernes Land beim digitalen Lernen noch Entwicklungsland ist. Es muss dringend fortlaufend in pÀdagogische, digitale Lernmethoden und eine moderne IT-Grundausstattung investiert werden. Hybrides Lernen muss dabei zum neuen Standard werden. Nur dann können wir unseren Kindern einen guten und erfolgreichen Start ins Berufsleben ermöglichen und die Eltern in die Lage versetzen, Home Schooling und Home Office gut miteinander zu vereinbaren.

    Jon Abele, Leiter Government und Public Sector bei BearingPointClick to tweet

    Großer Teil der Lerninhalte beim Home Schooling werden gar nicht vermittelt

    In ĂŒber 40 Prozent werden die im Home Schooling ĂŒbermittelten Lerninhalte gar nicht erst vermittelt, d.h. die Vermittlung bleibt oft an den Eltern hĂ€ngen bzw. Kinder mĂŒssen sich selbst helfen. Wenn Lerninhalte vermittelt werden, dann hauptsĂ€chlich per Email (34 Prozent) oder telefonisch, als Audiodatei, mit Verweis auf ein Buch sowie in Papierform bzw. per Post (23 Prozent). Fast 60 Prozent der befragten Eltern wĂŒnschen sich hier deutlich mehr UnterstĂŒtzung von den jeweiligen Lehrern.

    Nicht jedes Kind hat beim Home Schooling Zugang zu geeigneten EndgerÀten

    Wie die BearingPoint-Studie zeigt, werden fĂŒr das Home Schooling eine Vielzahl von digitalen EndgerĂ€ten genutzt. In einigen Haushalten fehlt es auch an benötigten EndgerĂ€ten, was automatisch zu einer Ungleichheit bei den Lernbedingungen fĂŒhrt. Da Lernunterlagen hĂ€ufig ausgedruckt werden mĂŒssen, sind Drucker erforderlich, die jedoch in 40 Prozent der Haushalte fehlen. Immerhin 62 Prozent der Kinder können zuhause auf ein Smartphone, 55 Prozent auf ein Notebook bzw. MacBook sowie 47 Prozent auf ein Tablet zugreifen. Nur jedes vierte Kind hat Zugang zu einem PC. Überhaupt keine Ausstattung haben knapp 6 Prozent. Immerhin ist in ĂŒber 85 Prozent der Haushalte ein stabiles und leistungsfĂ€higes Internet vorhanden.

    IT-Ausstattung in Deutschlands Schulen katastrophal

    Laut der International Computer and Information Literacy Studie (ICILS) von 2018 haben aber gerade einmal 26 Prozent der Schulen in Deutschland einen WLAN-Zugang. Der internationale Durchschnitt liegt bei fast 65 Prozent. Warum Deutschland beim Home Schooling dringend Nachhilfe braucht, zeigt vor allem auch eine andere Zahl: Nur 3 Prozent der Schulen hierzulande statten ihre LehrkrĂ€fte mit eigenen tragbaren digitalen EndgerĂ€ten aus. Zum Vergleich: International sind immerhin ĂŒber 24 Prozent der LehrkrĂ€fte mit digitalen EndgerĂ€ten ausgestattet. Spitzenreiter sind hier skandinavische LĂ€nder, wie DĂ€nemark mit ĂŒber 91 Prozent und vor allem Finnland mit 100 Prozent.

    Krise als Chance fĂŒr den Durchbruch beim digitalen Lernen nutzen

    Die neue Studie von BearingPoint bestĂ€tigt die Ergebnisse der International Computer and Information Literacy Studie (ICILS) von 2018, nach dem Deutschland beim Einsatz digitaler Medien fĂŒrs Lernen international Schlusslicht ist. Viele Eltern sehen es als sehr notwendig an, dass die deutschen Schulen auch unabhĂ€ngig von der aktuellen COVID-19-Krise ihr Angebot an digitalen Lehrinhalten deutlich erweitern.

    Auf Basis der Umfrageergebnisse und weiterer Quellen und Stellungnahmen hat BearingPoint deshalb zentrale Handlungsempfehlungen zur Digitalisierung des Bildungswesens sowie Anregungen fĂŒr Unternehmen und Familien zur besseren Vereinbarkeit von Home Schooling und Home Office erarbeitet. Diese umfassen Lösungen vom Corona Task Force Modus ĂŒber das neue ‚Normal‘ des hybriden Lernens hin zu einem bundesweiten digitalen Bildungsstandard.

    Zu lange wurde es versĂ€umt, die Bildung in die digitale Welt zu ĂŒberfĂŒhren, jetzt erleben wir die Nachteile. Die Corona-Krise könnte aber zum Treiber werden: Weil sie gnadenlos die Schwachstellen im Bereich Digitale Bildung offengelegt hat, können diese nun effizienter behoben werden. Die aktuelle Situation ist allerdings kein einmaliges Erdbeben, das nur kurzfristige Lösungen benötigt. Vielmehr ist langfristiges und konstruktives Handeln aller Beteiligten gefragt, damit die umfangreichen Mittel des Digitalpakts der Bundesregierung ungehindert auf die Straße gebracht werden und wir mit Vollgas in Richtung Zukunft losfahren können. Ein Kollaborationsmodell von Bund, LĂ€ndern, Kommunen und Schulen, das ein pĂ€dagogisch-digitales Gesamtkonzept ermöglicht und zu einem bundesweiten Mindeststandard fĂŒr Digitale Bildung fĂŒhrt, sollte das erste Etappenziel sein.

    Iris Grewe, Deutschlandchefin von BearingPointClick to tweet

    Über die Studie

    FĂŒr die Studie „Home Schooling – die Chance fĂŒr das digitale Bildungswesen“ befragte BearingPoint im Zeitraum 17. bis 27. April 2020 insgesamt 526 Eltern schulpflichtiger Kinder in Deutschland. Die Umfrage ist nicht reprĂ€sentativ. Um einen noch tieferen Einblick in das Thema ‚digitales Lernen‘ zu erhalten, wurden weitere Quellen und Stellungnahmen hinzugezogen. In diesem Zuge wurden zentrale Handlungsempfehlungen herausgearbeitet.

    Die vollstĂ€ndige Studie steht hier zum Download bereit: Weckruf Home Schooling – die Chance fĂŒr das digitale Bildungswesen

    Über BearingPoint

    BearingPoint ist eine unabhĂ€ngige Management- und Technologieberatung mit europĂ€ischen Wurzeln und globaler Reichweite. Das Unternehmen agiert in drei GeschĂ€ftsbereichen: Der erste Bereich umfasst das klassische BeratungsgeschĂ€ft, dessen Dienstleistungsportfolio People & Strategy, Customer & Growth, Finance & Risk, Operations und Technology umfasst. Im Bereich Business Services bietet BearingPoint Kunden IP-basierte Managed Services ĂŒber SaaS hinaus. Im dritten Bereich stellt BearingPoint Software-Lösungen fĂŒr eine erfolgreiche digitale Transformation sowie zur ErfĂŒllung regulatorischer Anforderungen bereit und entwickelt gemeinsam mit Kunden und Partnern neue, innovative GeschĂ€ftsmodelle.

    Zu BearingPoints Kunden gehören viele der weltweit fĂŒhrenden Unternehmen und Organisationen. Das globale Netzwerk von BearingPoint mit mehr als 10.000 Mitarbeitern unterstĂŒtzt Kunden in ĂŒber 75 LĂ€ndern und engagiert sich gemeinsam mit ihnen fĂŒr einen messbaren und langfristigen GeschĂ€ftserfolg.

    Quelle: BearingPoint