Patrick Upmann

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Schlagwort: Onlinehandel

  • eCommerce – Warum der Onlinehandel als Gewinner aus der Krise geht?

    eCommerce – Warum der Onlinehandel als Gewinner aus der Krise geht?

    ONLINEHANDEL ALS KRISENGEWINNER – ZUKUNFTSAUSBLICK BLEIBT ABER UNVERÄNDERT  

    eCommerce – Aktuell kaufen demnach fast drei Viertel (72%) der Verbraucher mindestens einmal pro Monat online ein (Vorkrisenniveau Ende 2019: 67%), davon 22 Prozent mindestens einmal pro Woche (Vorkrisenniveau: 21%). Besonders onlineaffin beim Shoppen zeigen sich die 30-49-Jährigen, Familien mit Kindern sowie generell innovationsfreudige Verbraucher. Elf Prozent der Verbraucher geben zudem an, bestimmte Konsumgüter aktuell bewusst online einzukaufen, obwohl sie diese früher im Laden eingekauft haben, bzw. dies auch jetzt wieder tun könnten.

    In der Zukunftsprojektion zeigt sich im Vergleich zum Vorkrisenniveau allerdings kein speziell kriseninduzierter Zuwachs für den Online-Handel: unverändert beabsichtigt rund jeder fünfte Verbraucher (21%; Vorkrisenniveau: 22%) zukünftig noch etwas häufiger online einzukaufen statt in klassischen Geschäften. Demgegenüber wollen 18 Prozent (Vorkrisenniveau: 16%) ihre Onlinekäufe eher reduzieren und in Zukunft wieder häufiger im stationären Einzelhandel einkaufen. Die Mehrheit der Verbraucher (54%) gibt an, aktuell weder häufiger noch seltener online einzukaufen als vor 1 oder 2 Jahren.

    Grundsätzlich ist der Erfolg des Onlinehandels nichts Neues: bereits vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie erreichte der Online-Einkaufskanal in puncto Kauffrequenz ein ähnlich hohes Niveau wie der stationäre Einzelhandel (ausgenommen: Lebensmitteleinzelhandel).

    Dennoch ist auch der stationäre Handel in der Krise aktuell keineswegs chancenlos: viele Menschen sind froh, nach dem großen Lockdown wieder wie gewohnt in Geschäften einkaufen zu können. Zudem nehmen die Verbraucher einen attraktiven Mix aus Offline- und Online-Angeboten gut an.

    CORONA DRÜCKT WEITER AUF KONSUMLAUNE – ABER NICHT BEI JEDEM  

    eCommerce – Für den Onlinehandel wie für den stationären Handel (nach Wiederöffnung der Geschäfte) gilt gleichermaßen: rund jeder fünfte Bundesbürger (19%) gibt beim Shoppen aktuell bewusst weniger Geld als normalerweise aus. Dies gilt insbesondere für Familien mit Kindern (24%) und für Haushalte mit unter 1.500 Euro Nettoeinkommen (22%). Zurückgestellt werden insbesondere geplante größere Anschaffungen (20%). Inwiefern die befristete Senkung der Mehrwertsteuer seit Juli 2020 daran wirksam etwas ändern kann, ist derzeit offen.

    Ein Drittel der Bundesbürger (33%) gibt an, im Haushalt aktuell weniger Einkommen zur Verfügung zu haben als vor dem Ausbruch der Corona-Krise; davon acht Prozent in einem Umfang über 30 Prozent. Aber auch wenn man es sich finanziell leisten kann: vielerorts ist noch Kaufzurückhaltung und Kaufunlust spürbar. Es gibt aber auch Licht im Tunnel: Immerhin zehn Prozent der Verbraucher wollen sich – über alle Einkommensklassen hinweg – in der kommenden Zeit ganz bewusst wieder etwas gönnen und leisten; allen voran jüngere Menschen (14%).

    BESONDERE HERAUSFORDERUNGEN FÜR DEN STATIONÄREN HANDEL  

    Zwei Drittel der Bundesbürger (66%) geben an, dass ihnen das Shoppen im stationären Einzelhandel aktuell zumindest etwas weniger Spaß macht als vor Corona (zum Vergleich: beim Online-Shopping ist dies nur zu 14 Prozent der Fall). Die Mehrheit der Verbraucher (59%) stört dabei insbesondere das verpflichtende Tragen einer Maske; 45 Prozent sagen, dass sie wegen der Maskenpflicht weniger häufig in Geschäften einkaufen.

    Lediglich 23 Prozent der Bundesbürger geben an, dass sich ihr Einkaufverhalten nach Wiederöffnung der Geschäfte bereits wieder weitgehend normalisiert hat. Ein Viertel der Verbraucher (25%) zeigt sich zugleich ausdrücklich froh darüber, wieder in stationären Geschäften einkaufen zu können. Große Angst sich dort mit Covid-19 anzustecken haben lediglich 13 Prozent. 31 Prozent der Bundesbürger fühlen sich durch das Tragen einer Maske beim Einkaufen ausdrücklich sicherer.

    Auch hier zeigen sich bei differenzierter Betrachtung deutliche Unterschiede in einzelnen Konsumentengruppen. Beschränkungen, Veränderungen und Normalisierungen des Verbraucherverhaltens lassen sich im weiterhin dynamischen Krisenkontext daher nicht über einen Kamm scheren: „Onlinehandel wie stationärer Einzelhandel sind gut beraten, das Verhalten und die Stimmung der Verbraucher produktspezifisch und zielgruppendifferenziert nachzuverfolgen“, sagt Thomas Donath, Geschäftsführer des Marktforschungsinstituts Nordlight Research. „Aktuelle Erfolgsbeispiele zeigen zudem, dass die geschickte Vernetzung digitaler und klassischer Einkaufskanäle besondere Chance bieten kann.“

    ONLINEHANDEL: WAS UND WO AM HÄUFIGSTEN ONLINE EINGEKAUFT WIRD  

    eCommerce. – Besonders häufig und bevorzugt online eingekauft werden von den Verbrauchern aktuell vor allem Kleidung und Schuhe (48%; gegenüber Ende 2019 unverändert), Bücher und Hörbücher (37%; +7). Medikamente (32%; +6) sowie Elektronik-Kleingeräte und Computer (30%; -1). Lebensmittel (Trocken- oder Frischeprodukte) werden absolut betrachtet nach wie vor deutlich seltener online eingekauft, aktuell aber mit steigender Tendenz (6%; +2). Bahn- und Flugtickets (26%; -6) mussten im Vergleich zu 2019 den größten Einbruch im Online-Verkauf hinnehmen.

    Zu den Produktgruppen, die viele Bundesbürger „fast nie“ online einkaufen, zählen neben Lebensmitteln (71%) vor allem Pflanzen und Gartenbedarf (56%), Pflege- und Kosmetikprodukte (40%) sowie Medikamente, Möbel und Deko, Uhren, Schmuck und Accessoires und Heimwerker-, Kfz- und Fahrrad-Bedarf (alle 36%). Übergreifend sinkt der Anteil der Verbraucher, die bestimmte Produktsegmente nicht (auch) im Internet bestellen.

    Als Online-Einkaufsplattformen bzw. Online-Shops nutzen die Deutschen aktuell am häufigsten Amazon.de (77%; Vorkrisenniveau Ende 2019: 79%), Ebay.de (43%; +1) und Otto.de (23%; -2). Es folgen Zalando.de (18%; +3), Lidl.de (17%; +5), Tchibo.de (15%; +4) und Mediamarkt.de (13%; +1). Viele Online-Verkaufsplattformen können im Vergleich zu Ende 2019 Zuwächse in der aktuellen Nutzung verzeichnen – darunter auch die Online-Shops klassischer Filialisten. Andere stagnieren hingegen oder verzeichneten gegenüber 2019 sogar kleinere Verluste.

    Bei der generellen Zufriedenheit mit dem Online-Einkauf (63% Top-Nutzerurteile) und dem klassischen Kauf im Laden (66% Top-Nutzerurteile) liegen der Online-Handel und der stationäre Einzelhandel in etwa gleichauf – wobei sich im Zufriedenheitsranking der unterschiedlichen Einkaufsplattformen sehr deutliche Unterschiede zeigen (Spannweite: der Top-Nutzerurteile zwischen 50 und 80 Prozent).

    „Onlinehändler sollten im zunehmenden Wettbewerb, neben Aspekten wie Einfachheit, Schnelligkeit und attraktiver Warenpräsentation, verstärkt auf die Möglichkeiten zur Kommunikation der Kunden mit dem Anbieter achten“, sagt Thomas Donath. „Gerade hier fallen die Verbraucherurteile zum Onlinehandel oft noch wenig positiv aus.“

    URLAUB 2020: JA, ABER…  


    Ein Drittel der Bundesbürger (34%) will auch nach der Aufhebung der Reisebeschränkungen in Europa derzeit auf Auslandsreisen verzichten. Zugleich hat jeder Dritte (35%) vor, in diesem Jahr weniger Geld für Urlaub auszugeben als sonst. Die Mehrheit der Bundesbürger beabsichtigt solche (selbst auferlegten) Beschränkungen jedoch nicht. Viele Deutsche werden auch in diesem Jahr verreisen – wenn teils auch in veränderten Formen und Destinationen.

    ZUKUNFT DES SHOPPENS: ÖKOLOGISCHER UND NACHHALTIGER?  

    Krisen sind immer auch Zeiten der Besinnung und Neuorientierung. Daher wurde im Rahmen des aktuellen „Trendmonitor Deutschland“ auch untersucht, in welche Richtung sich das generelle Konsumverhalten aus Verbrauchersicht weiter entwickeln könnte. Hier zeigt sich: aktuell ist eine Tendenz zu neuer Sparsamkeit bzw. Enthaltsamkeit sichtbar; abnehmen könnte hingegen die Neigung zu Spontan-/Impulskäufen. Einen Schub nach vorn darf der sich bereits länger entwickelnde Trend zum ökologischeren bzw. nachhaltigeren Einkaufen erwarten – teils gepaart mit neuer Enthaltsamkeit, teils auch davon losgelöst. Insbesondere jüngere Verbraucher und Familien mit Kindern wollen hier vorangehen. Ob sich die geäußerten Absichten auch tatsächlich in konkretem Verhalten bzw. Verhaltensänderungen niederschlagen werden, wird erst die Zukunft zeigen.

    WEITERE STUDIENINFORMATIONEN  

    Der komplette „Trendmonitor Deutschland“ zum aktuellen Schwerpunktthema „Online-Shopping und klassischer Einkauf in Corona-Zeiten: Präferenzen, Trends und Potenziale“ – mit umfangreichen weiteren Ergebnissen und Differenzierungen nach Zielgruppen, Anbietern und Produktsegmenten sowie vielen Vergleichen von Krisenniveau (nach Wiederöffnung der Geschäfte) und Vorkrisenniveau (Ende 2019) – kann direkt über Nordlight Research bezogen werden.

    Darüber hinaus bietet der „Trendmonitor Deutschland“ ein regelmäßiges Basistracking mit Trendanalysen in folgenden Produktfeldern: Smart Home, Smart Mobility / E-Mobility, Haushaltsrobotik, VR / AR, Telekommunikation, Medienkonsum, Social Media, Entertainment & Gaming, Banking & Insurance, Food, Health & Wellness sowie Travel und Mode & Beauty. Bekanntheit, Interesse, Kaufbereitschaft und Nutzung von Trendprodukten und Trendtechnologien werden hier seit Ende 2017 quartalsweise analysiert und nach zahlreichen soziodemographischen und psychographischen Merkmalen differenziert.

    Der „Trendmonitor Deutschland“ ist im Ganzen oder in Form einzelner Schwerpunktthemen-Reports erhältlich. Für Hersteller, Dienstleister und Werbungstreibende besteht im Rahmen des „Trendmonitor Deutschland“ zudem die Möglichkeit, exklusiv themenbezogene Zusatzfragen zu stellen (Shuttle-System).

    Weitere Informationen zu Studieninhalten und Bezugsmöglichkeiten finden Sie auch unter: www.trendmonitor-deutschland.de

    Quelle: Trendmonitor

    https://now.digital/interim-manager-digitale-transformation/ecommerce-news/kauferschutz-onlinehandel/
  • Käuferschutz – Volumen der abgesicherten Käufe nahm im Onlinehandel während der Corona-Krise zu

    Käuferschutz – Volumen der abgesicherten Käufe nahm im Onlinehandel während der Corona-Krise zu

    Käuferschutz – Volumen der abgesicherten Käufe nahm deutlich zu Onlinehandel profitiert von Corona-KriseE-Commerce- Der Onlinehandel erlebt seit dem Ausbruch der Corona-Krise insgesamt einen allgemeinen Aufwärtstrend. Das zeigen die Zahlen einer Auswertung der von Trusted Shops abgesicherten Käufe: Bis Ende Mai wuchs diesbezüglich das Volumen um insgesamt 78 Prozent im Vergleich zum Februar. Aber nicht alle Unternehmen profitierten offenbar gleichermaßen von der Krise. In einigen Branchen wie „Reisen & Hotels“ sicherten sich Käufer im selben Zeitraum um bis zu 50 Prozent weniger ab. 
    Käuferschutz – Volumen der abgesicherten Käufe nahm deutlich zu
    Onlinehandel profitiert von Corona-Krise
    -Seit Beginn der Corona-Krise befindet sich der Onlinehandel offenbar in einem allgemeinen Aufwärtstrend. Wie eine Auswertung von Trusted Shops zeigt, wuchs das Volumen der durch den Käuferschutz abgesicherten Bestellungen bei rund 30.000 Shops bis Ende Mai im Vergleich zum Februar um insgesamt 78 Prozent. Anhand der Daten lässt sich ableiten, dass in einigen Branchen ein deutlich höheres Auftragsvolumen in der Krisenzeit vorhanden war. Entsprechend sicherten sich natürlich mehr Käufer bei ihren Transaktionen ab.

    Floristik sowie Heim- und Gartenbedarf waren besonders gefragt

    Angeführt wird die Statistik von der Floristik-Branche. Diese freute sich im betrachteten Zeitraum über einen deutlichen Zuwachs des Volumens um ganze 257 Prozent im Vergleich zum Februar. Offenbar schickten sich die Menschen in Zeiten der Kontaktbeschränkungen zu feierlichen Anlässen häufiger Blumensträuße oder nutzten die Zeit, ihre Wohnungen, Gärten oder Balkone zu verschönern. Auch der Bedarf an Gartenartikeln war demnach offenbar groß: Hier wuchs das Volumen der abgesicherten Käufe um 216 Prozent, gefolgt von Hobby, Sammeln & Freizeitartikeln (154 Prozent), Baumarkt-Artikeln (124 Prozent) Genussmitteln (117 Prozent) und der Telekommunikation (108 Prozent).

    Ebenfalls interessant: Im März erlebte der Handel mit Edelmetallen einen kurzfristigen Boom. Hier wuchs das Volumen der abgesicherten Käufe im März schlagartig auf 328 Prozent an. Im Angesicht der Corona-Krise fürchteten viele Anleger um ihre Ersparnisse. Deshalb gab es zu Beginn der Pandemie einen regelrechten Ansturm auf physisches Gold in Form von Barren und Münzen.

    Hotels, Reise- und Eventveranstalter haben mit der Krise zu kämpfen

    Käuferschutz – Volumen der abgesicherten Käufe nahm deutlich zu
    Onlinehandel profitiert von Corona-Krise
    – Aber nicht alle Onlinehändler profitierten gleichermaßen von der Corona-Krise. Besonders die Touristik hat seit Ausbruch der Pandemie zu kämpfen. So sank das Volumen der abgesicherten Käufe im Bereich „Reisen & Hotels“ um 50 Prozent im Vergleich zum Februar. Auch die Event-Branche musste Einbußen hinnehmen: Bei Ticketverkäufern schrumpfte das Volumen der abgesicherten Käufe um 45 Prozent, weil keine Großveranstaltungen wie etwa Konzerte stattfinden durften. Dahinter rangieren Verkäufer von Kostümen und Karnevalszubehör (-43 Prozent), die Consulting-Branche (-24 Prozent) sowie Finanzen und Versicherungen (-22 Prozent).

    In Zeiten der Isolation verlagerte sich das Leben der Menschen in die eigenen vier Wände – entsprechend war beispielsweise der Bedarf an Heim- und Gartenbedarf groß, während Event-Veranstalter nach wie vor unter fehlenden Einnahmen zu leiden haben, solange keine Großveranstaltungen stattfinden dürfen. Das spiegelt sich jetzt auch in den Zahlen wieder. Unter dem Strich sind die meisten Branchen mit ihren Shops gut gerüstet gewesen und durften sich in beinahe allen Bereichen über zusätzliches Auftragsvolumen freuen. 

    Über Trusted Shops
     

    Trusted Shops ist Europas Vertrauensmarke im E-Commerce. Das Kölner Unternehmen stellt mit dem Gütesiegel inklusive Käuferschutz, dem Kundenbewertungssystem und dem Abmahnschutz ein „Rundum-sicher-Paket“ bereit: Anhand von strengen Einzelkriterien wie Preistransparenz, Kundenservice und Datenschutz überprüft Trusted Shops seine Mitglieder und vergibt sein begehrtes Gütesiegel. Mit dem Käuferschutz, den jeder zertifizierte Online-Shop bietet, sind Verbraucher etwa bei Nichtlieferung von Waren abgesichert. Darüber hinaus sorgt das Kundenbewertungssystem für nachhaltiges Vertrauen bei Händlern und bei Käufern. 

    Weitere Informationen: www.trustedshops.de
    Quelle: Trusted Shops