Patrick Upmann

AI Governance. Built it. Written it. Defending it.

Kategorie: Industries

In der modernen Geschäftswelt stehen Industrien vor der kontinuierlichen Herausforderung, Daten effizient und verantwortungsvoll zu nutzen, um wettbewerbsfähig zu bleiben und Innovationen voranzutreiben. Dabei spielt Data Governance eine entscheidende Rolle.

Industrien, von der Automobilbranche bis zur Finanzdienstleistung, generieren täglich immense Mengen an Daten. Diese Daten können von Kundeninformationen über Produktionsdaten bis hin zu Finanztransaktionen reichen. Die richtige Nutzung dieser Daten kann Unternehmen helfen, effizienter zu arbeiten, Kosten zu senken, den Kundenservice zu verbessern und neue Geschäftschancen zu identifizieren.

Jedoch birgt die Datenflut auch Risiken. Ohne geeignete Data Governance-Strukturen und -Prozesse können Unternehmen mit Problemen konfrontiert werden, wie inkonsistenten oder fehlerhaften Daten, Sicherheitsverletzungen oder nicht Einhaltung von gesetzlichen Vorschriften. Data Governance stellt sicher, dass Daten ordnungsgemäß erfasst, gespeichert, geschützt und genutzt werden. Es handelt sich um einen Rahmen, der Datenqualität, Datenschutz, Datenzugriff und Compliance gewährleistet.

In diesem Kontext ist die Verbindung zwischen Industrien und Data Governance unerlässlich. Während verschiedene Industrien unterschiedliche spezifische Anforderungen an Daten haben können, ist der Bedarf an einer robusten Data Governance universell. Ein effektives Data Governance-Programm ermöglicht es Industrien, das volle Potenzial ihrer Daten auszuschöpfen, während sie gleichzeitig Risiken minimieren und Vertrauen bei Stakeholdern aufbauen.

Kurz gesagt: In einer datengetriebenen Welt ist Data Governance für alle Industrien von zentraler Bedeutung, um nachhaltigen Erfolg zu gewährleisten und das Vertrauen der Kunden, Partner und Regulierungsbehörden zu erhalten.

  • Digitaler Kopierschutz für Barcodes von Handytickets

    Digitaler Kopierschutz für Barcodes von Handytickets

    InnoTrans: Bundesverkehrsminister Wissing informiert sich am VDV-Messestand über „Motics“
    Branchenverband präsentiert weltweit einzigartigen, selbst entwickelten digitalen Kopierschutz für Barcodes von Handytickets.

    Im Rahmen der InnoTrans haben Bundesverkehrsminister Dr. Volker Wissing sowie der Bahnbeauftragte der Bundesregierung und Parlamentarische Staatssekretär Michael Theurer heute den Messestand des Branchenverbands VDV besucht. Dabei präsentierten VDV-Vertreter ihnen den neuen Kopierschutz für Barcodes „Motics“, mit dem ÖPNV-Tickets auf Smartphones fälschungssicherer werden. Zudem läuft die Ticketkontrolle dadurch erheblich schneller und komfortabler für die Fahrgäste, weil sie bei der Prüfung keine zusätzlichen Ausweisdokumente mehr vorzeigen müssen. Das Besondere: Motics ist weltweit einzigartig und „made in Germany“, denn es wurde vom VDV eTicket Service, einer Tochter des VDV, komplett eigenständig entwickelt.

    Ingo Wortmann, VDV-Präsident und Vorsitzender der Geschäftsführung der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG): „Die Branche arbeitet auf vielen Ebenen und mit Hochdruck an der Digitalisierung, denn sie ist ein zentraler Baustein für den unternehmerischen Erfolg und wird künftig eine noch wichtigere Rolle einnehmen. Motics ist dafür ein gutes Beispiel, damit werden digitale ÖPNV-Tickets mit Barcode kopiergeschützt. Das sichert nicht nur die Einnahmen der Verkehrsunternehmen. Die Prozesse bei der Ticketkontrolle werden dadurch einfacher, schneller und effizienter. Das ist gut für unser Kontrollpersonal und für die Fahrgäste. Bei uns in der MVG ist Motics seit diesem Jahr im Einsatz, wir gehören damit in München zu den ersten Anwendern. Die bisherigen Ergebnisse sowie das Feedback unseres Kontrollpersonals und der Fahrgäste sind sehr positiv.“

    Digitaler Kopierschutz

    Motics gehört der deutschen ÖPNV-Branche; Tickets auf Chipkarten können dadurch schrittweise ersetzt werden
    Mit Motics hat der VDV eTicket Service einen offenen Standard entwickelt, der komplett der ÖPNV-Branche gehört. Damit werden die Verkehrsunternehmen vertraglich unabhängig von Mobilfunkprovidern und Smartphone-Herstellern. Und vor allem können die rund 15,5 Millionen Chipkarten, die aktuell im deutschen ÖPNV als Trägermedium für die Monats-, Job- oder Jahrestickets der Fahrgäste im Einsatz sind, schrittweise ersetzt werden. „Durch die erhöhte Sicherheit von digitalen Tickets, die durch Motics jetzt möglich ist, werden wir als Branche unabhängiger von der Chipindustrie und dem schwierigen globalen Halbleitermarkt. Momentan geht im ÖPNV ohne Chipkarten fast nichts, das wollen wir perspektivisch ändern, denn wir merken ja durch den Krieg in der Ukraine und durch die aktuelle Energiekrise, dass die deutsche Wirtschaft gut beraten ist, sich so wenig wie möglich von globalen Lieferketten abhängig zu machen. Motics ist für unsere Branche ein Schritt in diese Richtung“, so Oliver Wolff,Hauptgeschäftsführer des VDV und Aufsichtsratsvorsitzender der eTicket Gesellschaft.

    Deutsche Bahn, MVV und MVG setzen bereits auf Motics
    Die Deutsche Bahn hat Motics als erstes umgesetzt und die Technologie bereits in den DB Navigator integriert. In diesem können Endkunden im Raum München seit Oktober 2021 Verbundtickets des MVV mit Motics-Absicherung erwerben. Daran schlossen sich die Stadtwerke München mit den Apps der MVG an und verkaufen seit Mai 2022 das komplette Ticketsortiment unter Verwendung von Motics-Barcodes. Die nächsten Projekte stehen bereits vor dem Abschluss, dazu zählt das grenzüberschreitende Projekt easyConnect in Aachen und der saarVV im Saarland. Im nächsten Jahr folgen dann die nächsten großen Partner mit dem RMV (Rhein-Main Verkehrsverbund), der BVG (Berliner Verkehrsbetriebe) und dem VGN (Verkehrsverbund Großraum Nürnberg), welche allesamt innerhalb des ersten Halbjahres 2023 an den Start gehen werden. „Die Einführung ist erfolgreich gelaufen, aber es gibt noch viel zu tun. Am Ende wollen wir mit Motics eine ähnliche Abdeckung bei den deutschen Verkehrsunternehmen und Verbünden erzielen wie wir sie heute mit der Chipkarte haben. In den Ballungsräumen sind das rund 90 Prozent der Fahrgäste“, erklärt Nils Zeino-Mahmalat, Geschäftsführer des eTicket Service abschließend.

    Quelle: VDV


    Patrick Upmann, DSGVO und Data Compliance Experte als externer Datenschutzbeauftragte für Ihr Unternehmen

  • Cyber-Sicherheit als Schlüssel

    Cyber-Sicherheit als Schlüssel

    Die Digitalisierung moderner Autos schreitet weiter schnell voran. Mitunter sind über 100 einzelner digitaler Steuerungsgeräte in heutigen Autos verbaut, die miteinander verbunden sind oder zentral gesteuert werden können. Durch das autonome Fahren und den Einsatz Künstlicher Intelligenz wird die Komplexität der Software-Architektur in Fahrzeugen weiterhin rasant zunehmen. Und auch die Unternehmen selbst sind mehr denn je auf sichere IT-Systeme angewiesen. Dies stellt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in der zweiten Ausgabe seines Branchenlagebilds Automotive fest. 

    BSI-Präsident Arne Schönbohm: „Das BSI gestaltet Informationssicherheit in der Digitalisierung für Staat, Gesellschaft und auch Wirtschaft. Die Automobilindustrie nimmt dabei auf Grund ihrer volkswirtschaftlichen Bedeutung und ihrer umfangreichen Lieferketten eine besondere Stellung ein. Mit dem Lagebild Automotive 2021/22 wird einmal mehr deutlich, dass Cyber-Sicherheit in allen Gliedern der Lieferkette mitgedacht werden muss – von Anfang an bis zum fertigen Produkt. Cyber-Sicherheit ist der Schlüssel für eine funktionierende Automobilindustrie.“

    Cyber Sicherheit

    Das Branchenlagebild Automotive 2021/2022 ist die zweite Ausgabe eines branchenspezifischen Überblicks aus Sicht des BSI zur Lage der Cyber-Sicherheit im Bereich „Automotive“, sowohl hinsichtlich der Produktion, als auch der Fahrzeuge selbst. Es macht deutlich, dass künftige Automobile noch viel stärker als heute schon von IT-Funktionen abhängig sein werden. Die Steuerung des Fahrzeugs selbst, aber auch die Vernetzung mit der Infrastruktur (car-to-x) wird rasant digitalisiert. So wurde in Deutschland im vergangenen Jahr die weltweit erste Genehmigung für ein automatisiertes KFZ (Spurhaltesystem) erteilt. Daher ist es aus Sicht des BSI von besonderer Bedeutung, dass die dazu notwendigen, neuen Technologien nicht manipulierbar sein dürfen und mögliche Cyber-Angriffe keinen Einfluss auf die Fahrsicherheit haben dürfen. Das BSI begrüßt daher, dass die Hersteller Cyber-Sicherheit frühzeitig im Entwicklungszyklus neuer Fahrzeugmodelle berücksichtigen und die Umsetzung nach EU-Typgenehmigungsrecht auch nachweisen müssen.

    Im Berichtszeitraum waren erneut mehrere Automobilzulieferer von Ransomware-Vorfällen betroffen. Dadurch kam es bei den Betroffenen zu massiven Unterbrechungen der Leistungserbringung. Die durch das BSI grundsätzlich festgestellte Tendenz, dass Dritte mittelbar ebenfalls von IT-Sicherheitsvorfällen in Mitleidenschaft gezogen werden, bestätigt sich auch hier. So war auch ein weltweit führender Automobilhersteller von Ransomware-Angriffen bei Zulieferern betroffen und musste seinerseits seine Produktion drosseln. Im Hinblick auf die operative Cyber-Sicherheit in den Betrieben stellen Ransomware-Angriffe aus Sicht des BSI aktuell die größte Bedrohung dar. Neben den bestehenden Auswirkungen der COVID‑19-Pandemie, insbesondere in den Bereichen von Zulieferteilen, -produkten oder –dienstleistungen, wird die Lage maßgeblich durch den Krieg in der Ukraine und den damit verbundenen wirtschaftlichen, aber zunehmend auch cyber-sicherheitsrelevanten Auswirkungen auf die deutsche Automobilindustrie geprägt. Dies sind u. a. Verfügbarkeitsangriffe auf Webseiten durch DDoS-Angriffe sowie intensive Hacktivisten-Aktivitäten.

    Um die Cyber-Sicherheit für den Wirtschafts- und Automobilstandort Deutschland zu erhöhen, arbeitet das BSI in Fragen der Cyber-Sicherheit eng mit dem Kraftfahrtbundesamt (KBA), dem Verband der Automobilindustrie (VDA) sowie weiteren Behörden und aus der Wirtschaft betroffenen Unternehmen zusammen. 

    Quelle: BSI

  • Intermodalität – DB wird erster intermodaler Partner der Star Alliance

    Intermodalität – DB wird erster intermodaler Partner der Star Alliance

    Intermodalität – Damit setzen die DB und die Luftverkehrsbranche ein weiteres starkes Zeichen auf dem Weg hin zu mehr Nachhaltigkeit im Mobilitätssektor.

    Durch die neue Kooperation können DB-Kund:innen und die Passagiere der Mitgliedsfluggesellschaften der Star Alliance künftig ihre Reise komfortabel in der klimafreundlichen Bahn beginnen oder beenden. Zum ersten Mal im internationalen Luftverkehr wird das intermodale Partnerschaftsmodell der Star Alliance Flug, Zug und andere Verkehrsträger auf intelligente Art und Weise untereinander verbinden. Star Alliance will intermodale Partnerschaften in Zukunft weiter ausbauen. Deutschland ist der erste Markt und die DB der weltweit erste Partner im neuen Programm der Star Alliance. 

    Intermodalität
    Star Alliance und DB: neue intermodale Partnerschaft

    Michael Peterson, Vorstand DB Personenfernverkehr: „Von Freiburg nach Singapur: Dafür braucht es nur noch ein einziges Ticket. Durch attraktive innerdeutsche Verbindungen bei gleichzeitiger Verknüpfung mit internationalen Reiseketten leisten Deutsche Bahn und Star Alliance einen signifikanten Beitrag zur Reduktion der CO2-Emissionen im Verkehrssektor. Dies ergänzt unsere erfolgreiche Kooperation Lufthansa Express Rail, wo sich die Buchungszahlen seit 2010 mehr als verdoppelt haben. So bringen wir mehr Menschen vom Flugzeug auf die umweltfreundliche Schiene. Im gemeinsamen Schulterschluss mit den Airlines gehen wir die Mobilitätswende nun weiter an. Wir vernetzen unsere Angebote so, dass wir die jeweiligen Stärken unserer Verkehrsträger optimal nutzen können.“

    Jeffrey Goh, CEO Star Alliance: „Der heutige Tag bündelt die Kräfte von zwei verschiedenen Verkehrsanbietern und öffnet damit die Türen der Star Alliance über die eigene Welt der Fluggesellschaften hinaus. Unser neues Modell für intermodale Partnerschaften schafft die Voraussetzung für eine aufeinander abgestimmte Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Transportmitteln in allen Märkten der Star Alliance. Wir freuen uns sehr, die Deutsche Bahn als unseren ersten intermodalen Partner der Star Alliance begrüßen zu dürfen.”

    Harry Hohmeister, Mitglied des Vorstands der Deutsche Lufthansa AG: „Diese Partnerschaft ist weltweit einzigartig. Wieder sind wir in Deutschland Vorreiter für die intelligente Verknüpfung von Verkehrswelten. Wir schaffen Mehrwert für die Kunden, für den Wirtschaftsstandort Deutschland sowie für Umwelt und Gesellschaft. Mobilität der Zukunft heißt Herausforderungen gemeinsam meistern. Die erfolgreiche Lufthansa Express Rail-Kooperation ist dafür ein herausragendes Beispiel – darauf basierend gehen wir jetzt konsequent den nächsten Schritt. Nie haben unsere Kunden mehr von dieser Partnerschaft profitiert.“

    Die neue Partnerschaft von DB und Star Alliance baut auf dem Programm Lufthansa Express Rail auf. Damit können Lufthansa-Kund:innen bereits seit mehr als 20 Jahren in einem Buchungsschritt ein kombiniertes Ticket für Zug und Flug kaufen. Künftig können neben der Lufthansa auch alle 25 anderen Mitgliedsfluggesellschaften der Star Alliance über ihre Buchungssysteme die umweltfreundlichen ICE der DB mit Flugnummern in ihr Angebot aufnehmen. Damit profitieren Kund:innen von vielen Vorteilen, wie zum Beispiel:

    • Mit nur einem Buchungsvorgang erhalten Airline-Kund:innen ein kombiniertes Ticket für Hin- bzw. Rückflug und die jeweiligen Zugfahrten inkl. Sitzplatzreservierung. Beim Check-In – möglich bis kurz vor Abfahrt des Zuges – erhalten die Reisenden sowohl die Bordkarten für den Flug als auch für die Bahnfahrten.
    • Mit den integrierten ICE-Fahrten haben Flugreisende künftig noch mehr Auswahl hinsichtlich bevorzugter Reisezeit, Reisedauer und den angebotenen Preisen.
    • Die Kund:innen kommen zudem in den Genuss einer beschleunigten Gepäckabfertigung und weiterer Services im AiRail Check-In-Bereich im Frankfurter Flughafen.
    • Bei allen Buchungen von kombinierten Zug-Flug-Reisen über Lufthansa Express Rail oder auch bei den Mitgliedsfluggesellschaften der Star Alliance können Kund:innen für die Zugfahrten Punkte bzw. Meilen in den jeweiligen Vielfliegerprogrammen der Airlines sammeln.
    • Darüber hinaus erhalten Business- und First-Class-Kund:innen von Mitgliedsfluggesellschaften der Star Alliance mit einem LH Express Rail-Ticket zusätzliche Vorteile wie den Zugang zu den DB Lounges.

    Weitere Fakten zur Intermodalität

     Vernetzung von Flug und Zug für eine erfolgreiche Mobilitätswende 

    Kooperationen der Deutschen Bahn mit der Luftverkehrsbranche 

    In Zusammenarbeit mit dem Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) hat die Deutsche Bahn (DB) einen gemeinsamen Aktionsplan zur stärkeren Vernetzung der Verkehrsträger erarbeitet. Ziel ist, die Treibhausgas-Emissionen im Verkehrssektor nachhaltig deutlich zu senken. Dafür hat die DB mit der Luftfahrtbranche die Schnittstellen zwischen Zug und Flug verbessert und für ein attraktives Mobilitätsangebot Intermodale Partnerschaften mit verschiedenen Airlines geschaffen. Derzeit kooperiert die DB mit über 50 Airlines, die mit unseren unterschiedlichen Intermodalen Produkten ihren Flugreisenden eine klimafreundliche Anreise zum Flughafen ermöglichen. 

    Von diesen Kooperationen profitieren unsere Fahrgäste: 

    Lufthansa Express Rail bietet die Anreise mit dem Zug zum Flughafen Frankfurt/Main von derzeit 24 deutschen Städten aus an. Kund:innen erwerben ein kombiniertes Ticket, das im Zug als Zugticket und im Flugzeug als Bordkarte fungiert. Auch hier ist eine Sitzplatzreservierung inklusive. Express Rail beinhaltet zudem eine Anschlussgarantie: Bei Zugausfällen oder Verspätungen werden die Verbindungen automatisch von Lufthansa umgebucht. 

    ◼ Mit Rail & Fly können Reisende seit über 30 Jahren die Zubringerzüge von allen 5.600 Bahnhöfen in Deutschland aus zu den verschiedenen deutschen Flughäfen buchen. Nach der Buchung können sie eigenständig eine Verbindung zum Flughafen auswählen und bei Bedarf zusätzlich eine Sitzplatzreservierung buchen. Derzeit nutzen rund 50 Airlines das Produkt. 

    ◼ Mit Airline.Connect bieten wir derzeit den Flugreisenden der Kooperationsairlines Easyjet und Vueling eine Anreise zum Berliner Flughafen BER von einer Auswahl an Städten im Umkreis (wie Leipzig, Dresden, Erfurt, Jena, Halle, Magdeburg, Rostock, Stralsund, Cottbus, Frankfurt (Oder), Hannover oder Wolfsburg) an. Kund:innen erhalten bei der Buchungsabfrage auf den Airline-Websites bereits eine passende Kombination von Zug und Flug zu einem Gesamtpreis. Diese Kombination können sie bequem in einem Buchungs- und Bezahlvorgang erwerben. Eine kostenlose Sitzplatzreservierung ist hierbei inklusive. Außerdem ist eine Versicherung im Preis enthalten, die im Falle einer Verspätung Schutz bei möglicherweise verpassten Verbindungen bietet. 

    ◼ Ähnlich Lufthansa Express Rail bieten wir mittels Interline- und Codeshare Abkommen internationalen Airline-Partnern eine Alternative zu Zubringerflügen von derzeit 13 deutschen Städten zum Flughafen Frankfurt an. Zudem verknüpfen wir den BER mit Dresden. Beispielsweise können ausgewählte ICE-Züge mit Flugnummern von Etihad Airways und in Kürze auch von Qatar Airways gemeinsam mit Flügen der Airlines gebucht werden. 

    ◼ Mit den Good-for-Train-Tickets können Fluggesellschaften bei Ausfällen im Flugverkehr, wie z.B. bei Streik oder Unwetter, ihren Kund:innen eine Weiterreise in Zügen der DB unkompliziert ermöglichen. 

    Quelle: DB

  • 9-Euro Ticket App gestartet

    9-Euro Ticket App gestartet

    Alle Infos zur App und zum Ticket unter ticket.besserweiter.de. Ab heute können Kundinnen und Kunden das deutschlandweit gültige 9-Euro-Ticket ergänzend auch über eine deutschlandweite App kaufen. Über die Internetseite ticket.besserweiter.de erhalten alle Interessenten die nötigen Infos und gelangen direkt zum Download der App in den App-Stores. Unter „9-Euro-Ticket-App“ ist die Anwendung in den Stores auch direkt zu finden.

    Damit haben insbesondere jene Neukundinnen und Neukunden ab sofort die Möglichkeit das 9-Euro-Ticket per App zu erwerben, in deren Heimatregion dasTicket bislang nicht per App oder über andere digitale Wege angeboten wird. „Die Umsetzung dieses digitalen Angebots war ausdrücklicher Wunsch des Bundes und der Länder, um allen potenziellen Fahrgästen überall in Deutschland das 9-Euro-Ticket auch über die bestehenden Kanäle der Verkehrsunternehmen und Verbünde hinaus anzubieten. Dies hat die Branche, koordiniert über den VDV, in kürzester Zeit realisiert. Ich danke allen Beteiligten und dabei vor allem auch dem technischen Partner Mobility inside für die bis hierhin erfolgreiche Umsetzung“, so VDV-Präsident Ingo Wortmann.

     9-EURO-TICKET App

    Im Rahmen von #besserweiter, der bundesweiten Informationskampagne des ÖPNV zum 9-Euro-Ticket, wurde die 9-Euro-Ticket-App von Mobility Inside in wenigen Wochen an den Start gebracht. „Mit der Realisierung des bundesweiten Verkaufs des 9-Euro-Tickets unterstreichen wir unseren Anspruch mit Mobility inside unseren Fahrgästen deutschlandweit einen einfachen Weg zu Tickets zu bieten“, so Prof. Knut Ringat, VDV-Vizepräsident, RMV-Geschäftsführer und Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Mobility Inside Holding. „Innerhalb von zwei Monaten ist es gelungen, die branchenweite Initiative Mobility inside als Dienstleister mit ihrer Plattform bundesweit zu positionieren und zu zeigen, wie leistungsfähig die Branche auch bei der Digitalisierung istwenn die Rahmenbedingungen dies zulassen.“

    Mit Hilfe der technischen Dienstleistung der DB Vertrieb GmbH ist es Mobility inside innerhalb kürzester Zeit gelungen, die App und die damit verbundenen administrativen Aufgaben zu etablieren. Dazu gehörte insbesondere die Komplexität der tarifrechtlichen Rahmenbedingungen operativ umzusetzen. „Wir können mit solchen digitalen Lösungen den aus Sicht der Fahrgäste bestehenden Tarifdschungel durchschlagen, die 9-Euro-Ticket-App ist ein gutes Beispiel dafür“, so Prof. Knut Ringat. „Wir sind sehr stolz, dass das Team von Mobility inside zusammen mit seinem Partner DB Vertrieb diese Kraftanstrengung geschafft hat“, so „Mobility inside“-Geschäftsführerin Britta Salzmann. „Darauf können wir nun aufbauen und auch nach der Aktion für die Branche nationale Lösungen im Vertrieb des ÖPNV in Deutschland ermöglichen.“

    App laden

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    Quelle: VDV

  • Air Mobility Initiative schafft Grundlagen für elektrischen Luftverkehr der Zukunft 

    Air Mobility Initiative schafft Grundlagen für elektrischen Luftverkehr der Zukunft 

    Air Mobility – Um die Entwicklung des elektrischen Luftverkehrs voranzubringen, schließen sich führende Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowie Kommunen und Organisationen zu der Air Mobility Initiative (AMI) zusammen.

    Zu den Mitgliedern der Air Mobility Initiative gehören unter anderem Munich Airport International, Airbus, Deutsche Bahn, Deutsche Flugsicherung, Diehl Aerospace, Droniq, Stadt Ingolstadt und die Telekom. Die vom Freistaat Bayern und der Bundesrepublik geförderte Initiative wird eine Reihe von Forschungsprojekten aufsetzen. Diese gemeinsamen Projekte gruppieren sich um die Bereiche „elektrisches Luftfahrzeug“, „Luftverkehrsmanagement“ und „Vertiport“, bei dem es um die Infrastruktur am Boden geht.

    „Vor ein paar Jahren war Air Mobility nur eine Vision. Heute gehen wir mit AMI einen großen Schritt in Richtung Realisierung. Wir von Munich Airport International sehen in dieser neuen, innovativen Form der Fortbewegung ein enormes Potenzial. Die AMI Partnerschaft ermöglicht es uns, gemeinsam skalierbare und nachhaltige Air Mobility Konzepte zu entwickeln und umzusetzen“, sagt Dr. Ralf Gaffal, Chief Executive Officer Munich Airport International. 

    Air Mobility

    „Wir werden die verschiedenen Elemente eines solchen Verkehrssystems in realitätsnahen Projekten untersuchen, um ein genaues Bild von den technischen und regulatorischen Anforderungen zu gewinnen“ sagte Andreas Thellmann, Leiter der Air Mobility Initiative. „Der elektrische Luftverkehr kann eine Erweiterung leisten zu dem öffentlichen Nahverkehr, Flughäfen und zeitkritische Anwendungen, der Service wird umweltfreundlich, leise und sicher sein.“

    In einem ersten Schritt werden die AMI-Partner die technologischen, infrastrukturellen, rechtlichen und gesellschaftlichen Voraussetzungen für den zukünftigen städtischen Luftverkehr angehen. Anschließend werden die gewonnenen Erkenntnisse in einem Pilotprojekt unter realen Bedingungen mit elektrisch angetriebenen Senkrechtstartern umgesetzt.

    Die Arbeiten in den einzelnen AMI Projekten haben bereits im Januar 2022 begonnen. Die Testflüge des Pilotprojektes werden in der Region um Ingolstadt durchgeführt. Die Initiative wird mit insgesamt 17 Millionen Euro des Freistaates und 24 Millionen Euro des Bundes gefördert. Zusammen mit den Eigenmitteln der Industrie ergibt sich eine Gesamtaktivität von 86 Millionen Euro über einen Zeitraum von drei Jahren.

    Für das elektrisch angetriebene Luftfahrzeug ist Airbus mit Diehl Aerospace, Universität Stuttgart und weiteren Partnern verantwortlich. Hier sollen Komponenten und Systeme für den CityAirbus NextGen entwickelt werden. Der Bereich „Luftverkehrsmanagement“ beschäftigt sich mit dem sicheren und effizienten Flug der Vehikel auf ihrer Route in und außerhalb von Städten. Dieser Bereich wird zusammen mit Droniq, Airbus, f.u.n.k.e. Avionics, SkyFive, BrigkAir, DFS, Telekom, Universitäten aus München und Hamburg und weiteren Partnern vorangetrieben. Unter dem Stichwort „Vertiport“ werden zukunftsweisende und nachhaltige Lösungen für die Planung, Genehmigung, Entwicklung und den Betrieb von Start- und Landeplätzen für senkrecht startende, elektrische Luftfahrzeuge entwickelt. Zur Integration einer Vertiport Infrastruktur in Verkehrsflughäfen müssen zudem diverse Voraussetzungen wie Umweltverträglichkeit, Intermodalität, Slotneutralität, behördliche Anforderungen, die Zulassung von Flugverfahren und Bodeninfrastruktur sowie digitale Lösungen für eine nahtlose Reisekette geschaffen werden. Unter der Federführung von Munich Airport International werden hierbei neben dem Bauhaus Luftfahrt und dem Flughafen Nürnberg, Universitäten aus Ingolstadt, Eichstätt und München sowie weitere Partner aus Wissenschaft und Industrie eng zusammenarbeiten.

    Die AMI Partner in alphabetischer Reihenfolge lauten: Airbus Urban Mobility, Airbus Defence and Space, Airbus Helicopters, APSYS Risk Engineering GmbH, amd sigma strategic airport development GmbH, Bauhaus Luftfahrt e.V., Bayerisches Rotes Kreuz, brigk – Digitales Gründerzentrum der Region Ingolstadt GmbH, C-3 Comm Systems, DB Regio represented by Regionalverkehr Oberbayern GmbH (RVO), DFS Deutsche Flugsicherung GmbH, Diehl Aerospace GmbH, Droniq GmbH, EchoStar Mobile Limited, Flughafen Nürnberg GmbH – Airport Nürnberg, Fraunhofer Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V., f.u.n.k.e. AVIONICS GmbH, HENSOLDT Sensors GmbH, Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt, Munich Airport International GmbH, Schwarzbild Medienproduktion GmbH, SkyFive AG, Skyports, Stadt Ingolstadt, Technische Hochschule Ingolstadt, Technische Universität Hamburg, Technische Universität München, Telekom Deutschland GmbH, Universität der Bundeswehr München, Universität Stuttgart.

    Quelle: Munich Airport International

  • Daten – Ford tritt Daten-Netzwerk der Automobilindustrie bei

    Daten – Ford tritt Daten-Netzwerk der Automobilindustrie bei

    Daten – Ford wird Teil von Catena-X: Das Netzwerk wurde eingerichtet, um Datenstandards für die automobile Wertschöpfungskette zu etablieren und den Datenaustausch zwischen allen Beteiligten zu verbessern 

    Darüber hinaus ist Ford ein Gründungsmitglied der deutschen Responsible Supply Chain Initiative, die Sozialstandards, Arbeitssicherheit und Umweltschutz innerhalb der Lieferketten mittels einheitlicher Prüfmechanismen gewährleistet Beide Initiativen werden einen Beitrag dazu leisten, dass Ford in Europa bis 2035 die Klimaneutralität erreicht – in den Werken, in der Logistik und bei den Zulieferern Ford engagiert sich für die stetige Verbesserung der Lieferketten und ist bestrebt, Geschäfte mit Organisationen zu tätigen, die sich sowohl für Menschen als auch für den Planeten einsetzen 

    Ford of Europe hat zwei wichtige Lieferketten-Initiativen unterzeichnet. Sie zielen darauf ab, Industriestandards für den Datenaustausch zwischen Unternehmen zu etablieren und eine einheitliche Bewertung der Nachhaltigkeit von Produktionsstandorten zu ermöglichen. Bei der ersten Initiative handelt es sich um das Catena-X Automotive-Network, welches eingerichtet wurde, um Nachhaltigkeit und Effizienz in der gesamten automobilen Lieferkette durch kontinuierlichen Datenaustausch zwischen den Partnern zu verbessern. Die zweite Kooperation – die deutsche Responsible Supply Chain Initiative (RSCI) – stellt ebenfalls datenbasierte Methoden für nachhaltigere Lieferketten bereit. 

    „Verantwortungsvolle, transparente und nachhaltige Lieferketten sind der Schlüssel für einen erfolgreichen Wandel in der Automobilindustrie auf dem Weg in eine elektrifizierte Zukunft“, sagte Werner Pütz, Vice President, Purchasing, Ford of Europe. „Durch die Definition von Datenstandards und die Gewährleistung eines sicheren Datenaustauschs bietet Catena-X eine starke Grundlage für die Zusammenarbeit in diesem Bereich, die für alle Unternehmen der Branche von großer Bedeutung ist. Wir freuen uns sehr, nun Teil dieser richtungsweisenden Initiativen zu sein“. 

    Der Beitritt zu diesen Initiativen ist für Ford ein wichtiger Schritt, um CO2-Neutralität an europäischen Standorten zu erreichen, die gemäß Selbstverpflichtung des Unternehmens bis 2035 realisiert werden soll und auch Logistik sowie Zulieferbetriebe umfasst. Ebenfalls bis 2035 strebt Ford das Ziel von null Emissionen bei allen in Europa verkauften Fahrzeugen an. 

    Catena-X Automotive Netzwerk

    Als digitale Infrastruktur und kollaboratives Netzwerk ermöglicht Catena-X einheitliche Standards für den Daten- und Informationsaustausch entlang der automobilen Wertschöpfungskette. Ford schließt sich nun einer Vielzahl von Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft an, um Teil dieser beispiellosen Zusammenarbeit zwischen verschiedensten Unternehmen der Automobilindustrie zu werden. 

    Zu den Anwendungsgebieten gehören Qualitätsmanagement, Instandhaltung, Supply Chain Management und Nachhaltigkeit. Der reibungslose Datenfluss zwischen den Mitgliedern und ihren globalen Partnern könnte das Problem-Management verbessern, um etwa Lieferkettendruck oder Rohstoffengpässe rascher zu beheben, als dies bisher oftmals möglich war1. Die Beteiligung von Ford an Catena-X wird die Nachhaltigkeit des Unternehmens erhöhen und die Lieferketten noch transparenter machen. Mehr Informationen zu Catena-X finden Sie unter: https://catena-x.net/de/

    Responsible Supply Chain – Vereinsgründung zusammen mit dem VDA 

    Ford gehört zu den 14 Gründungsmitgliedern dieser auf Vereinsrecht basierenden Initiative des Verbandes der Automobilindustrie (VDA). Ziel ist die Entwicklung standardisierter Nachhaltigkeits-Bewertungen von Unternehmen innerhalb automobiler Lieferketten einschließlich der Evaluierung von Sozialstandards, Arbeitssicherheit und Umweltschutz. 

    „Um eine nachhaltige Zukunft zu gestalten, braucht es einen ganzheitlichen Ansatz und praktische Lösungen. Starke Gemeinschaften wie die Responsible Supply Chain Initiative bieten Unternehmen die Möglichkeit, fortschrittliche Industriestandards und Nachhaltigkeit branchenweit zu etablieren. So können alle Beteiligten der Wertschöpfungskette die Herausforderungen unserer Zeit gemeinsam meistern“, sagte Helmut Philipp, Nachhaltigkeitsspezialist bei Ford of Europe und stellvertretender Vorsitzender der Responsible Supply Chain Initiative (RSCI). 

    Ford engagiert sich für die Verbesserung aller Facetten innerhalb der Lieferketten und ist bestrebt, Organisationen für die Geschäftsabwicklung zu identifizieren, die Richtlinien zum Schutz der Menschen und des Planeten verabschieden und durchsetzen. Der Verhaltenskodex für Zulieferer beschreibt die Anforderungen an Lieferantenbeziehungen in Bereichen wie Menschenrechte, Umwelt, verantwortungsvolle Materialbeschaffung, verantwortungsvolle und rechtmäßige Geschäftspraktiken sowie die damit verbundene Umsetzung dieser Prinzipien. 

    1 Die Datenhoheit des Catena-X-Netzwerks wird nach den Standards der European Cloud Data Infrastructure (GAIA-X) und der International Data Spaces (Initiative für sicheren, domänenübergreifenden Datenverkehr mit Sitz in Berlin) gewahrt.

    Quelle: Ford Media

  • Mobility inside launcht erste App-Version – Vernetzungsprojekt startet mit vier Tarifen

    Mobility inside launcht erste App-Version – Vernetzungsprojekt startet mit vier Tarifen

    Mobility Inside – Durchbruch bei Vernetzung der ÖV-Branche / Partner bieten technisch identische Apps mit regionalspezifischen Namen und Icons / Einzel- und Tageskarten direkt in der App / Deutschlandweite Verbindungsauskunft – multimodal und mit Echtzeitdaten / Weiterentwicklung in schnellen Schritten

    Erstmals in Deutschland und vermutlich auch Europa steht Fahrgästen eine unternehmens- und verkehrsmittelübergreifende App zur Verfügung, die „Informieren, Buchen und Bezahlen“ aus einer Hand anstrebt: Ab dem 4. April 2022 stellt Mobility inside nach intensiver Vorbereitung die erste App-Version in die Stores. Den Fahrgästen stehen vom Namen her verschiedene, aber technisch identische Anwendungen zur Verfügung, die ab sofort genutzt und ausgiebig getestet werden können. Ziel ist, deutschlandweit nur eine einzige App für alle Reisen mit Bus und Bahn, Bike- und Carsharing zu benötigen. Die Apps der in der ersten Phase teilnehmenden Partner heißen:

    • RMV.Deutschland (Rhein-Main-Verkehrsverbund)
    • MVG Deutschland (Münchner Verkehrsgesellschaft)
    • dTicket (BOGESTRA)
    • DOplus (DSW21)
    people walking on train station
    Photo by Markus Spiske on Pexels.com

    Mobility inside – Zum Marktstart mit dabei sind die Tarife von Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV), Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV), Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) sowie Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN). Jede App kann Fahrkarten der jeweils anderen verkaufen, umfasst also alle vier Tarife.

    Schrittweise wird diese App-Version um zusätzliche Funktionen, Tarife und Partner erweitert und kontinuierlich optimiert, um schließlich auf die komplette ÖPNV- und Mobilitätsbranche ausgerollt zu werden. Gerade auch kleinere Verkehrsunternehmen können bei Mobility inside mitmachen – dafür sorgt die technische wie organisatorische Gestaltung des Projekts.

    Mit der nun gelaunchten App können Fahrgäste Einzel- und Tageskarten für Erwachsene zum Regeltarif erwerben, im MVV-, RMV- und VRR-Gebiet auch Kurzstrecken-Tickets. Der Verkauf des Tarifs im Schienennahverkehr sowie von DB-Fernverkehr erfolgt vorerst per Link zum DB-Navigator.

    Die deutschlandweite Verbindungsauskunft zu Bus und Bahn umfasst die Angabe von Echtzeitdaten und ist zudem multimodal: Mit dabei sind die Sharing-Angebote von ShareNow, Miles, Tier, Call a Bike, nextbike und MVG Rad.

    Fahrgäste müssen sich vor Nutzung der App registrieren, da die Anwendung in dieser Form neu ist. Dies gilt auch, wenn sie bereits bei einem der Partner einen Account haben. Die Abrechnung erfolgt nach Buchung der Fahrkarten per Lastschrift.

    Maßgeblich unterstützt wurde die Realisierung der Mobility inside-App vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr, welches mit 10,3 Millionen Euro die Hälfte der Kosten im Rahmen des Förderprojekts „Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme“ förderte.

    Bei Mobility inside handelt es sich um die erste vergleichbare App überhaupt in Deutschland. Der Erfolg dieses Launches hängt auch von einer regen Nutzung durch die Fahrgäste ab. Denn so können technische Hürden schneller erkannt und beseitigt werden und die Nutzerfreundlichkeit weiter verbessert werden: Die bei der ersten Produktivversion erwarteten Anregungen von Nutzerinnen und Nutzern für die Optimierung von technischen Funktionen und Handling werden gesammelt und bei der Weiterentwicklung berücksichtigt. Gleichzeitig sind diese ersten App-Versionen auch ein Aufruf an alle Unternehmen der ÖV-Branche, sich an diesem Leuchtturmprojekt zu beteiligen.

    Stimmen zum Start der Mobility inside-Apps

    Daniela Kluckert, Parlamentarische Staatsekretärin beim Bundesminister für Digitales und Verkehr:

    Eine App für die gesamte Reisekette im öffentlichen Nah- und Fernverkehr, lückenloses Routing und Ticketing für ganz Deutschland und digital gebündelte multimodale Bus-, Bahn- und Sharing-Angebote – da wollen wir hin. Mit „Mobility inside“ geht heute eine starke Plattform an den Start, die genau auf die Vernetzung der 600 im VDV organisierten Verkehrsunternehmen abzielt. Entwicklung und Marktstart haben wir mit rund 10 Millionen Euro aus unserem Programm „Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme“ gefördert. Jetzt sind die Unternehmen und Verkehrsverbünde aufgefordert, bei „Mobility inside“ mitzumachen! Nur so können wir flächendeckend Nutzerinnen und Nutzer erreichen.

    Berthold Huber, Vorstand Personenverkehr der Deutschen Bahn:

    Für das anvisierte Wachstum im Fahrgastmarkt ist entscheidend, dass wir Kundinnen und Kunden von Start bis Ziel ihrer Wege ein durchgängiges Mobilitätsangebot machen. Voraussetzung dafür ist, dass das öffentliche Mobilitätsangebot für die Nutzenden als Gesamtangebot empfunden wird. Deshalb sind wir Gesellschafter von Mobility inside, unterstützen auch technisch in zentraler Rolle, und natürlich ist auch der FV-Tarif im Paket dabei. Mit dem heutigen Launch kommen wir einen guten Schritt voran.

    Ingo Wortmann, VDV-Präsident, Vorsitzender der Geschäftsführung der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) und Geschäftsführer Mobilität der Stadtwerke München (SWM):

    Mit dem Start der ersten Mobility inside-Apps bricht in unserer Branche ein neues Zeitalter an. Wir lassen unseren Worten Taten folgen und nutzen die Chancen der Digitalisierung. Fahrgäste können sich über Anbieter und Verkehrsmittel hinweg informieren, aber zunehmend auch buchen und bezahlen. Mit den Verbundtarifen der derzeit teilnehmenden Partner erreicht Mobility inside bereits 40% der Einwohner in Deutschland. Weitere Verbundtarife und Angebote sollen zeitnah folgen, darunter die Tiefenintegration des DB-Fernverkehrstarifs für direkte Buchung in den Regionen sowie von Sharing-Anbietern. Damit bündeln wir die Angebote jenseits des eigenen Pkws und erweitern unsere Zielgruppen und Marktchancen erheblich.

    Prof. Knut Ringat, VDV-Vizepräsident und Geschäftsführer sowie Sprecher der Geschäftsführung des Rhein-Main-Verkehrsverbundes:

    Der Start von Mobility inside, davon bin ich überzeugt, wird eine Lawine ins Rollen bringen. Je mehr Unternehmen mitmachen, desto mehr Fahrgäste, Aufsichtsräte und Unternehmen werden dabei sein wollen. Die Veröffentlichung der ersten Mobility-inside-Version ist ein Durchbruch für das Projekt, für die Vernetzung der ÖV-Branche und ein Baustein für die Mobilitätswende. Informieren, Buchen und Bezahlen macht die Nutzung von Bahn, Bus und Sharingangeboten so einfach, dass die Menschen gerne mehr mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren. Im RMV haben wir deshalb auch schon den nächsten Schritt im Blick und werden 2023 Mobility inside in unsere RMV-App integrieren.

    Über Mobility inside

    Nur eine einzige App für alle Reisen mit Bus, Bahn und Sharing-Angeboten – und das deutschlandweit. Das ist das Ziel des branchenweiten Vernetzungsprojekts Mobility inside. Eine digitale Plattform verknüpft Fahrplaninformationen, Tarife und die Abrechnung. Fahrgäste profitieren dann von „Informieren, Buchen und Bezahlen“ aus einer Hand. Rund 200 Akteure, vom privaten und öffentlichen Verkehrsunternehmen bis hin zu Bürgerbusvereinen, haben im Vorfeld ihr Interesse an einer Partizipation bekundet. Im Herbst 2019 wurde Mobility inside als Gesellschaft gegründet und ein mehr als einjähriger Test eines App-Piloten mit rund 2.000 Fahrgästen gestartet.

    Innerhalb des Projekts verantworten die Stadtwerke München insbesondere das Routing, also die Fahrtenbildung. Der RMV stellt das Hintergrundsystem für die Ausgabe von Fahrkarten und deren Abrechnung zur Verfügung, und die DB-Tochter Mobimeo bringt ihr Know-how zur Gestaltung des Frontends der Apps sowie der Schnittstellentechnik ein.

    Die 13 Mobility inside-Gesellschafter

    Aktiv Bus Flensburg, Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG), Bentheimer Eisenbahn, Bochum Gelsenkirchener Straßenbahnen (BOGESTRA), Deutsche Bahn, Dortmunder Stadtwerke (DSW 21), Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB), Mainzer Verkehrsgesellschaft (Mainzer Mobilität), Nordhessischer Verkehrsverbund (NVV), Rhein-Neckar Verkehr (rnv), Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV), Stadtwerke München (SWM), Verkehrs-Aktiengesellschaft Nürnberg (VAG).

  • Apex.OS – Continental und Apex.AI bringen Automobil-Betriebssystem auf die Straße

    Apex.OS – Continental und Apex.AI bringen Automobil-Betriebssystem auf die Straße

    TÜV-zertifiziertes Apex.OS Betriebssystem ist für den Serieneinsatz auf der Straße zugelassen

    Apex.OS – Continental beteiligt sich als strategischer Investor am deutsch-amerikanischen Software-Spezialisten Apex.AI. Damit unterstreicht das Technologieunternehmen die große Bedeutung intelligenter Software-Anwendungen für künftige Fahrzeuggenerationen. Continental und Apex.AI kooperieren bereits seit 2020 bei der Industrialisierung eines innovativen Betriebssystems für Fahrzeuge. Mit der nun vollzogenen Minderheitsbeteiligung intensivieren beide Unternehmen ihre Zusammenarbeit, um zügig eine seriennahe Lösung bereitzustellen. Die Höhe der Beteiligung wird nicht offengelegt.

    Apex.OS - Continental und Apex.AI bringen neues Automobil-Betriebssystem auf die Straße
    Neben verbesserter Hardware, macht Software in Zukunft vermehrt den Unterschied bei der Differenzierung in der Mobilitätsindustrie aus.Continental AG

    „Mit Apex.AI haben wir einen starken Kooperationspartner an unserer Seite, um den großen Herausforderungen des autonomen Fahrens mit innovativen Software-Lösungen zu begegnen“, sagt Frank Petznick, Leiter der Geschäftseinheit Fahrerassistenzsysteme bei Continental. „Die Komplexität der Software- und Elektronikarchitekturen von Fahrzeugen nimmt rasant zu, die Zahl der digitalen Funktionalitäten steigt. Das Automobil wird tatsächlich immer mehr zu einem Smartphone auf Rädern, bei dem die Entwicklung von Hard- und Software zunehmend unabhängig voneinander und deutlich beschleunigt erfolgt. Mithilfe des bereits zertifizierten Meta-Betriebssystems Apex.OS werden wir die Entwicklungszyklen von neuen Mobilitätsfunktionen vor allem für das automatisierte und autonome Fahren im Einklang mit höchsten Sicherheitsstandards signifikant verkürzen. Unser Investment in Apex.AI ist ein wichtiger Schritt in die Zukunft.“

    Apex.OS

    Flexible, intelligente Software-Lösungen für die nachhaltige Mobilität von morgen

    Apex.OS – Neben leistungsfähiger Hardware wird das Fahrzeug der Zukunft im Wesentlichen durch intelligente und innovative Software definiert. Es wird umfassend vernetzt sein, seine Funktionen lassen sich jederzeit per Update verbessern und erweitern. Das erfordert eine völlig neue Architektur der Fahrzeugelektronik – und der Software-Systeme mit Anbindung an die Cloud. Ein wesentlicher Ansatz ist, die Komplexität der Systeme trotz immer größerer und aufwändigerer Programme zu reduzieren. Flexible, skalierbare und nutzerfreundliche Softwarelösungen sind der Code für die Zukunft der Automobilindustrie sowie der Schlüssel zur sicheren, effizienten und nachhaltigen Mobilität von morgen. Continental hat die Kapazitäten und das Knowhow, um technologisch führende Lösungen erfolgreich zu gestalten. Das Unternehmen beschäftigt rund 17.000 Software- und IT-Spezialisten – damit entwickelt rund ein Drittel aller Ingenieure von Continental modernste Software-Lösungen. Dank der Kooperation mit Apex.AI und der gemeinsamen Industrialisierung des Meta-Betriebssystems kann Continental nun ihr Produktportfolio um einen wesentlichen Baustein ergänzen.

    Die Strategie: Partnerschaften mit ausgesuchten Technologieunternehmen

    Apex.OS – Für entscheidende Evolutionsschritte arbeitet Continental eng mit ausgesuchten Technologiepartnern zusammen. So kooperiert Continental bei der Entwicklung von Lidar-Sensoren – eine Schlüsseltechnologie für das automatisierte Fahren – mit dem Sensorik-Spezialisten AEye. Mit Horizon Robotics wiederum, einem führenden Anbieter von Edge-Computing-Plattformen für Künstliche Intelligenz (KI), gründete Continental jüngst ein Joint Venture. Ziel ist, Algorithmen von Horizon Robotics in smarte Kamerasysteme und Steuergeräte von Continental zu integrieren. Und nicht zuletzt werden bei Elektrobit, einem Tochterunternehmen von Continental, Embedded-Software-Lösungen für verschiedenste Fahrfunktionen entwickelt. Mit seinem agilen Partner-Ökosystem gelingt es Continental, Innovationen noch schneller in Serie und auf die Straße zu bringen.

    Die Beteiligung von Continental an Apex.AI ist ein weiteres Beispiel, wie zielgerichtete Investitionen und Partnerschaften wesentliche Technologiesprünge zu einer nachhaltigen Mobilität von morgen ermöglichen. Die innovative Software-Plattform von Apex.AI und Continental ist ein wichtiges Element im Partnerschafts-Portfolio des Technologieunternehmens, um Kunden, Partner sowie die IT-Spezialisten von Continental bei der Entwicklung und Implementierung neuer Software-Lösungen zu unterstützen – und nicht zuletzt die Integration des Fahrzeugs in das Internet der Dinge (IoT) zu ermöglichen.

    Quelle: Continental

  • Daten – Continental stärkt mit neuem 4G Dongle die Performance der RVD-Plattform

    Daten – Continental stärkt mit neuem 4G Dongle die Performance der RVD-Plattform

    Daten – Laufende Updates und Zertifizierung für maximale Cybersicherheit

    Daten – Mit seinem neuen 4G Dongle bringt das Technologieunternehmen Continental noch mehr Performance in seine Remote Vehicle Data (RVD) Plattform. Diese ermöglicht den Zugriff auf die Fahrzeugdaten zahlreicher Fahrzeugmarken und -modelle. Der Dongle überträgt im Vergleich zum bluetooth-basierten Vorgänger die Daten nicht nur deutlich schneller, er kann auch mehr Datensätze auslesen und hat eine höhere Rechenleistung. Damit schafft er die Grundlagen für neue Services, die Werkstätten ihren Kunden anbieten können. „Zusätzlich haben wir die Fahrzeugabdeckung der RVD-Plattform nochmals deutlich erhöht. So können Werkstätten die relevanten Daten von über 80 Prozent aller zugelassenen Fahrzeugmodelle in Europa auslesen – und wir erhöhen die Abdeckung noch weiter“, erläutert Dominik Wrede, der die Produktentwicklung im Bereich Diagnose und Services bei Continental leitet. Besonderen Wert legt Continental zudem auf die hohe Qualität der Daten: Das System kann über die frei verfügbaren Standard-Daten aus der On-Board-Diagnoseschnittstelle (OBD) hinaus auch viele herstellerspezifische Informationen auslesen. Werkstätten erhalten damit Zugriff auf Fehlercodes in Fahrzeugherstellerqualität. Deren Beschreibung ist wesentlich präziser als jene aus frei zugänglichen Quellen für Fehlercodes, zudem können mehr Codes aus dem Fehlerspeicher ausgelesen werden. Zu den herstellerspezifischen Daten, die die Plattform zur Verfügung stellt, gehören auch die für Werkstätten besonders relevanten Service- und Inspektionsdaten sowie individuelle Parameter, wie etwa die Batteriespannung oder der Ölfüllstand. Sie geben einen wertvollen Überblick über den Gesamtzustand des Fahrzeugs.

    Effizienter arbeiten und näher am Kunden sein: Daten machen’s möglich

    Daten
    Mehr Fahrzeugabdeckung, mehr Geschwindigkeit, mehr Fahrzeugdaten: der neue 4G Dongle von Continental.

    Ein wichtiger Vorteil der Ferndaten: Sie helfen Werkstätten dabei, ihre Arbeitsprozesse besser zu steuern und damit effizienter zu arbeiten. Denn wer vorab schon weiß, wann und aus welchem Grund ein Fahrzeug in die Werkstatt kommt, kann Termine optimal planen und seine Ressourcen besser einsetzen. So lassen sich anfallende Regeltermine wie zum Beispiel die anstehende Inspektion frühzeitig für Zeiten einplanen, an denen die Auslastung nicht so hoch ist.

    Werkstätten können passend zum anstehenden Service-Termin Zusatzleistungen anbieten, beispielsweise den anstehenden Reifenservice gleich mit übernehmen. Werkstattkunden sparen so wertvolle Zeit. Und dank der Diagnosedaten kann die Werkstatt das genau passende Ersatzteil schon vor der Reparatur bestellen und kann diese schneller abschließen. Außerdem müssen weniger falsch bestellte Teile zurückgesendet werden.

    „Zugang zu Fahrzeugdaten bedeutet besseren und effizienteren Service – und den erwarten die Kunden heute mehr denn je. Mit der RVD-Plattform und dem 4G Dongle steht Werkstätten ein Tool zur Verfügung, mit dem sie im immer härter werdenden Wettbewerb der Werkstätten punkten können“, sagt Peter Wagner, der bei Continental das Geschäftssegment Automotive Aftermarket leitet.

    Flottenmanagement für kleinere PKW-Flotten leicht gemacht

    Daten
    Die RVD-Plattform stellt neben Fehlercodes auch herstellerspezifische Daten wie Service- und Inspektionsdaten sowie individuelle Parameter bereit, etwa den Ölfüllstand.

    Zu den herstellerspezifischen Daten, die die Plattform bereitstellt, gehören zum Beispiel Fahrzeugparameter wie die Zeit bzw. der Kilometerstand bis zur nächsten erforderlichen Wartung. Das macht die Lösung ideal für Werkstätten, die kleinere Flotten betreuen und damit Fuhrparkverantwortlichen helfen können, den Zustand der Fahrzeuge besser zu überblicken und Wartungsintervalle entsprechend zu planen. So lassen sich Standzeiten reduzieren und die Effizienz der Flotte steigern. Zudem haben Kfz-Betriebe die Möglichkeit, anhand der Daten aus dem 4G Dongle den Zustand von Kundenfahrzeugen aus der Ferne zu überwachen und schon früh auf Probleme hinzuweisen, bevor der Kunde mit einer Fahrzeugpanne liegen bleibt.

    Mit dem Gesamtüberblick über die Fahrzeugdaten können Werkstätten Verschleiß und Fehlfunktionen bei Kundenfahrzeugen frühzeitig erkennen, Kunden informieren und Werkstatttermine optimal planen. „Werkstätten können Flottenkunden einen großen Teil des Zeit- und Organisationsaufwands für Reparatur und Wartung abnehmen, beispielsweise, indem sie proaktiv Termine zur Inspektion anbieten, rechtzeitig ein Reparaturfahrzeug bereitstellen oder die notwendigen Ersatzteile bereits vorbestellen“, so Wrede. „Das schafft Vertrauen und stärkt die Kundenbindung.“

    Sichere und leistungsstarke Lösung – dank hoher Standards und regelmäßiger Tests

    Auch in puncto Bedienerfreundlichkeit hat der Dongle Fortschritte gemacht: Er lässt sich ohne App mit dem Auto verbinden und verfügt über eine eigene SIM-Karte, mit der Daten an ein Backend gesendet werden können. Darüber hinaus bietet er durch die aktuellsten Cybersecurity-Technologien ein Maximum an Sicherheit bei der Datenverarbeitung. Regelmäßige Sicherheits-Tests und Updates sorgen dafür, dass die Fahrzeuge mit der aktuellsten Technologie geschützt sind. Auch die RVD-Plattform, die die Daten verarbeitet, wird regelmäßig mit simulierten Hackerangriffen (sogenannten Penetrationstests) getestet und so auf den neuesten Sicherheitsstand gehalten.

    „Fahrzeug- und Datensicherheit gehören zu den Kernkompetenzen von Continental, in dem Bereich haben wir uns in den vergangenen Jahren durch Zukäufe und weitere Investitionen gestärkt – und davon profitiert auch unsere RVD-Plattform. Zudem haben wir als einer der weltweit größten Automobilzulieferer in Jahrzehnten viel Know-how für die Entwicklung von Diagnose- und Konnektivitätslösungen aufgebaut. Darauf bauen wir auch für unser Service- und Diagnoseportfolio für den Aftermarket auf, um uns zukunftssicher aufzustellen“, erläutert Peter Wagner.

    Quelle: Contiental

  • Mobility – Künstliche Intelligenz steuert Ampelanlage

    Mobility – Künstliche Intelligenz steuert Ampelanlage

    Intelligente Ampelsteuerung durch künstliche Intelligenz

    Die Straßen sind chronisch überfüllt, an den Kreuzungen stauen sich die Fahrzeuge. Vor allem in der Rushhour bilden sich lange Warteschlangen. In den Projekten »KI4LSA« und »KI4PED« realisieren Forschende am Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB, Institutsteil für industrielle Automation INA in Lemgo eine intelligente Ampelsteuerung mithilfe von Künstlicher Intelligenz. Selbstlernende Algorithmen sollen in Kombination mit neuer Sensorik künftig für einen besseren Verkehrsfluss sowie kürzere Wartezeiten sorgen und Fußgängern mehr Sicherheit an Ampelkreuzungen bieten.

    Die trainierten Algorithmen ermitteln das beste Ampel-Schaltverhalten, um den Verkehrsfluss zu optimieren, den durch Staus entstehenden Lärm und die CO2-Belastung zu senken.
    © Fraunhofer IOSB-INADie trainierten Algorithmen ermitteln das beste Ampel-Schaltverhalten, um den Verkehrsfluss zu optimieren, den durch Staus
    entstehenden Lärm und die CO2-Belastung zu senken.
    Im Projekt »KI4PED« stehen nicht die Fahrzeuge, sondern Fußgänger im Fokus. Die Personenerkennung und das Tracking wird auf Basis von LiDAR-Daten mittels KI erzielt.
    © Fraunhofer IOSB-INAIm Projekt »KI4PED« stehen nicht die Fahrzeuge, sondern Fußgänger im Fokus. Die Personenerkennung und das Tracking wird auf Basis von LiDAR-Daten mittels KI erzielt.

    Die Fahrt zur Arbeit und nach Hause kann zur Tortur werden. Im Stop-and-go-Modus rollen die Autos von einer überfüllten Ampelkreuzung zur nächsten, vor allem zu Stoßzeiten ist die grüne Welle eine Utopie. Dies wollen Forscherteams am Institutsteil für industrielle Automation INA des Fraunhofer-Instituts für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB im Projekt »KI4LSA« ändern. Künstliche Intelligenz soll eine intelligente, vorausschauende Ampelschaltung ermöglichen. Projektpartner sind die Stührenberg GmbH, die Cichon Automatisierungstechnik GmbH, die Stadtwerke Lemgo GmbH sowie die Alte Hansestadt Lemgo (assoziiert) und Straßen.NRW (assoziiert). Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur BMVI fördert das Vorhaben, das im Sommer 2022 endet.

    Aktuelle Ampelsteuerungen sind regelbasiert, die starren Regeln passen nicht auf alle Verkehrssituationen. Zudem bilden die vorhandenen Sensoren – in den Asphalt eingelassene Induktionsschleifen – die Verkehrssituation nur grob ab. Diese Probleme adressieren die Forschenden am Fraunhofer IOSB-INA. Anstelle der herkömmlichen Sensoren implementieren sie hochauflösende Kamera- und Radarsensorik, die das Verkehrsgeschehen präziser erfasst. Die Anzahl der wartenden Fahrzeuge an der Kreuzung kann so spurgetreu in Echtzeit aufgenommen werden. Auch die durchschnittliche Geschwindigkeit der Autos und die Wartezeit werden detektiert. Die Echtzeit-Sensorik wird mit Künstlicher Intelligenz kombiniert, die die starren Steuerungsregeln ersetzt. Die KI verwendet Algorithmen des Deep Reinforcement Learning. Diese Methode des maschinellen Lernens konzentriert sich darauf, intelligente Lösungen für komplexe Steuerungsprobleme zu finden. »Wir haben von der Lemgoer Kreuzung, an der unsere Tests stattfinden, ein realitätsgetreues Simulationsmodell gebaut und die KI in diesem Modell unzählige von Iterationen trainieren lassen. Zuvor haben wir das gemessene Verkehrsaufkommen zur Rushhour in das Simulationsmodell übertragen, sodass die KI mit realen Daten arbeiten kann. Das Ergebnis ist ein per Deep Reinforcement Learning trainierter Agent, ein Neuronales Netz, das die Ampelsteuerung darstellt«, erläutert Arthur Müller, Projektleiter und Wissenschaftler am Fraunhofer IOSB-INA den Ansatz des DRL. Die so trainierten Algorithmen ermitteln das beste Ampel-Schaltverhalten und die beste Phasenfolge, um die Wartezeiten an der Kreuzung zu verkürzen, Fahrzeiten zu senken und den durch Staus entstehenden Lärm und die CO2-Belastung zu senken. Die KI-Algorithmen laufen auf einem Edge-Computer im Schaltkasten an der Kreu-zung. Ein Vorteil: Die Algorithmen lassen sich auf Verbundschaltungen testen, anwenden und skalieren, also auf benachbarten Ampeln, die sich in einem Verbund befinden.

    Große Skalierungseffekte

    Um 10 bis 15 Prozent könnte der Verkehrsfluss durch Künstliche Intelligenz verbessert werden. Zu diesem Ergebnis kamen die Simulationsphasen an der überlasteten Lemgoer Kreuzung, die mit intelligenten Ampeln ausgerüstet wurde. Der trainierte Agent wird in den kommenden Monaten für die weitere Evaluation auf die Straße gebracht, sprich ins Reallabor überführt. Auch der Einfluss der Verkehrsmetriken auf Parameter wie Lärmbelästigung und Abgasemissionen wird berücksichtigt. Eine Hürde stellt dabei die unvermeidbare »Simulation-to-reality-gap« dar. »Die Annahmen zum Verkehrsverhalten in der Simulation stimmen nicht 1:1 mit der Realität überein. Dementsprechend muss der Agent angepasst werden«, sagt Müller. »Gelingt dies, ist der Skalierungseffekt enorm, bedenkt man die große Anzahl an Ampeln allein in einer Stadt wie Lemgo.«

    Die EU beziffert den durch Staus verursachten wirtschaftlichen Schaden auf 100 Milliarden Euro jährlich für die Mitgliedsstaaten. KI-Ampeln sind laut Müller eine Möglichkeit, die vorhandene Infrastruktur effizienter zu nutzen. »Weltweit sind wir die ersten, die die Ampelsteuerung per Deep Reinforcement Learning unter realen Bedingungen testen. Wir setzen auf den Vorbildcharakter unseres Projekts«.

    Intelligente Lichtsignalanlagen (LSA) für Fußgänger

    Im Projekt »KI4PED« stehen nicht die Fahrzeuge, sondern Fußgänger im Fokus: Gemeinsam mit der Stührenberg GmbH und den assoziierten Partnern Straßen.NRW, Stadt Lemgo und Stadt Bielefeld entwickelt das Fraunhofer IOSB-INA bis Ende Juli 2022 einen innovativen Ansatz zur bedarfsgerechten Steuerung von Fußgängerampeln. Besonders vulnerable Personen wie Ältere oder Menschen mit Handicap sollen davon profitieren. Ziel ist es, Wartezeiten zu verkürzen und die Sicherheit an Ampelkreuzungen durch längere Überquerungszeiten zu erhöhen. Denn aktuellen Studien zufolge sind die Grünphasen für diese Personengruppen zu kurz. Die derzeit installierten Taster, meist kleine gelbe Kästchen, liefern weder Informationen über die Anzahl noch das Alter oder gar das Gebrechen der Passantinnen und Passanten. Durch die Implementierung von KI in Kombination mit hochauflösenden LiDAR-Sensoren wollen die Projektpartner den Prozess automatisieren und die Überquerungszeiten automatisch an die Bedarfe der jeweiligen Fußgänger anpassen und abstufen. Die Personenerkennung und das Tracking wird auf Basis von LiDAR-Daten mittels KI erzielt und in einem eingebetteten System in Echtzeit umgesetzt.

    »Aus Gründen des Datenschutzes verwenden wir anstelle von kamerabasierten Systemen LiDAR-Sensoren, da sie Fußgänger als 3D-Punktwolken darstellen und diese somit nicht identifiziert werden können«, erklärt Dr. Dennis Sprute, Projektleiter und Wissenschaftler am Fraunhofer IOSB-INA. LiDAR-Sensoren (Light Detection and Ranging) senden Laserstrahlen zur Abstandsmessung aus und detektieren das zurückgestreute Licht. Aus der Laufzeit des Lichts wird die Entfernung zum Objekt, also zur Person, ermittelt. Diese Sensoren sind darüber hinaus robust gegenüber Beleuchtungs-, Spiegelungs- und Witterungseinflüssen. Ihre optimale Positionierung und Ausrichtung an der Ampelkreuzung wird im Rahmen einer Machbarkeitsstudie geprüft. Zudem werden die KI-Algorithmen zunächst an zwei Ampelkreuzungen in Lemgo und Bielefeld eine Woche lang trainiert. Ebenfalls geplant sind Sensortests auf dem Gelände des Fraunhofer IOSB-INA bei verschiedenen simulierten Beleuchtungsbedingungen, um die Erkennungsleistung zu bestimmen.

    Mit einem bedarfs- und situationsgerechten Steuerungskonzept erhoffen sich die Forschungspartner, die Wartezeit bei hohem Personenaufkommen um 30 Prozent und die Anzahl gefährlicher verkehrswidriger Überquerungen um etwa 25 Prozent reduzieren zu können.

    Quelle: Fraunhofer Institut