Bezahlen mit dem Smartphone in Deutschland
- Bitkom erwartet mit dem Start von Apple Pay Schub fĂŒr mobiles Bezahlen
- Bereits heute gibt es zahlreiche Angebote von Tech-Unternehmen, Banken, Sparkassen und Startups
Berlin, 11. Dezember 2018 – Die Mehrheit der BundesbĂŒrger erwartet einen Durchbruch fĂŒr das elektronische Bezahlen in den kommenden Jahren. Bereits heute geht nur noch jeder fĂŒnfte BundesbĂŒrger (21 Prozent) davon aus, dass auch in 20 Jahren hierzulande Bargeld noch das dominierende Zahlungsmittel sein wird. Jeder Dritte (35 Prozent) glaubt dagegen, dass es damit bereits spĂ€testens in 10 Jahren vorbei ist. âNach Google Pay sind mit dem Start von Apple Pay seit heute in Deutschland zwei internationale Player fĂŒr das mobile Bezahlen auch im deutschen Markt aktivâ, sagt Julian Grigo, Bereichsleiter Digital Banking & Financial Services beim Digitalverband Bitkom. âDaneben gibt es auch bei Sparkassen und Banken eigene Initiativen. Und auch Startups und der Handel arbeiten an eigenen Lösungen. Damit gibt es immer mehr Möglichkeiten fĂŒr die Kunden, mobile Bezahldienste an der Ladenkasse zu nutzen. Sicher ist deshalb: Mobiles Bezahlen wird sich auch in Deutschland Schritt fĂŒr Schritt etablieren.â
Nach einer Bitkom-Umfrage sagen 3 von 5 Smartphone-Nutzern (59 Prozent), dass sie ihren Einkauf nie mit dem Smartphone bezahlen. WĂ€hrend in NachbarlĂ€ndern wie DĂ€nemark das Bezahlen mit dem Smartphone schon seit Jahren weit verbreitet ist, sind viele BundesbĂŒrger noch zurĂŒckhaltend. Smartphone-Nutzer, die auf das Bezahlen mit dem Smartphone grundsĂ€tzlich verzichten, nennen als Hauptgrund Sicherheitsbedenken. 6 von 10 (61 Prozent) sorgen sich, dass Hacker auf diese Weise auf ihr Konto zugreifen könnten. 30 Prozent geben an, der Bezahlvorgang mit dem Smartphone sei ihnen zu kompliziert und 13 Prozent finden, das Bezahlen mit dem Smartphone dauere zu lange. 8 Prozent beklagen, dass sich die Mitarbeiter an den Kassen nicht mit dem Smartphone-Bezahlen auskennen. 6 Prozent sagen, dass in den von ihnen besuchten GeschĂ€ften ein Bezahlen mit Smartphone nicht möglich ist.
Bitkom fordert elektronische Bezahlmöglichkeit in jedem Laden und Restaurant
Bitkom setzt sich fĂŒr eine gesetzlich garantierte Wahlfreiheit der Kunden an der Kasse ein. âWir wollen, dass man ĂŒberall mindestens eine gĂ€ngige elektronische Bezahlmöglichkeit nutzen kann. Egal ob im GeschĂ€ft, Restaurant und Bar oder auch am Ticketautomaten â kurz: an jedem Point-of-Saleâ, sagt Banking-Experte Grigo. Davon wĂŒrden Kunden, Gastronomen, HĂ€ndler und der Staat gleichermaĂen profitieren. Kontaktloses Bezahlen sei schneller als das Hantieren mit Wechselgeld und damit ein wirksames Mittel gegen Warteschlangen. Zudem bringe elektronisches Bezahlen HĂ€ndlern mehr Umsatz, etwa durch den Einsatz von einfachen und komfortablen Kundenbindungsprogrammen. Zugleich könnten HĂ€ndler ihre Buchhaltung direkt an die Bezahlsysteme anschlieĂen. Da es dank elektronischen Bezahlens schwieriger wird, sich der Besteuerung zu entziehen, werde die Schattenwirtschaft eingeschrĂ€nkt und das Steueraufkommen steigen.
Das vollstĂ€ndige Positionspapier âBitkom-Thesen zur Wahlfreiheit beim Bezahlenâ steht zum Download bereit.
Hinweis zur Methodik:  Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverband Bitkom durchgefĂŒhrt hat. Dabei wurden 1.006 BundesbĂŒrger ab 14 Jahren telefonisch befragt.Â
Quelle: Bitkom

