Digitale Transformation – Künstliche Intelligenz verändert Führung in Unternehmen

Digitale Transformation
Lesezeit: 4 Minuten

Künstliche Intelligenz (KI) ist ein Wachstumstreiber: Digitale Transfromation – Stark wachsende Unternehmen setzen mehr als doppelt so oft auf KI wie langsam wachsende.

Digitale Transformation – Stark wachsende Unternehmen setzen mehr als doppelt so oft auf KI wie langsam wachsende.Führungskräfte in wachstumsstarken Unternehmen wollen KI stärker zur Entscheidungsfindung und für die strategische Ausrichtung ihrer Organisation nutzen.Führungskräfte wollen mehr Zeit in die Motivation und Inspiration der Beschäftigten investieren.

Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz ist in Unternehmen mit zweistelliger Wachstumsrate mehr als doppelt so hoch wie in langsam wachsenden (37,8 vs. 17,1 Prozent) – das ist das Ergebnis einer internationalen Microsoft-Studie, die heute im Rahmen einer Veranstaltung bei Microsoft Berlin vorgestellt wird. In Deutschland ist der Unterschied mit 66,7 Prozent zu 16,7 Prozent noch deutlicher. Die Technologie ist nicht nur ein Wachstumstreiber, sondern verändert auch die Unternehmensführung in allen untersuchten Ländern: Neben Effizienzsteigerung wollen Entscheider KI auch für Führungsaufgaben nutzen – in schnell wachsenden Firmen mit zweistelliger Wachstumsrate stärker als in langsam wachsenden. Die Zeit, die sie durch den Einsatz von KI sparen, soll vorrangig in die Motivation und Inspiration ihrer Beschäftigten (28,5 Prozent), aber auch in die Identifizierung neuer Marktchancen (23,8 Prozent) und das Setzen der richtigen Ziele (22,3 Prozent) investiert werden.

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Chatbot LiA – E-Commerce Online Händler Lidl startet einen weiteren direkten Kanal zum Kunden.

Chatbot LiA - E-Commerce Online Händler Lidl startet einen weiteren direkten Kanal zum Kunden.
Lesezeit: 2 Minuten

Der Chatbot LIA stellt Fragen rund um die Lidl-Welt, der Lidl-Assistent antwortet schnell und unkompliziert.

Welche Produkte sind gerade im Angebot? Wie lange hat die nächstgelegene Lidl-Filiale geöffnet?
Der Lidl-Assistent, kurz „LiA“, bietet den Kunden künftig die Möglichkeit, diese und weitere Informationen rund um die Uhr innerhalb weniger Sekunden über den Facebook Messenger abzurufen. Auf dem neuen digitalen Kommunikationskanal können Kunden des Lidl-Onlineshops darüber hinaus beispielsweise den aktuellen Sendungsstatus ihrer Bestellung erfahren oder erhalten bei Fragen zu Themen wie Reisen oder Karrieremöglichkeiten Links zu den passenden Webseiten innerhalb des Lidl-Onlineangebots. Möglich macht das ein Chatbot, ein textbasiertes Dialogsystem, das auf eine Wissensdatenbank zurückgreift und auf dieser Basis Dialoge mit dem Nutzer ermöglicht. Diese Systeme sind auch als virtuelle persönliche Assistenten bekannt.

Chatbot LIA – „Social-Media-User wünschen sich Informationen möglichst in Echtzeit. Daher haben wir uns entschieden, unseren Chatbot ‚LiA‘ auf Facebook zu implementieren. Um eine möglichst gute Nutzererfahrung zu bieten, werden wir dessen Funktionalität ständig weiterentwickeln“, erklärt Jürgen Achenbach, Geschäftsführer Marketing bei Lidl Deutschland. Für komplexere Fragestellungen steht den Kunden nach wie vor der Kundenservice telefonisch oder per Mail zur Verfügung.

So funktioniert der Lidl-Assistent

Chatbot LIA ist in den Facebook Messenger integriert. Um ihn zu aktivieren, müssen User die Facebook-Seite von Lidl Deutschland www.facebook.com/lidl im Browser oder der Facebook-App aufrufen und auf den Button „Nachricht“ klicken oder den Messenger-Link https://m.me/lidl öffnen. Daraufhin öffnet sich das Dialogfenster, in das die Fragen an den Lidl-Assistent eingetippt werden. 

Beispielfragen für „LiA“

•„Was hat Lidl gerade im Angebot?“ zählt auf, wie viele und welche Artikel aus dem Standardsortiment derzeit im Preis reduziert sind und wie viel sie kosten.
•„Welche Aktionen gibt es gerade?“ liefert eine Übersicht der aktuellen Food- und Non-Food-Aktionen in den Filialen.
•„Wo ist die nächste Filiale?“ zeigt, wo die nächstgelegene Filiale ist und wie lange sie geöffnet hat.

Ab dem 13. März beginnt Lidl den Chatbot mit Facebook-Posts zu bewerben, um ihn bei den Lidl-Fans bekannt zu machen und sie zu animieren, den Assistenten selbst auszuprobieren. Im ersten Post werden die Fans dazu aufgefordert, „LiA“ ein Gesicht zu geben. Dafür können sie zwischen zwei Avataren wählen. 

Über Lidl Deutschland:
Das Handelsunternehmen Lidl gehört als Teil der Unternehmensgruppe Schwarz mit Sitz in Neckarsulm zu den führenden Unternehmen im Lebensmitteleinzelhandel in Deutschland und Europa. Aktuell ist Lidl in 30 Ländern präsent und betreibt rund 10.500 Filialen in derzeit 29 Ländern weltweit. In Deutschland sorgen rund 79.000 Mitarbeiter in rund 3.200 Filialen täglich für die Zufriedenheit der Kunden. Dynamik in der täglichen Umsetzung, Leistungsstärke im Ergebnis und Fairness im Umgang miteinander kennzeichnen das Arbeiten bei Lidl. Seit 2008 bietet der Lidl-Onlineshop Non-Food-Produkte aus verschiedenen Kategorien, Weine und Spirituosen sowie Reisen und weitere Services an. Das Angebot des Lidl-Onlineshops wird ständig erweitert und umfasst derzeit rund 30.000 Artikel. Als Discounter legt Lidl Wert auf ein optimales Preis-Leistungsverhältnis für seine Kunden. Einfachheit und Prozessorientierung bestimmen das tägliche Handeln. Dabei übernimmt Lidl Verantwortung für Gesellschaft und Umwelt und fokussiert sich im Bereich Nachhaltigkeit auf fünf Handlungsfelder: Sortiment, Mitarbeiter, Umwelt, Gesellschaft und Geschäftspartner. Lidl hat im Geschäftsjahr 2017 einen Umsatz in Höhe von 74,6 Mrd. Euro erwirtschaftet, davon 21,4 Mrd. Euro Lidl Deutschland. Mehr Informationen zu Lidl Deutschland im Internet auf lidl.de.

Quelle: Lidl

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Interim Manager E-Commerce

Chatbot

Dynamische Kundenerfahrung im E-Commerce

E-Commerce - Patrick Upmann
Lesezeit: 4 Minuten

Salesforce erweitert Commerce Cloud mit neuen Plattform-Tools zur Einbettung von intelligenten, personalisierten und vernetzten Einkaufserlebnissen an jedem Ort

Commerce Cloud – neue Programmierschnittstellen und Entwicklerservices erweitern die Spielräume von Marken über Online-Shops hinaus – über Apps, soziale Netzwerke, persönliche Assistenten und mehr 

Mit KI-gestützten Empfehlungen, visueller Suche, vernetzten Kundenerfahrungen und Bestandsmanagement gestalten Marken flexibel und agil neue Einkaufsmöglichkeiten unabhängig vom Kanal – auf einer einheitlichen vernetzen E-Commerce-Plattform

Salesforce, weltweit führender Anbieter von CRM-Lösungen, präsentierte im Rahmen der Einzelhandelsmesse NRF 2019: Retail’s Big Show, die derzeit in New York stattfindet, Neuerungen für die Commerce Cloud. Unternehmen können damit Künstliche Intelligenz, die visuelle Suche, Verfügbarkeitsinformationen und weitere Features integrieren, um neuartige Einkaufsmöglichkeiten zu schaffen und ihren Kunden innovative Einkaufserlebnisse an jedem Kontaktpunkt zu bieten – ob an Sprachschnittstellen, in mobilen und sozialen Apps, im Ladenlokal oder in smarten Produkten.

Kundenverhalten verändert den Handel
Commerce Cloud – Verbraucher wollen heute jederzeit und überall auf Produkte und Dienstleistungen zugreifen. Viele nutzen Fitness-Tracker und digitale persönliche Assistenten, mit Marken sind sie über soziale Netzwerke, Marketing-E-Mails, Chatbots und den Kundendienst laufend in Kontakt. Sie erwarten, dass sie die Produkte und Services, die sie benötigen, zur richtigen Zeit empfohlen bekommen und sofort beziehen können. Marken benötigen daher agile und flexible Methoden, um vorherzusagen, wo ihre Kunden als nächstes Produkte suchen oder einkaufen.

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E-Commerce – Lufthansa Group investiert Millionenbetrag in Hopper für KI basierte Methoden. Datengetriebene Vorhersagen bei der Nachfrage von Flügen geplant.

E-Commerce - Patrick Upmann
Lesezeit: 2 Minuten

Lufthansa Group investiert in Partnerschaft mit Hopper

  • Forschungsallianz mit Hopper, dem Spezialisten für Preisvorhersagen
  • Ziel ist eine systematische Zusammenarbeit bei der Anwendung von Künstlicher Intelligenz bei der Vorhersage der Nachfrage von Flügen
  • Lufthansa Innovation Hub begleitet den Eintritt des kanadischen Startups in den europäischen Markt


Die Lufthansa Group und der Lufthansa Innovation Hub gehen eine Forschungs­allianz mit dem kanadischen Unternehmen Hopper zum Thema Künstliche Intel­ligenz ein und besiegeln damit ihr drittes Tech-Investment innerhalb eines Jahres nach den Beteiligungen an den Startups Fleet Logistics und cargo.one. 

Das 2007 in Montréal gegründete Unternehmen Hopper betreibt eine der welt­weit innovativsten Reisebuchungsapplikationen für mobile Endgeräte. Mit Hilfe Künstlicher Intelligenz sagt die proprietäre Technologie Preisentwicklungen von Flügen und Hotels präzise vorher und bietet ihren Nutzern personalisierte Empfehlungen zum optimalen Buchungszeitpunkt sowie alternativen Reise­angeboten. Mit dem Forschungsprojekt, in das die Lufthansa Group einen Millionenbetrag investiert, etablieren die beiden Unternehmen eine langfristige Kooperation zu Methoden für datengetriebene Vorhersagen der Nachfrage von Flügen. Zusätzlich sollen Hypothesen zu individuellen Kundenbedürfnissen bei Umsteigeverbindungen sowie mögliche Empfehlungen von Zusatzangeboten validiert werden. 

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IT Security Trends 2019 – Künstlicher Intelligenz ist Thema

Patrick Upmann - Interim Manager und agiles Projektmanagement - E-commerce
Lesezeit: 2 Minuten
  • So wichtig ist IT-Security für das Trendthemen 2019 Künstliche Intelligenz (KI)
  • KI kann Cyber-Security bei Routine-Aufgaben unterstützen glaubt Mehrheit (72 Prozent) der Unternehmensentscheider

IT Security Trends 2019 – Künstlicher Intelligenz ist Thema. Fragen der Cyber-Sicherheit im Zusammenhang mit Künstlicher Intelligenz sind für den Sicherheitsexperten und eco Vorstand Prof. Norbert Pohlmann das beherrschende Trend-Thema 2019:

„Cybersicherheitssysteme, die Künstliche Intelligenz (KI) berücksichtigen, werden in der Zukunft helfen, deutlich besser die intelligenten Hacker und deren Angriffe zu entdecken. Das hilft Schäden zu vermeiden und Risiken im gewünschten Digitalisierungsprozess zu minimieren“, sagt Pohlmann.

Mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz könnte die Erkennungsrate von Angriffen im Netzwerk und in IT-Endgeräten wie Smartphone, Notebook, Server oder im Internet der Dinge deutlich erhöht werden.

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Künstliche Intelligenz – IT Trend 2019

Patrick Upmann - Interim Manager und agiles Projektmanagement - E-commerce
Lesezeit: 3 Minuten

Künstliche Intelligenz, Machine Learning und Blockchain werden alltagstauglich 

– Internet- und mobiler Traffic steigen enorm, Virtual/Augmented Reality hat entscheidenden Anteil

– Unternehmen müssen ihre Netzwerke auf gestiegene Anforderungen ausrichten

Cisco stellt auf Basis aktueller Studien die wichtigsten IT-Trends für das Jahr 2019 vor. Dazu zählen der Durchbruch von KI/ML, explodierender Internet- und Mobile-Traffic, der zunehmende Einsatz von Blockchain sowie neuartige Unternehmensnetze. ​

In diesem Jahr standen im IT-Bereich die effiziente Datennutzung, die Optimierung und Verwaltung von Multicloud-Umgebungen sowie eine umfassende Sicherheitsarchitektur im Vordergrund. 2019 ändert sich an diesen Schwerpunkten nur wenig. Sie werden sich aber weiterentwickeln und gleichzeitig mit neuen Ansätzen erweitert. So müssen Unternehmen noch schneller Prozesse digitalisieren und neue Technologien nutzen.

KI und ML werden alltagstauglich 
Künstliche Intelligenz und Machine Learning haben sich in den letzten Jahren rasant weiterentwickelt. Es gibt inzwischen viele ML-fähige Datensätze, die sich mit hoher Rechenleistung und fortschrittlichen Algorithmen bearbeiten lassen. Manche Hedgefonds nutzen sie für neue Handelsmodelle, Personalabteilungen wollen mit KI Fachkräfte effizienter gewinnen und halten. 2019 werden intelligente Lösungen den Menschen in immer mehr Bereichen helfen, bessere Entscheidungen zu treffen und effizienter zu arbeiten. 

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Das Internet expandiert weiter
Laut dem aktuellen Cisco Visual Networking Index (VNI) nutzen im Jahr 2022 schon 60 Prozent der Weltbevölkerung das Internet. Es wird aber durch die zunehmende Vernetzung alltäglicher Dinge wie Kleidung, Haushaltsgeräte oder Fahrzeuge völlig anders aussehen als heute. IoT-Sensoren werden überall sein – etwa in Häfen zur Optimierung und Sicherung der Schifffahrt oder an Auto-Parkplätzen, um die Umweltbelastung zu reduzieren. Durch die wachsende Vernetzung steigt der weltweite IP-Traffic derzeit jährlich um 26 Prozent.

Video erfordert höhere Bandbreiten
Für einen Großteil dieses Datenwachstums sorgt Video, das 2022 bereits 82 Prozent des gesamten IP-Verkehrs ausmacht. Live-Streams nehmen dabei um das 15-fache zu. Auch die Nutzung von Virtual und Augmented Reality steigt. Mit neuer Hardware und mehr Inhalten für Konsumenten wird sich der VR/AR-bezogene Datenverkehr innerhalb von fünf Jahren um das 12-fache erhöhen. Bereits 2019 nimmt der Einsatz von VR in Unternehmen zu, etwa durch Demos, virtuelle „Testfahrten“ oder die Beurteilung von Produkten und Immobilien im Internet.

Mobiler Datenverkehr wächst deutlich
Der Anteil des mobilen Datenverkehrs am Gesamtvolumen steigt auch 2019 weiter an. Gemäß Cisco VNI nimmt er zwischen 2017 und 2022 von 12 auf 22 Prozent zu. Da sich 5G noch im Anfangsstadium befindet, werden weiterhin 3G und 4G dominieren. Doch im kommenden Jahr bauen Mobilfunkbetreiber erste Testnetze für 5G auf. Viele Experten gehen davon aus, dass große 5G-Implementierungen im Jahr 2020 folgen. Bis dahin sind die nötigen Mobilfunkspektren, Standards und Geschäftspläne ausgearbeitet.

Neue Einsatzszenarien für Blockchain
Bei Supply Chain Management, Netzwerk, digitalen Identitäten und Devisenhandel wird die Blockchain-Technologie weiter expandieren. Bis Ende 2019 setzen wohl alle großen Cloud Service Provider Blockchain-basierte Lösungen kommerziell ein. Zudem dürfte die Technologie dann ein wesentlicher Bestandteil der meisten KI- und IoT-Angebote sein. Schon heute gibt es Blockchain-Piloten zum Nachweis, dass Mineralien aus konfliktfreien Quellen stammen, zur Bekämpfung von Kinderhandel oder zum Verkauf von Energie. Im kommenden Jahr entstehen zahlreiche weitere Einsatzszenarien.

Unternehmen müssen ihre Netzwerke neu aufstellen
2019 müssen viele Unternehmen ihre Netzwerke umgestalten. Die aktuellen Infrastrukturen wurden nicht für die Bedürfnisse der nächsten Jahre entwickelt. Immer mehr Geräte, höhere Bandbreiten und größere Angriffsflächen überfordern herkömmliche, manuelle Management-Prozesse. Um jedes Gerät überall und jederzeit zu verwalten, sind bislang eigenständige Netzwerke in eine Multi-Domain-Architektur zu integrieren. Diese muss hochgradig automatisiert sein, Aktionen vorhersehen, sich selbst optimieren und die Sicherheit priorisieren.

Quelle: CISCO

Künstliche Intelligenz im Handel – neue KI Studie

Patrick Upmann - Interim Manager und agiles Projektmanagement - E-commerce
Lesezeit: 4 Minuten

Berlin, 17. Dezember 2018 – Wieviel ist Künstliche Intelligenz (KI) im Handel wert und wo liegen die Wachstumschancen?

Eine neue Studie des Capgemini Research Institute errechnet ein 300+ Milliarden US-Dollar Potenzial für Händler, die ihre aktuellen KI-Anwendungen skalieren und erweitern. Bisher ist das allerdings nur bei 1 Prozent der beobachteten Anwendungsfälle möglich. Im Rahmen der Studie “Retail superstars: How unleashing AI across functions offers a multi-billion dollar opportunity” wurden 400 global tätige Handelsunternehmen befragt, die KI-Anwendungen bereits in unterschiedlichen Reifegraden einsetzen und gemeinsam 23 Prozent des Umsatzes im globalen Einzelhandelsmarkt repräsentieren.

Achim Himmelreich, globaler Leiter Customer Engagement für Konsumgüter und Handel bei Capgemini, meint: „Die Händler weltweit scheinen nun zu wissen, wie wichtig KI für ihre zukünftige Wettbewerbsfähigkeit sein wird. Das Bewusstsein ist da und erste Schritte wurden eigeleitet. Der großflächige Einsatz in der Praxis ist jetzt der nächste Meilenstein. Vor allem aber sollten Händler der Versuchung widerstehen, nur kurzfristige Renditeziele zu verfolgen und dabei Kunden – vor allen Dingen im Sinne langfristiger Kundenbindndung –  aus dem Blick zu verlieren. Laut unserer Studie legt der Großteil der Unternehmen bei KI vor allem Wert auf Kosten, Daten und Return on Invest (ROI), statt zu beobachten, welche Steine sie ihren Kunden damit in den Weg legen. Langfristig werden sich loyale Kunden wesentlich nachhaltiger in finanziellen Kennziffern niederschlagen.“

Wesentliche Erkenntnisse der Studie sind:

  • Mehr als ein Viertel (28 Prozent) der Händler verwenden heutzutage KI: Dies entspricht einem deutlichen Anstieg von 17 Prozent im Jahr 2017, seit 2016 hat sich dieser Prozentsatz versiebenfacht (4 Prozent).
  • KI schafft Arbeitsplätze, die Verluste sind bisher überschaubar: 71 Prozent der Händler geben an, dass KI heute Arbeitsplätze schafft, wobei sich über zwei Drittel (68 Prozent) dieser Jobs auf einem recht erfahrenen Niveau bewegen. Dagegen erklärten 75 Prozent, dass KI bislang keinerlei Arbeitsplätze in ihrer Organisation ersetzt habe. Diejenigen die sagten, dass Arbeitsplätze eingespart wurden, schätzen die Zahl auf 25 oder weniger.
  • KI führt zu weniger Kundenbeschwerden und höheren Umsätzen: Händler sind sich bemerkenswert einig bezüglich des Einflusses von KI auf die Kundenbeziehung und Umsätze: Während die Erwartungen seit 2017 sanken, erwarten 98 Prozent der Befragten, die KI in kundennahen Funktionen einsetzen, bis zu 15 Prozent weniger Kundenbeschwerden, während 99 Prozent der Befragten einen Anstieg der Umsätze von bis zu 15 Prozent erwarten. Das ist ein bedeutender Sprung seit 2017, als die Antworten von „Null“ über „15 Prozent Wachstum“ bis hin zu „ich weiß es nicht“ reichten.

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Um die Chancen für zukünftiges Wachstum, wie den erwarteten Nutzen und eine realistische Umsetzung, zu berechnen, analysierte das Capgemini Research Institute 43 Anwendungsfälle für KI mit folgendem Ergebnis:

Nur wenige Handelsunternehmen können tatsächlich Milliarden einsparen: Laut der Studie können Einzelhändler in der Zukunft 300+ Milliarden US-Dollar einsparen, indem sie die KI-Anwendungen über die gesamte Lieferkette hinweg skalieren. Bei der Prüfung aller aktiven KI-Anwendungen zeigte sich jedoch, dass nur 1 Prozent dieser Projekte für eine Implementierung an mehreren Standorten oder bei einer vollständigen, flächendeckenden Implementierung geeignet ist.

Mangelnder Fokus auf einfache, kundenorientierte Implementierungen: Diese mangelnde Skalierbarkeit beruht wahrscheinlich darauf, dass Händler sich auf komplexere Projekte mit höherer Rendite konzentrieren. Einzelhändler, die KI anwenden, arbeiten acht Mal häufiger an Projekten mit hoher Komplexität als an „quick wins“, die einfacher zu skalieren sind. Bei den bisherigen Implementierungen fehlt zudem der Fokus auf die Benutzerfreundlichkeit: Treibende Kräfte hinter den derzeitigen KI-Implementierungen sind Kosten (62 Prozent) und ROI (59 Prozent), während die Kundenerfahrung (10 Prozent) und die bekannten Kunden „pain points“ (7 Prozent) erheblich niedrigere Priorität haben.

Enormes Potenzial für die KI im Betrieb: Heute sind nur 26 Prozent der KI-Anwendungsfälle auf den Betrieb ausgelegt, die aber hinsichtlich der Renditen zu den profitabelsten gehören. Zu den herausragenden Beispielen zählen die Verwendung von AI für Beschaffungsaufgaben (rund 7,9 Prozent ROI), die Verwendung von Bilderkennungsalgorithmen zur Diebstahlerfassung im Geschäft (7,9 Prozent) und die Optimierung der Supply-Chain-Routenplanung (7,6 Prozent). Eine digitale und optimierte Lieferkette bietet große Chancen, da KI hier deutlich mehr Effizienz bringt.

Einzelhändler sind realistischer in Bezug auf ihre Bereitschaft für KI

Nun, wo Künstliche Intelligenz in der Praxis angekommen ist, sind auch die Unternehmen realistischer, was ihre eigene Bereitschaft dafür angeht. Während im Jahr 2017 noch 78 Prozent behaupteten, dass sie über die für die Implementierung der KI erforderlichen Fähigkeiten verfügen, sind es heute nur noch 53 Prozent. Mehr als acht von zehn Einzelhändlern waren 2017 zuversichtlich, dass ihr Datenökosystem für die Implementierung der KI bereit ist. In der aktuellen Studie ist dieser Wert auf 55 Prozent gefallen. Der Anteil von Organisationen, die angeblich eine Roadmap für die KI-Implementierung haben, ist von 81 Prozent im Jahr 2017 auf nur noch 36 Prozent gesunken.

Die Studie steht hier zum Download bereit.

Forschungsmethodik

Das Capgemini Research Institute befragte im August 2018 400 Führungskräfte von Einzelhändlern in den USA, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, China, Indien, Italien, Spanien, Schweden und den Niederlanden. Alle Befragten gaben an, dass sie KI-Anwendungsfälle in verschiedenen Reifegraden über eine Reihe von Einzelhandelssektoren und Ländern hinweg implementieren. Im Oktober 2018 führte Capgemini eine umfangreiche Sekundärforschung durch, die sich auf die 250 umsatzstärksten Einzelhändler konzentrierte. Die Umsatzzahlen wurden aus den bei Bloomberg für 2017 veröffentlichten Einnahmen ermittelt.Die Stichprobe stellt eine Mischung aus Einzelhändlern dar, die in mehreren Teilbereichen und Regionen des Einzelhandels tätig sind.

Über Capgemini

Capgemini ist einer der weltweit führenden Anbieter von Management- und IT-Beratung, Technologie-Services und Digitaler Transformation. Als ein Wegbereiter für Innovation unterstützt das Unternehmen seine Kunden bei deren komplexen Herausforderungen rund um Cloud, Digital und Plattformen. Auf dem Fundament von 50 Jahren Erfahrung und umfangreichem branchenspezifischen Know-how hilft Capgemini seinen Kunden, ihre Geschäftsziele zu erreichen. Hierfür steht ein komplettes Leistungsspektrum von der Strategieentwicklung bis zum Geschäftsbetrieb zur Verfügung. Capgemini ist überzeugt davon, dass der geschäftliche Wert von Technologie durch Menschen entsteht. Die Gruppe ist ein multikulturelles Unternehmen mit 200.000 Mitarbeitern in über 40 Ländern, das 2017 einen Umsatz von 12,8 Milliarden Euro erwirtschaftet hat.

Mehr unter www.capgemini.com/dePeople matter, results count.

Über das Capgemini Research Institute

Das Capgemini Research Institute[1] ist Capgeminis hauseigener Think-Tank in digitalen Angelegenheiten. Das Institut veröffentlicht Forschungsarbeiten über den Einfluss digitaler Technologien auf große Unternehmen. Das Team greift dabei auf das weltweite Netzwerk von Capgemini-Experten zurück und arbeitet eng mit akademischen und technologischen Partnern zusammen. Das Institut hat Forschungszentren in Großbritannien, Indien und den USA.

[1] Das „Digital Transformation Institute“ wurde kürzlich in „Capgemini Research Institute“ umbenannt.