Digitale Transformation – Digitalisierung steigert Möglichkeiten für innovative Geschäftsmodelle, Produkte & Services

Digitale Transformation
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Digitale Transformation – Digitale Units sollen neue Geschäftsmodelle schaffen

  • Offene Unternehmenskultur und Kooperationsbereitschaft stellen wichtige Voraussetzungen dar
  • Agiles Arbeiten gewinnt an Bedeutung
  • Neue Lünendonk®-Studie kostenfrei verfügbar

Digitale Transformation – Innovative Unternehmen mit disruptiven Geschäftsideen mischen etablierte Geschäftsmodelle auf und gewinnen an Bedeutung. Diese Entwicklung zeigte sich nicht nur in der Vergangenheit bei Firmen wie Airbnb, Uber oder Netflix. Auch in Zukunft werden kreative Konzepte altbewährte Geschäftsmodelle, Produkte und Services hinterfragen und neu definieren. Mehr noch: Durch die Digitalisierung ergeben sich für Unternehmen verstärkt Chancen zur Steigerung ihrer Innovationsfähigkeit, sodass mit einer Zunahme an neuen Geschäftsideen gerechnet werden kann, die neue Standards setzen.

Innovation betrifft jedoch nicht nur Großunternehmen und Konzerne mit großen Budgets. Auch Kleinunternehmen und der für Deutschland wichtige Mittelstand haben die Möglichkeit, durch Innovation neue Potenziale für ihr Business zu schaffen. In diesem Zusammenhang analysierte das Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Lünendonk & Hossenfelder, Mindelheim, in der aktuellen Studie „Innovative Geschäftsmodelle, Produkte & Services – Wie Unternehmen neue Umsatzpotenziale im Rahmen der Digitalisierung erschließen“ den Markt. Die Studie liefert Antworten darauf, welche Maßnahmen Unternehmen bereits heute ergreifen, um innovativ zu agieren, welche Hürden es zu überwinden gibt und welche Folgen sich daraus für ihre Mitarbeiter ergeben. Hierfür befragte Lünendonk 80 Unternehmen unterschiedlicher Branchen und Größenklassen, um auch Unterschiede im direkten Vergleich erkennen zu können. Die Studie wurde in Zusammenarbeit mit Detecon Consulting, EY und ROI Management Consulting erstellt und steht ab sofort kostenfrei zur Verfügung unter www.luenendonk.de.

Umsatzsteigerung stellt wichtigstes Motiv dar

Digitale Transformation – Auf die Frage, welche Ziele Unternehmen überhaupt mit digitalen Innovationen verfolgen, gibt es zahlreiche Antworten. Die Umsatzsteigerung ist dabei wichtigstes Ziel, gefolgt von der Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und der Kostensenkung bzw. Effizienzsteigerung. Für die befragten Unternehmen aus der Branche Manufacturing stellen Qualitätsverbesserungen einen weiteren wichtigen Faktor für die Investition in Innovation dar, wohingegen eher defensiv ausgerichtete Unternehmen wie Energieversorger Kostensenkungen und eine bessere Kundenbindung anvisieren.

Dass Innovation und Veränderung sowohl positive als auch negative Aspekte mit sich bringen, haben Mitarbeiter der analysierten Unternehmen erkannt. So geben 26 Prozent der Studienteilnehmer an, dass die Belegschaft die Digitalisierung als großen bis mittleren Verunsicherungsfaktor sieht. Dieser Verunsicherung müssen Unternehmen durch die Entwicklung von klaren Visionen entgegentreten, um Mitarbeitern die Chancen der Digitalisierung aufzuzeigen und gemeinsam den Weg der digitalen Transformation zu beschreiten. Flache Hierarchie und höhere Transparenz sind weitere Rahmenbedingungen zur Verringerung der Vorbehalte. 

Agiles Arbeiten ist auf dem Vormarsch

Digitale Transformation – Agile Arbeitsmethoden rund um Scrum und DevOps erfreuen sich einer hohen Aufmerksamkeit und liegen im Trend. Doch handelt es sich dabei nur um leere Worthülsen oder liefern sie wirklich nützliche Vorteile? Fakt ist, dass 95 Prozent der Befragten von agilen Arbeitsmethoden überzeugt sind. Vor allem erhoffen sich Unternehmen dadurch eine bessere Qualität der Projektergebnisse, gefolgt von der Zeiteinsparung. „Die kurzen Abstimmungs- und Iterationsschleifen bei der Entwicklung von Software und Produkten helfen dabei, dass die Qualität der Arbeit oder besser gesagt der Nutzen für den Anwender, ob intern oder extern, bereits in der Entwicklung kontinuierlich geprüft wird“, analysiert Jonas Lünendonk, Studienleiter und geschäftsführender Gesellschafter von Lünendonk & Hossenfelder. Innovationen werden jedoch nicht immer innerhalb des bestehenden Unternehmens entwickelt. 41 Prozent der Studienteilnehmer geben an, eigene Organisations- oder Digitaleinheiten gegründet zu haben, in denen an digitalen Innovationen gearbeitet wird.

Open Innovation als Schlüssel zur Marktreife

Digitale Transformation – Um von einer innovativen Idee zu einem ausgereiften Produkt zu gelangen, gilt es, den Anforderungen des Marktes zu entsprechen. „Open Innovation, also das Einbeziehen von externen Personen oder Institutionen in den Innovationsprozess, ist eine erfolgreiche Maßnahme, die digitale Transformation und Innovation voranzutreiben“, so Jonas Lünendonk. 83 Prozent der Studienteilnehmer sehen den Know-how-Transfer als Beweggrund für die Zusammenarbeit mit externen Partnern. Bei der Auswahl des richtigen Partners haben viele Unternehmen jedoch Schwierigkeiten. Die Befragung zeigt, dass insbesondere Universitäten, Forschungsinstitute und Start-ups für die Zusammenarbeit geeignet sind und in der Vergangenheit sehr zufriedenstellende Ergebnisse hervorbrachten. Eine grundsätzliche Offenheit lohnt sich daher: 94 Prozent der befragten Unternehmen geben an, dass die Zusammenarbeit erfolgreich war und daraus marktfähige Produkte und Services entstanden sind.

Aus- und Aufbau der Mitarbeiterkompetenzen

Sowohl für die Entwicklung als auch die Akzeptanz digitaler Innovationen ergibt sich ein Wandel der notwendigen Skills und Kompetenzen für Mitarbeiter. Für 94 Prozent der Befragungspersonen werden Kommunikationskompetenzen in Zukunft wichtiger. Auf dem zweiten Platz rangiert die Fähigkeit für Datenanalyse und Dateninterpretation, gefolgt vom Faktor Kreativität/Querdenken. Es zeigt sich somit, dass nicht nur klassische Informatik- oder Programmierkenntnisse zum Aufbau eines digitalen Mindsets gefragt sind. 88 Prozent der Unternehmen greifen dabei auf interne und externe Weiterbildungstrainings zurück. Auch die Rekrutierung neuer Mitarbeiter mit den entsprechenden Fähigkeiten ist ein häufig genutzter Weg zur Gewinnung digitaler Skills. Allerdings ist diese Maßnahme aufgrund des Fachkräftemangels und des demografischen Wandels nicht ohne Hindernisse.

Bezug der Studie

Für die Lünendonk®-Studie 2019 „Innovative Geschäftsmodelle, Produkte & Services – Wie Unternehmen neue Umsatzpotenziale im Rahmen der Digitalisierung erschließen“ wurden 80 Unternehmen befragt – 45 Prozent der Befragten gehören dabei der ersten Führungsebene an. Die Analyse entstand in Zusammenarbeit mit den Unternehmen Detecon Consulting, EY und ROI Management Consulting und steht unter www.luenendonk.dekostenfrei zur Verfügung.

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Quelle: Lünendonk®

Patrick Upmann

Interim manager

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Interim Manager gefragt wie nie, Honorare im Aufwind

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Interim Manager-Branche boomt: Studie mit 1.028 Interim Managern

now digital liegt die neuste Studie über die Interim Management Branche vor. Laut Ludwig Heuse GmbH interim-management.de hat 2018 gehalten, was die Prognose in der letztjährigen Studie versprochen hat: 1,99, das ist die Schulnote, die 1.028 an der Umfrage teilnehmenden Interim Manager dem Jahr 2018 gegeben haben, die beste vergebene Note überhaupt bis jetzt im Interim Management. Die Prognose 2019 dahingegen ist leicht eingetrübt. „Kein Wunder angesichts der Verwerfungen in der deutschen und internationalen Wirtschaft“, so Ludwig Heuse, Inhaber und Geschäftsführer der gleichnamigen GmbH. „Da ist es schwer, die gute Laune zu behalten.“

Interim Manager (IM) gefragt wie nie, Honorare im Aufwind. Durchschnittlich knapp fünf ernsthafte Projektanfragen erhielten die Interim Manager in 2018. Die bezahlten Projekttage betrugen 7,4 % mehr als der Durchschnitt der letzten vier Jahre. Viel Zeit zum Entspannen hatten die High-End-Manager im vergangenen Jahr somit nicht. Durchschnittlich 175 Projekttage unterstützten sie ihre Kundenunternehmen – vornehmlich in der produzierenden Industrie –  mit ihrem Wissen in definierten Projekten (31,2 %), in Krisensituationen (21,4 %), als Überbrückung von Vakanzen (20,5 %) und zur Abdeckung von zusätzlichem Managementbedarf (18,7 %). Mit der hohen Nachfrage stiegen die Honorare der Interim Manager um 4 % gegenüber dem Vorjahr (Seiten 8 und 9 der Studie).

„Von der Eintrübung der Wirtschaftskonjunktur erwarte ich nicht, dass das IM-Geschäft insgesamt leiden wird, aber die Schwerpunkte werden sich verschieben. Lagen diese in den letzten Jahren auf Auf- und Ausbauprojekten, werden diese in der Zukunft verstärkt wieder in den Bereichen Krise, Sanierung und Restrukturierung liegen,“ so Heuse.

IM-Provider bauen Marktanteil deutlich aus. Die Professionalisierung der Interim Management-Industrie lässt den Provider-Marktanteil weiterwachsen (44,8 % vs. 42,7 % ggü. d. Vorjahr). Dahingegen stagniert der Marktanteil der „digitalen Disruptoren“, also der Anbieter, die auf ein elektronisches Matching zwischen Nachfragern und Anbietern von IM-Dienstleistungen setzen. „Es zeigt sich“ so Heuse, „dass der Human Faktor bei der Auswahl geeigneter Kandidaten und dem Placement bei den Kunden für diese hochwertige Dienstleistung durch Robots, KI, Digitaliker, oder wie man es immer nennen will, nicht zu ersetzen ist.“ Heuse weiter: „Seniorität, Empathie und Führungsstärke lassen sich weder digital abbilden noch recherchieren.“

Quelle: Ludwig Heuse

Ludwig Heuse GmbH interim-management.de – DIE FAKTEN

  • 1993 gegründet, inhabergeführt.
  • Erfolgreich besetzte Projekte in mehr als 20 Ländern (Europa, Amerika, Asien, Afrika).