Möbelmarkt – Warum der Wachstum nur noch online und im E-Commerce möglich ist zeigt eine Studie.

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Abwärtstrend im Möbelmarkt setzt sich auch 2018 fort – Umsatz sinkt auf knapp 20 Milliarden Euro

Möbelmarkt – Der Umsatz mit Möbeln verzeichnet 2018 ein Minus von 1,3 Prozent und fällt damit auf 19,9 Milliarden Euro. Auch in den kommenden Jahren setzt sich die Talfahrt voraussichtlich fort. Online entwickelt sich der Markt positiv. Weitere Zahlen, Daten und Fakten zum Markt liefert der neue „Branchenfokus Möbel“ von IFH Köln und BBE Handelsberatung.

Die 2017 eingeläutete Trendwende im Möbelmarkt setzt sich 2018 fort, denn das Branchenergebnis liegt wiederholt im roten Bereich. Knapp 20 Milliarden Euro werden für Sofas, Schränke, Tische und Co. ausgegeben. Das entspricht einem Umsatzrückgang von 1,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie der neue „Branchenfokus Möbel 2019“ von IFH Köln und BBE Handelsberatung zeigt.

„Ein turbulentes Jahr für den Möbelhandel ist vorbei – nach dem fast schon gewohnt guten Start sind die Umsätze im Sommer deutlich zurückgegangen. Der Peak im Möbelmarkt ist erreicht und wir gehen aktuell auch von einem Rückgang der Umsätze in den nächsten Jahren aus. Zwar sind die konjunkturellen Rahmenbedingungen weiterhin intakt, aber der Bedarf an weiteren Möbeln überwiegend gedeckt“, so Sebastian Deppe, Mitglied der Geschäftsführung der BBE Handelsberatung.

Möbelmarkt – Erst 2023 ist den Prognosen der IFH- und BBE-Branchenexperten zufolge wieder ein leichtes Plus und ein Umsatz von 19,4 Milliarden Euro zu erwarten.

Möbelmarkt wächst nur noch online 

Aktuell kann der Markt für Küchen, Sofas, Kleinmöbel und Co. nur noch online wachsen. Zwar reicht diese Entwicklung nicht aus, um das Minus im Offlinebereich zu kompensieren, aber es gelingt den stationären Händlern ihre Anteile am Onlinevolumen – nach mehrjähriger Anlaufzeit – 2018 zu steigern.

„Insgesamt halten stationäre Händler 29,5 Prozent der Onlinemarktanteile. Die benötigten finanziellen und personellen Ressourcen, um online noch mehr an Umsatz zuzulegen, stellen aber vor allem kleinere Fachhändler vor eine Herausforderung. Diese haben nur die Chance über fremde Marktplätze wie eBay, Amazon und Co. oder mithilfe des Verbands mitzuhalten“, weiß Uwe Krüger, Senior Consultant am IFH Köln.

Laut Prognose ist davon auszugehen, dass der Anteil stationärer Händler am gesamten Onlineumsatz im Markt bis 2023 auf 33,8 Prozent steigen wird.

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Marktentwicklung Möbel

Daten und Grafiken aus dieser Pressemitteilung dürfen nur im Rahmen journalistischer oder redaktioneller Zwecke genutzt werden. Die werbliche und kommerzielle Nutzung sowie Aufbereitung für eine vertragsbasierte Weitervermarktung ist untersagt. Dies gilt insbesondere für Statistikportale.

Über die Studie

Der „Branchenfokus Möbel“, Jahrgang 2019 des IFH Köln in Kooperation mit der BBE Handelsberatung liefert folgende Daten:

  • Marktvolumina Möbel 2014 – 2018, Prognose bis 2023
  • Produktion, Im- und Export, Inlandsmarktverfügbarkeit
  • 8 Warengruppen – Entwicklung, Wachstumstreiber
  • Vertriebswegeprofile, Vertriebsstrukturen
  • 9 Vertriebsformate – Entwicklung, Wachstumstreiber
  • Mainplayerübersicht / Wettbewerbsstrukturen
  • Herstellerstufe, Einzelhandelsebene
  • Markt- und Vertriebswegeentwicklung bis 2023

Die Studie kann über den IFH-SHOP bezogen werden.

Quelle: IFH Köln

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Patrick Upmann

Interim Manager E-Commerce

Möbelmarkt

E-Commerce News – Onlinemarktplätze sind bei deutschen Online-Shoppern etabliert.

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Neue Onlinemarktplätze wecken Interesse deutscher Konsumenten

E-Commerce – die Ergebnisse des neuen Consumer Barometers von KPMG und dem Kölner Institut für Handelsforschung, für das 500 Konsumenten online befragt wurden, zeigen das wachsende Interesse an den günstigen neuen Anbietern.

Onlinemarktplätze sind bei deutschen Online-Shoppern etabliert. Bei der aktuellen Befragung für das Consumer Barometer von IFH Köln und KPMG gaben sieben von zehn der befragten Konsumenten an, schon bei eBay und Amazon-Marketplace gekauft zu haben. eBay hat mit 73 Prozent leicht die Nase vorn.
Neuere Onlinemarktplätze aus dem Ausland wie Wish und AliExpress sind hingegen noch deutlich unbekannter. Allerdings haben immerhin 15 Prozent der Befragten schon einmal etwas bei Wish gekauft, etwa ebenso viele haben zumindest die Website oder App bereits besucht.

Onlinemarktplätze – neben jenen, die neuere Marktplätze bereits einmal genutzt haben, können sich 23 Prozent der Konsumenten vorstellen, künftig bei neuen Anbieter einzukaufen. Weitere 26 Prozent sind noch unentschlossen, ob sie Wish und Co. in Zukunft nutzen werden. Das zeigen die Ergebnisse des Consumer Barometers von IFH Köln und KPMG, für das 500 Konsumenten befragt wurden.

„Zwar werden die etablierten Onlinemarktplätze in Deutschland noch klar bevorzugt, aber die neuen Anbieter stoßen mit ihrem Fokus auf Schnäppchenangebote auch hierzulande auf nennenswertes Interesse. Der Discounter-Ansatz funktioniert also auch bei Onlineplattformen. Entscheidend für die weitere Entwicklung wird sein, wie gut Bedenken insbesondere bezüglich der Vertrauenswürdigkeit und der Qualitätsstandards beim Konsumenten ausgeräumt werden können“, so Mark Sievers, Head of Consumer Markets bei KPMG.

Vertrauen und Qualität schlagen günstigen Preis

Wie wichtig diese Aspekte aus Sicht der Konsumenten sind, zeigt ein Blick auf die Kaufkriterien: Vertrauen bzw. Seriosität (74 %) und eine gute Qualität (71 %) liegen mit Abstand vorne. Erst an dritter Stelle folgt mit knapp 50 Prozent ein günstiger Preis. Aber auch mit dem Preis können Marktplatzanbieter punkten: Für viele Befragte ist dieser wichtiger als ein bequemer Einkauf oder die schnelle Lieferung. Die größte Barriere für den Kauf bei einem ausländischen Anbieter ist der Zoll. Sieben von zehn Befragten vermeiden es, Produkte im EU-Ausland zu erwerben, um den Zoll zu umgehen.

Etablierte Marktplätze für alle Produktbereiche bevorzugt

Aktuell werden etablierte Anbieter für alle Warengruppen − von Geschenkartikeln über Kosmetikprodukte bis hin zu CE & Elektro − deutlich bevorzugt. Am ehesten können sich die befragten Konsumenten vorstellen, bei einem neueren Anbieter Geschenk- oder Modeartikel zu ordern.

„Vor allem, wenn es um Lebensmittel oder auch Elektrogeräte geht, sinkt die Bereitschaft aller Konsumenten, neuere und unbekanntere Anbieter zu nutzen – hier fehlt das Vertrauen. Dennoch stehen einzelne Nutzergruppen – allen voran die zukunftsweisenden Smart Consumer – neuen Anbietern insgesamt offen gegenüber. Damit könnten sie für neue Onlinemarktplätze durchaus zu einer interessanten Zielgruppe werden“, so Dr. Kai Hudetz, Geschäftsführer des IFH Köln.

Über das Consumer Barometer

Auf Basis vierteljährlicher gemeinsamer Konsumentenbefragungen von KPMG und dem IFH Köln werden neueste Trends im Handel und Konsumentenverhalten analysiert. Im Fokus dieser Ausgabe steht das Thema Onlineplattformen. Für die Kurzstudie wurden 500 Konsumenten repräsentativ online befragt. Die ausführlichen Ergebnisse können unter www.kpmg.de/consumerbarometer heruntergeladen werden – außerdem ist eine Anmeldung für den Newsletter möglich.

Quelle: KMPG

Patrick Upmann

Interim Manager E-Commerce

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