E-Commerce – Trends im Online Shopping von E-Shopper Barometer

E-Shopping Key Trends
Lesezeit: 3 Minuten E-Commerce – Aktuelles E-Shopper Barometer von DPD zeigt: 44 Prozent der deutschen E-Shopper, die in ausländischen Shops einkaufen, haben schon einmal bei Online-Händlern aus China bestellt. 79 Prozent der Deutschen legen Wert darauf, welche Lieferoptionen ihr Webshop anbietet.Über zwei Dritteln ist es wichtig, den genauen Zeitpunkt der Paketzustellung mit einem Zeitfenster von einer Stunde zu wissen.

Aschaffenburg, 17. Januar 2019 – Das Einkaufserlebnis der deutschen E-Shopper endet nicht an Ländergrenzen. Trotz längerer Lieferzeiten folgen dennoch immer mehr Deutsche dem aktuellen Trend, ihre Online-Bestellungen bei ausländischen Webshops zu tätigen.

So beträgt der Anteil der Online-Einkäufe auf ausländischen Websites am gesamten deutschen Online-Einkaufsvolumen mittlerweile 16,6 Prozent. Insbesondere Online-Händler aus China erfreuen sich zunehmender Beliebtheit (44 Prozent Anteil an ausländischen Online-Einkäufen, +33 Prozent ggü. 2016).

Dies ist das Ergebnis des aktuellen E-Shopper Barometers von DPD, für das über 24.000 Konsumenten in 22 Ländern (davon 1.550 in Deutschland) befragt wurden. Für Deutschlands E-Shopper gehört die kundenfreundliche Lieferung ihrer Bestellung inzwischen ebenso zur Shopping-Experience wie das online angebotene Sortiment oder der Shop-Service. 79 Prozent legen Wert darauf, welche Lieferoptionen ihr Webshop anbietet. Rund jeder Dritte bevorzugt dabei vor allem Shops mit kostenfreien Retouren (31 Prozent) und kostenfreiem Versand (29 Prozent). Mehr als zwei Dritteln (73 Prozent) ist es darüber hinaus wichtig, den genauen Zeitpunkt der Paketzustellung mit einem Zeitfenster von einer Stunde zu wissen.

Ungeachtet längerer Lieferzeiten und mitunter komplizierter Retouren bestellen immer mehr Deutsche im Ausland: Knapp jeder zweite deutsche E-Shopper (49 Prozent) hat schon mal auf einer ausländischen Website eingekauft, weil die gesuchten Produkte nicht in Deutschland erhältlich sind (55 Prozent) oder sie im Ausland zu einem weitaus günstigeren Preis zu haben sind (47 Prozent). Im Trend liegen dabei vor allem Shops aus China (44 Prozent), den USA (32 Prozent) und Großbritannien (29 Prozent). Im Warenkorb ausländischer Shop-Anbieter landen in erster Linie Produkte aus der Kategorie „High Tech/Electronics“ (15 Prozent), gefolgt von „DVD/CD/Video Games“ (14 Prozent) und „Fashion“ (12 Prozent). 39 Prozent der deutschen E-Shopper, die bereits einmal online im Ausland eingekauft haben, wollen darauf in Zukunft verzichten. Längere Lieferzeiten sind ein wichtiger Grund dafür.

Das E-Shopper Barometer zeigt auch: Deutschlands E-Shopper haben eine klare Vorstellung davon, wie der Versand bei einem Online-Händler auszusehen hat. Gefragt sind vor allem kundenfreundliche Lieferoptionen wie „Next Day Delivery“ oder eine Sendungsverfolgung in Echtzeit (jeweils 79 Prozent).

E-Commerce – Mehr als zwei Drittel von ihnen (73 Prozent) ist es zudem besonders wichtig, den genauen Zeitpunkt der Paketzustellung zu wissen (1h-Zustellprognose). 67 Prozent würden eher zu einem anderen Webshop wechseln, wenn er das gleiche Produkt mit 1-Stunden-Lieferung anbietet. Generell legen mehr als drei Viertel der deutschen E-Shopper (78 Prozent) großen Wert darauf, den Paketdienstleister vorher zu kennen. 37 Prozent wollen sich den Paketdienst mit dem besten Service vor der Bestellung selbst aussuchen.

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Online Handel beschert Österreichischen Post eine Rekord Zustellung.

E-Commerce - Patrick Upmann
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672.000 PAKETE AN EINEM TAG – NEUER ALLZEITHÖCHSTWERT AM 17. DEZEMBER

Der boomende Online-Handel und das gute Weihnachtsgeschäft lassen die Paketmengen bei der Post steigen: Nach der Rekordmenge nach dem Cyber-Monday mit 605.000 Paketen an einem Tag wurde dieser Wert am Montag, den 17. Dezember, mit einem neuen Allzeit-Hoch noch einmal bei weitem übertroffen: 672.000 Pakete wurden allein an diesem Tag von der Post österreichweit verteilt – und das trotz stetig steigender Konkurrenz am Paketmarkt.

Damit alle Pakete und Weihnachtsgeschenke rechtzeitig unter dem Christbaum landeten, arbeiteten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Österreichischen Post in der Vorweihnachtszeit auf Hochtouren. Ein Anstieg der Mengen war bereits ab Oktober spürbar. Transportiert die Österreichische Post im Jahresschnitt rund 360.000 Pakete täglich, waren in der Vorweihnachtszeit Tageswerte mit durchschnittlich 540.000 Stück erreicht.
Quelle: Post.at

Patrick Upmann - Interim- und Projekt Management

PwC-Paketstudie: Kunden erwarten neue Services für Paketzustellung – und sind bereit, dafür extra zu zahlen

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Kunden wollen Flexibilität: 65 Prozent der Deutschen ist die Paketzustellung innerhalb eines selbst gewählten Zeitfensters wichtig / Dafür würden vier von zehn Bundesbürgern einen Aufpreis von durchschnittlich 2,40 Euro zahlen / Sollte die Lieferung standardmäßig nur noch an den Paketshop gehen, würde jeder Zweite durchschnittlich 2,77 Euro extra für die Haustürzustellung zahlen / Zwei Drittel lehnen „Anbieter-Monopol“ auf der letzten Meile ab

Düsseldorf, 14. Dezember 2018

Alle Jahre wieder: Der boomende Onlinehandel stellt Post- und Paketdienstleister in der Vorweihnachtszeit vor große Herausforderungen. Die Anzahl der Paketsendungen schießt in die Höhe und die Verbraucher werden immer anspruchsvoller: Sie erwarten einen flexiblen, schnellen und umweltfreundlichen Versandservice. Für zwei Drittel der Deutschen ist dabei die Zustellung innerhalb eines selbst gewählten Zeitfensters wichtig. Vier von zehn Bundesbürgern würden dafür einen Aufpreis von durchschnittlich 2,40 Euro in Kauf nehmen. Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie „Flexibel, schnell, umweltfreundlich: Wege aus dem Paketdilemma“ der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC), für die 1.000 repräsentativ ausgewählte Bürger befragt wurden.

„Konsumenten sind sich zunehmend bewusst, dass Paketlieferungen kein freies Gut sind. Sie nehmen durchaus Qualitätsunterschiede wahr und sind bereit, für flexible, zuverlässige, schnelle und umweltfreundliche Leistungen zu bezahlen. Für Logistiker und Onlinehändler eröffnet dies neue Optionen: Sie müssen sich nicht alleine über den Preis differenzieren, sondern können auch durch ihre Leistung punkten.“Dietmar Prümm, Leiter des Bereichs Transport und Logistik bei PwC Deutschland

Kunden ist Flexibilität wichtiger als Schnelligkeit

Ein hohes Maß an Flexibilität ist für die Verbraucher tendenziell wichtiger als die reine Liefergeschwindigkeit; zudem sind sie an Lieferservices interessiert, die bislang noch nicht einheitlich angeboten werden. 64 Prozent wünschen sich, dass der Paketbote an der Haustür Retouren entgegennimmt; 63 Prozent legen Wert auf die Auswahl zwischen verschiedenen Paketdienstleistern beim Bestellvorgang. Und auch für diese neuen Services sind Verbraucher bereit zu zahlen: 36 Prozent der Befragten würden für die Mitnahmen von Retouren durchschnittlich 2,22 Euro bezahlen, immerhin 23 Prozent ist die Auswahl zwischen verschiedenen Paketdienstleistern durchschnittlich 2,21 Euro wert.

Schnelle Lieferungen stehen nicht so hoch in der Gunst der Verbraucher. Zwar wünscht sich die Mehrheit der Deutschen, ihre Bestellung am nächsten Tag (59 Prozent) zu empfangen, dennoch halten gerade einmal 26 beziehungsweise 17 Prozent der Befragten eine Zustellung am selben Tag oder gar innerhalb von zwei Stunden für wichtig. Dafür liegt die Zahlungsbereitschaft mit Werten zwischen 2,74 Euro (Zustellung am nächsten Tag) und 5,19 Euro (Belieferung innerhalb von zwei Stunden) vergleichsweise höher, wenngleich unter den derzeitigen Marktpreisen für solche Services.

„Aus den zunehmend hohen und teils volatilen Anforderungen der Kunden ergeben sich neue Chancen für die Paketdienste, die mit differenzierten Belieferungsservices, verbunden mit einer ausgewogenen Preisstrategie, punkten können.“Prof. Dr. Nikolas Beutin, Leiter der Customer Practice bei PwC Deutschland

Hohe Akzeptanz für Abholung in Paketshops

Der mit Abstand größte Teil aller Pakete wird bislang an die Haustür des Endkunden geliefert. Bemerkenswert ist dabei das Befragungsergebnis, dass jeder Zweite grundsätzlich bereit wäre, seine Pakete in einem Paketshop oder an einer Packstation abzuholen, sofern dies zum Standard werden sollte. In diesem Szenario ist der Hälfte der Befragten die Lieferung nach Hause durchschnittlich 2,77 Euro wert.

„Für die Paketdienste ist die Haustürzustellung mit hohem Aufwand verbunden, insbesondere wenn mehrere Zustellversuche unternommen werden müssen. Direkte Lieferungen an Paketshops und Packstationen sind eine Alternative, um die Effizienz der Zustellung zu verbessern. Dazu muss dieses Angebot aber noch attraktiver gemacht werden“, erklärt Dietmar Prümm. Drei von vier Befragten dieser Gruppe fordern entweder ein besseres Netz von Paketshops und Packstationen oder längere Öffnungszeiten.

Ein weiterhin diskutiertes Konzept auf der Suche nach einem optimalen Versandservice in den Innenstädten besteht darin, die Belieferung auf der kostspieligen letzten Meile einem einzigen neutralen Anbieter zu übertragen. Dieses Konzept stößt jedoch in der Bevölkerung auf wenig Zustimmung: Zwei von drei Befragten lehnen dies ab. Sie befürchten vor allem Einbußen beim Service (48 Prozent) und höhere Preise (42 Prozent).

Verbraucher legen Wert auf Umweltschutz

Auch der Umweltschutz spielt für viele Verbraucher eine Rolle: 63 Prozent halten eine CO2-neutrale, schadstoff- und geräuscharme Belieferung für wichtig. Aber nur jeder dritte Befragte ist bereit, für den umweltfreundlichen Transport eines Pakets einen Aufpreis in Höhe von durchschnittlich 2,34 Euro zu bezahlen. Bemerkenswert in dem Zusammenhang: Nachhaltigkeit ist gerade den jüngeren Konsumenten wichtig und ihre Zahlungsbereitschaft dementsprechend höher. Wenn es um die Unterstützung umweltfreundlicher Transporte geht, sieht nur jeder zehnte Deutsche die Verbraucher in der Pflicht. Stattdessen verweisen 42 Prozent der Befragten auf die Händler. 32 Prozent wollen die Paketdienste in die Verantwortung nehmen.

„Nicht nur der Kundenwunsch, auch Umweltauflagen sollten Händler und Paketdienste veranlassen, die letzte Meile durch entsprechende Flotten- und Distributionsstrukturen umweltfreundlich zu gestalten. Aber auch der Endkunde kann durch sein Bestell- und Rücksendeverhalten zu einem nachhaltigen Onlinehandel beitragen.“Hendrik Fink, Leiter Sustainability Services bei PwC Deutschland

Neue Services entwickeln – gemeinsam mit dem Onlinehandel

Dietmar Prümm resümiert: „Ob sich die Investitionen in neue Zustellservices und nachhaltige Logistikkonzepte rechnen, hängt letztlich auch davon ab, ob Paketdienste gemeinsam mit den Onlinehändlern neue Services entwickeln und erfolgreich beim Konsumenten platzieren können. Eines zeichnet sich allerdings ab: Ohne differenziertere Belieferungsservices, verbunden mit einer ausgewogenen Preisstrategie sowie der dafür nötigen nachhaltigen Flotten­ und Distributionsstruktur, bleiben die Chancen ungenutzt, die sich mit den zunehmend ändernden Anforderungen der Kunden ergeben.“ 

Quelle: PwC

Zur Studie:
Paketstudie