DSGVO – E-Commerce Kunden erwarten angemessenen Datenschutz beim online Kauf.

E-Commerce - Patrick Upmann
Lesezeit: 2 Minuten

DSGVO – Rechtzeitig zum Europäischen Datenschutztag veröffentlicht Cisco die Data Privacy Benchmark Study 2019. Es zeigt sich, wer in die Verbesserung seiner Datenschutz-Prozesse investiert, profitiert von konkreten Geschäftsvorteilen. Die Teilnehmer berichten auch von geringeren Verzögerungen bei Kaufentscheidungen und Prozessen.

Die EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) gilt seit Mai 2018. Laut der aktuellen Cisco-Studie glauben 59 Prozent der befragten Unternehmen, dass sie alle oder die meisten Anforderungen erfüllen. 29 Prozent erwarten diese Compliance innerhalb eines Jahres und 9 Prozent in mehr als einem Jahr.

„Im vergangenen Jahr hat die Bedeutung von Privatsphäre und Datenschutz deutlich zugenommen. Da sich der Markt ständig verändert, ziehen Unternehmen echte Geschäftsvorteile aus ihren Datenschutz-Investitionen, schließlich werden Daten wie eine neue Währung gehandelt.“ kommentiert Michelle Dennedy, Chief Privacy Officer, Cisco. „Wir bei Cisco glauben fest an den Schutz unserer Kunden und einen höheren Geschäftserfolg, indem wir den Wert der Daten steigern und Risiken senken.“

DSGVO

Kunden erwarten zunehmend, dass die von ihnen genutzten Produkte und Dienstleistungen einen angemessenen Datenschutz bieten. Unternehmen, die hier entsprechend investieren und die DSGVO einhalten, profitieren beim Verkauf von Lösungen von weniger Verzögerungen aufgrund von Datenschutzbedenken: 3,4 Wochen gegenüber 5,4 Wochen bei den am wenigsten DSGVO-konformen Unternehmen. Insgesamt betrug die durchschnittliche Verzögerung bei Bestandskunden 3,9 Wochen, im Vergleich zu 7,8 Wochen im Vorjahr. 

DSGVO-konforme Unternehmen berichten von weniger Datenschutz-Verletzungen, weniger betroffenen Datensätzen bei Sicherheitsvorfällen und kürzeren System-Ausfallzeiten. Sie hatten auch deutlich seltener einen erheblichen finanziellen Verlust durch einen Datenverstoß. Zudem gaben 75 Prozent der Befragten an, dass sie viele allgemeine Vorteile aus ihren Datenschutz-Investitionen ziehen. Dazu gehören mehr Agilität und Innovationen durch angemessene Datenkontrollen, Wettbewerbsvorteile und höhere Betriebs-Effizienz. Diese resultieren aus der Organisation und Katalogisierung von Daten.

Über die Cisco Data Privacy Benchmark Study:
Mehr als 3.200 Sicherheits- und Datenschutzexperten aus weltweit 18 Ländern und allen wichtigen Branchen haben an der Cisco-Umfrage teilgenommen. Zu den wichtigsten Ergebnissen gehören:

  • 87 Prozent der Unternehmen erleben Verzögerungen in ihrem Verkaufszyklus aufgrund von Datenschutzbedenken der Kunden oder Interessenten, im Vergleich zu 66 Prozent im Vorjahr. Dies ist wohl auf das gestiegene Datenschutz-Bewusstsein durch die DSGVO und häufige Medien-Berichte über Vorfälle zurückzuführen.
  • Die Verzögerungen pro Land liegen zwischen 2,2 und 5,5 Wochen. Dabei sind sie in Italien, der Türkei und Russland besonders gering, andererseits in Spanien, Brasilien und Kanada besonders hoch. Längere Verzögerungen lassen sich auf hohe oder sich verändernde Datenschutz-Anforderungen zurückführen. Verzögerte Verkäufe können auch zu Umsatzeinbußen führen, wenn ein potenzieller Kunde beim Wettbewerb oder gar nicht kauft.
  • Die wichtigsten Gründe für Verzögerungen sind Kundenanfragen bezüglich Datenschutz, Übersetzung von Datenschutz-Informationen in verschiedene Sprachen, Aufklärung von Kunden über die Datenschutz-Prozesse des Unternehmens sowie die Neugestaltung von Produkten anhand der Datenschutz-Anforderungen.
  • Die DSGVO-Compliance beträgt je nach Land zwischen 42 und 75 Prozent. Spanien, Italien, Großbritannien und Frankreich sind vorbildlich – China, Japan und Australien hinken hinterher.
  • Nur 37 Prozent der DSGVO-konformen Unternehmen verzeichneten einen Datenverstoß, der mehr als 500.000 US-Dollar kostete, verglichen mit 64 Prozent der am wenigsten DSGVO-konformen Unternehmen.

Weitere Informationen:

Quelle: CISCO

Patrick Upmann

Interim Manager | Projektmanagement

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Künstliche Intelligenz – IT Trend 2019

Patrick Upmann - Interim Manager und agiles Projektmanagement - E-commerce
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Künstliche Intelligenz, Machine Learning und Blockchain werden alltagstauglich 

– Internet- und mobiler Traffic steigen enorm, Virtual/Augmented Reality hat entscheidenden Anteil

– Unternehmen müssen ihre Netzwerke auf gestiegene Anforderungen ausrichten

Cisco stellt auf Basis aktueller Studien die wichtigsten IT-Trends für das Jahr 2019 vor. Dazu zählen der Durchbruch von KI/ML, explodierender Internet- und Mobile-Traffic, der zunehmende Einsatz von Blockchain sowie neuartige Unternehmensnetze. ​

In diesem Jahr standen im IT-Bereich die effiziente Datennutzung, die Optimierung und Verwaltung von Multicloud-Umgebungen sowie eine umfassende Sicherheitsarchitektur im Vordergrund. 2019 ändert sich an diesen Schwerpunkten nur wenig. Sie werden sich aber weiterentwickeln und gleichzeitig mit neuen Ansätzen erweitert. So müssen Unternehmen noch schneller Prozesse digitalisieren und neue Technologien nutzen.

KI und ML werden alltagstauglich 
Künstliche Intelligenz und Machine Learning haben sich in den letzten Jahren rasant weiterentwickelt. Es gibt inzwischen viele ML-fähige Datensätze, die sich mit hoher Rechenleistung und fortschrittlichen Algorithmen bearbeiten lassen. Manche Hedgefonds nutzen sie für neue Handelsmodelle, Personalabteilungen wollen mit KI Fachkräfte effizienter gewinnen und halten. 2019 werden intelligente Lösungen den Menschen in immer mehr Bereichen helfen, bessere Entscheidungen zu treffen und effizienter zu arbeiten. 

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Das Internet expandiert weiter
Laut dem aktuellen Cisco Visual Networking Index (VNI) nutzen im Jahr 2022 schon 60 Prozent der Weltbevölkerung das Internet. Es wird aber durch die zunehmende Vernetzung alltäglicher Dinge wie Kleidung, Haushaltsgeräte oder Fahrzeuge völlig anders aussehen als heute. IoT-Sensoren werden überall sein – etwa in Häfen zur Optimierung und Sicherung der Schifffahrt oder an Auto-Parkplätzen, um die Umweltbelastung zu reduzieren. Durch die wachsende Vernetzung steigt der weltweite IP-Traffic derzeit jährlich um 26 Prozent.

Video erfordert höhere Bandbreiten
Für einen Großteil dieses Datenwachstums sorgt Video, das 2022 bereits 82 Prozent des gesamten IP-Verkehrs ausmacht. Live-Streams nehmen dabei um das 15-fache zu. Auch die Nutzung von Virtual und Augmented Reality steigt. Mit neuer Hardware und mehr Inhalten für Konsumenten wird sich der VR/AR-bezogene Datenverkehr innerhalb von fünf Jahren um das 12-fache erhöhen. Bereits 2019 nimmt der Einsatz von VR in Unternehmen zu, etwa durch Demos, virtuelle „Testfahrten“ oder die Beurteilung von Produkten und Immobilien im Internet.

Mobiler Datenverkehr wächst deutlich
Der Anteil des mobilen Datenverkehrs am Gesamtvolumen steigt auch 2019 weiter an. Gemäß Cisco VNI nimmt er zwischen 2017 und 2022 von 12 auf 22 Prozent zu. Da sich 5G noch im Anfangsstadium befindet, werden weiterhin 3G und 4G dominieren. Doch im kommenden Jahr bauen Mobilfunkbetreiber erste Testnetze für 5G auf. Viele Experten gehen davon aus, dass große 5G-Implementierungen im Jahr 2020 folgen. Bis dahin sind die nötigen Mobilfunkspektren, Standards und Geschäftspläne ausgearbeitet.

Neue Einsatzszenarien für Blockchain
Bei Supply Chain Management, Netzwerk, digitalen Identitäten und Devisenhandel wird die Blockchain-Technologie weiter expandieren. Bis Ende 2019 setzen wohl alle großen Cloud Service Provider Blockchain-basierte Lösungen kommerziell ein. Zudem dürfte die Technologie dann ein wesentlicher Bestandteil der meisten KI- und IoT-Angebote sein. Schon heute gibt es Blockchain-Piloten zum Nachweis, dass Mineralien aus konfliktfreien Quellen stammen, zur Bekämpfung von Kinderhandel oder zum Verkauf von Energie. Im kommenden Jahr entstehen zahlreiche weitere Einsatzszenarien.

Unternehmen müssen ihre Netzwerke neu aufstellen
2019 müssen viele Unternehmen ihre Netzwerke umgestalten. Die aktuellen Infrastrukturen wurden nicht für die Bedürfnisse der nächsten Jahre entwickelt. Immer mehr Geräte, höhere Bandbreiten und größere Angriffsflächen überfordern herkömmliche, manuelle Management-Prozesse. Um jedes Gerät überall und jederzeit zu verwalten, sind bislang eigenständige Netzwerke in eine Multi-Domain-Architektur zu integrieren. Diese muss hochgradig automatisiert sein, Aktionen vorhersehen, sich selbst optimieren und die Sicherheit priorisieren.

Quelle: CISCO