Payment – Digitale Player kosten traditionelle Banken ein Drittel des Wachstums in Europa

Patrick Upmann - Interim Manager und agiles Projektmanagement - E-commerce
Lesezeit: 4 Minuten

Neue Marktteilnehmer – darunter Challenger-Banken, Bezahlanbieter ohne Bankenlizenz und große Technologieunternehmen – gewinnen in der globalen Finanzbranche deutlich an Erträgen und Einfluss, während traditionelle Banken noch mit ihrer digitalen Ausrichtung ringen. In Folge verschärft sich der Wettbewerb.

Laut einer aktuellen Studie der Unternehmensberatung Accenture, beanspruchen neue Marktteilnehmer in Europa bis zu einem Drittel der seit 2005 neu generierten Erträge für sich. Auch in Deutschland zeichnet sich dieser Trend ab: Seit 2005 sank die Anzahl der Banken um 24 Prozent und Neueinsteiger sicherten sich bereits 4,5 Prozent des deutschen Banken- und Zahlungsverkehrsmarktes. 

Payment – Digitale Player kosten traditionelle Banken ein Drittel des Wachstums in Europa – Weltweit betrachtet ist die Anzahl der Banken und Zahlungsverkehrsunternehmen um fast ein Fünftel gesunken – von 24.000 im Jahr 2005 auf weniger als 19.300 im Jahr 2017. Beinahe jedes sechste Institut (17%) ist ein Branchenneuling, der nach 2005 in den Markt eintrat. Das zeigt die Unternehmensberatung Accenture in der aktuellen Studie „Star Shifting: Rapid Evolution Required“, die global mehr als 20.000 Banken und Zahlungsverkehrsunternehmen in sieben Märkten analysiert, um den Stand der Disruption zu quantifizieren.

Die digitale Disruption der globalen Bankenbranche hat auch Europa und den deutschen Markt erreicht. Seit 2005 sicherten sich in Europa rund 1.400 neue Marktteilnehmer etwa ein Drittel (33%) der seit 2005 erwirtschafteten Erträge und etwa sieben Prozent (54 Mrd. Euro) des Gesamtumsatzes im Bankwesen. Zu den rund 1.400 Newcomern im europäischen Markt zählen 1.200 Zahlungsanbieter, 100 Banken und 80 Fintechs.

Payment – In Deutschland ist die Zahl der Banken in den vergangenen zwölf Jahren um fast ein Viertel (24%) gesunken, dafür war Konsolidierung der wichtigste Grund. Neue Marktteilnehmer haben einen Anteil von 4,5 Prozent am deutschen Bankensektor erreicht. Unter den neu gegründeten Banken finden sich erfolgreiche Challenger-Banken wie N26 oder die Solarisbank sowie Unternehmensbanken aus anderen Branchen, wie zum Beispiel Siemens oder Hyundai. Zudem wurden 25 relevante Fintechs für Deutschland identifiziert, zum Beispiel Kreditech im Bereich der Kreditvergabe, Figo im Bereich Open Banking und Check24 bei den Vergleichsportalen.

Payment - Digitale Player kosten traditionelle Banken ein Drittel des Wachstums in Europa

Wettbewerbsintensität ist so stark wie nie zuvor 
Während nur wenige der aufstrebenden neuen Akteure den traditionellen Bankhäusern ernsthafte Sorgen bereiten, wird die Bedrohung durch vermindertes Umsatzwachstum immer drängender. “Zehn Jahre nach der Finanzmarktkrise erlebt die Bankenbranche eine noch nie dagewesene Wettbewerbsintensität”, erläutert Dr. Markus Hamprecht, Geschäftsführer und Leiter des Bereichs Financial Services bei Accenture. “Da Challenger-Banken und Plattformplayer die Wettbewerbsfähigkeit der traditionellen Banken angreifen und sich eine Machtverschiebung anbahnt, dürfen sich etablierte Bankhäuser nicht länger auf ihren zurückliegenden Erfolgen ausruhen. Sie müssen die Branchenveränderungen als Vorteil nutzen, indem sie in digitale Technologien und Ökosystem-Geschäftsmodelle investieren. Nur so können sie die eigene Relevanz bei den Kunden stärken und Umsatzwachstum zurückgewinnen.“

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Girls digital: Mädchen machen digitales Programm

Patrick Upmann - Interim Manager und agiles Projektmanagement - E-commerce
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Berufsorientierungstag für Schülerinnen am 2. Februar 2019 in fünf Großstädten:

Girls digital – In Kooperation mit dem Beratungsunternehmen Accenture startet das Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e. V. ein Pilotprojekt für junge Frauen zum Thema „Digitalisierung“.

Ab sofort können sich Schülerinnen von 15 bis 17 Jahren für den 2. Februar 2019 in fünf Großstädten anmelden.

Interessieren mich Jobs der Technologie-Branche?
Was ist Coding?
Bei <Girls digital> am 2. Februar 2019 geht es darum, Digitalisierung zu verstehen, anzufassen und zu gestalten – von der Lösung eines Alltagsproblems durch Programmieren eines eigenen Spiels bis zum Austausch mit Expertinnen und Experten über die vielfältigen digitalen Berufsbilder von heute.

“Die frühe Teilhabe von jungen Frauen an der Digitalisierung ist wichtig. Sie sollen an unserem Thementag ihre ersten Eindrücke zu technischen Berufen sowie ihre vielseitigen Talente, die sie zuvor an einem Girls’Day bereits erworben und für sich entdeckt haben, am Girls digital vertiefen”, so Romy Stühmeier vom Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e. V.

Aus Befragungen zum alljährlichen Girls’Day ist bekannt, dass Mädchen sich Zeit “unter sich” mit vielen Möglichkeiten zum Ausprobieren wünschen. Dies stärkt ihr Selbstbewusstsein bei der späteren Ausbildungsentscheidung, entsprechend ihrer Talente auch MINT-Berufe in Betracht zu ziehen.

Kerstin Broßat, verantwortlich für Diversity bei Accenture:
“In der Technologiebranche setzen wir selbstverständlich gleichberechtigt auf Frauen wie auf Männer. Aber viele junge Frauen zögern auch heute, sich für einen ‚digitalen Weg‘ zu entscheiden. Durch die Vermittlung von Wissen rund um die Digitalisierung und die Begegnung mit weiblichen Vorbildern aus unserem Unternehmen wollen wir das ändern.”

Girls Digital – Selbstbewusster und kompetenter werden die jungen Frauen den Praxistag beenden. Sie erhalten ein Zertifikat für ihren Lebenslauf und nehmen ihr selbst programmiertes Spiel mit nach Hause.

Der Thementag Girls digital soll den jungen Frauen eine Entscheidungshilfe bieten für ihre anstehende Wahl eines Ausbildungsberufes oder ihre Wahl der Leistungskurse in der Oberstufe. Für die Auswahl eines Unternehmens am Girls’Day, der in diesem Jahr bereits am 28. März 2019 stattfindet, kann der Workshop helfen.

Mit gestärktem Selbstbewusstsein können sie den Berufserkundungstag in einem Unternehmen zielgerichteter für sich nutzen. Weitere Thementage zur Digitalisierung und Berufsorientierung sind in Planung.

Quelle: accenture

 www.accenture.com/de-de/girls-digital-event